Reisen I

Es ist mal wieder soweit! Eine kleine Reise in das traditionsbewusste und abgeschottete Nachbarland… einfacher gesagt: in die Schweiz. Tofugotchi besuchen. Soll heißen, es wird wieder viele Fotos geben und vielleicht sogar auch ein paar Zeilen getippter Buchstaben. Dieses Mal reise ich übrigens zum ersten Mal ganz ohne Laptop oder sonstiger, umfassender Ausrüstung, stattdessen tippe ich nur mit einer kleinen Bluetooth-Tastatur ins schlanke und unauffällige Nexus7-Tablet – damit ist es sozusagen ein Miniatur-Laptop – und es ist wirklich fein und großartig. Vom Gewicht, von der Form und der Gemütlichkeit… ganz abgesehen von der längeren Stromversorgung und vor allem dem glücklicherweise fehlenden Lüfterlärm. Heißt also “in die Stille bloggen” sozusagen. Mmmhhh!

Hinter mir sitzt, mal so nebenbei erwähnt, ein nicht unattraktives Mädchen, allerdings leider nicht ganz im Blickwinkel – jedoch völlig verschnupft und röchelt damit durch das Abteil… Ob das wieder zu einem Schnupfen meinerseits führt? Wäre ja der Klassiker, denn wie wir bereits wissen, sind Zugabteile soas wie eine hochgezüchtetet Keimzelle bzw. Versuchslabor für Krankheitserreger.

Warum wiederholen sich diese Dinge in meinem Leben fortwährend? Gestern habe ich die Wohnung in sehr gute Hände übergeben und weiß, dass dadurch meine vier Wände bewohnt und die Fellkugeln gehegt sowie gepflegt werden – beruhigend. Aber denoch erfolgte die Schlüsselübergabe natürlich im strömenden Regen… völlig durchnässt und das Ganze auch noch im kalten Wind. Eh klar, so wie immer, wenn es darum geht, vor einem Termin, einer Abfahrt oder einem Treffen einfach in Ruhe und ohne Komplikationen den Tag zu überstehen – es klappt prinzipiell nicht.

Entweder der Zug fällt genau dann aus, der Schlüssel bleibt stecken, das Waschbecken geht über, der Saft kippt beim Bett um, man streift nach stundenlangem Abrollen nochmal beide Katzen gleichzeitig, man vergisst das Handy am Tisch oder das Mistsackerl tropft in letzter Sekunde klebrig durch die Küche und die Katzen laufen durch. Alltag. Aber nur dann, wenn man es gerade eilig hat oder jemand zu Besuch kommt.

Man hat es nicht leicht, aber dennoch – dieses Mal gilt ein ganz wichtiges Prinzip bei dieser Reise – nicht denken, nicht beurteilen, nicht planen… sondern nur genießen, entspannen und “leben”. Ganz unkompliziert in der eigenen, kleinen Lebensblase mit Filter. So ein kleiner Rückzug schadet scchließlich nicht und darf durchaus auch mal sein. Das gönne ich mir ganz einfach – ha!

WP_20140411_035

Da nervt ja noch was…

Eine Sache, die mich selber an mir immer wieder nervt, ist, dass ich mich selber nicht entscheiden kann, seriös und endlich erwachsen zu sein – oder einfach der unlustige absolut humorvolle Freak, der sich noch immer wie 15 Jahre alt fühlt, zu bleiben. Wer den Blog hier so anschaut, wird das auch schnell merken… der gute Haiko schaut da mal eben eine Blume an, eine kleine Katze hat es sich darunter gemütlich gemacht und da und dort ein kleines Herz oder sonstige Fluffis, die irgendwie unterstreichen sollen, dass ich eigentlich ganz lieb, unkompliziert bin und kein ein unkompliziertes Gemüt habe. Mal so gesagt.

Und zugleich entdecke ich mich selber dann vor dem Laptop, irgendwann natürlich tief in der Nacht (dabei mag ich sie nicht), wie ich schon wieder am Layout hier rumbastle und am liebsten eigentlich einen radikalen, optischen Schritt wagen möchte. So ganz schmucklos, seriös, erwachsen, reif, eine gewisse Ernsthaftigkeit der Inhalte formen und auch zeigen, dass ich ja doch schon 33 bin und doch nicht mehr mit Lego spiele, sondern da im Leben mit beiden Beinen stehe, arbeite, lebe, tue und mache.
Weiterlesen…

Boy_Scouts

Facebook?

Eigentlich pfeife ich wirklich schon auf Facebook. Zwar klicke ich so wie die Meisten immer wieder mal täglich vorbei und erhoffe mir damit aufschlussreiches Stalken der Leben anderer Menschen und das tolle Netzwerken in Gruppen und Ansammlungen von Personen, aber wenn man es ganz nüchtern betrachtet, ist der Nutzen zumindest bei mir wirklich radikal gesunken… einfach, weil sich dort immer weniger tut und auch der Wille bei vielen dazu gesunken ist.

Ein paar Wenige verursachen quasi 90% aller Statusmeldungen in meinem Stream, aber auch die wiederholen sich langsam immer wieder und die anderen schweigen und klicken stumm mal auf ein Like oder posten ein Herzchen. Der Rest ist eine lange Schweigeminute, vielleicht durchbrochen von privaten Chats und Nachrichten oder um mal eben jemanden schnell eine Info zukommen zu lassen… aber abgesehen davon, fehlt bei mir der Kick und das wirklich interessante Leben (was es durchaus früher mal war).
Weiterlesen…

panel

Ah geh, schon wieder ein Fehler.

Das ist jetzt mal technischer Firlefanz, falls sich also da jemand jetzt einen emotionalen, verträumten Blick in meinen Alltag erhofft, dann muss ich Euch leider enttäuschen. Stattdessen gibt es einen kurzen Einblick in den grauen Alltag eines Bloggers. Denn eigentlich habe ich ja für mein Ego Ryan einen eigenen Blog eingerichtet, wo er einfach Unsinn und falsch Gedachtes von sich geben kann, also irgendwie so, dass man mir dann nicht böse sein kann und ich mehr Freiheiten habe… *Hier jetzt viel Schmafu-Bla einsetzen gedanklich*.
Weiterlesen…

censorship

Diese Selbstzensur nervt

Vorhin wollte ich mal meine Meinung zu zwei-drei Dingen im Alltag schreiben und überlegte dann, wohin mit dem Text? Hier in meinen Alltagsblog, wo jeder quasi alles liest – oder soll ich die Meinung dem zweiten, digitalen Ich (Ryan) zuordnen und den Text damit ein wenig abseits stellen? Wobei das Abseits auch so eine Sache ist, denn bei dem zweiten Blog drüben lesen mir eindeutig zu viele “falsche” Menschen mit und die brauche ich auch nicht unbedingt mit der Nase bewusst und vorsätzlich in die Gedankenmaterie eintunken.

Und dann lese ich zeitgleich über die Selbstzensur bei der FAZ. Und irgendwie ja, man denkt ja doch jedesmal darüber nach, was man denn da so den lieben langen Tag schreibt und wer davon dann betroffen ist, wer dann vielleicht sauer wird und ob es nicht rechtliche oder sonstige Konsequenzen in irgendeiner Form gibt. Das nervt mich ungemein und dennoch spiele ich das Spiel mit, weil man ja trotzdem nicht blindlings auf fremde Füße treten will. Ebenso weiß man, dass das Netz nicht vergisst und man kann selber heute irgendwie nicht mehr wirklich beurteilen, welche Konsequenzen heute Gesagtes morgen oder in zehn Jahren vielleicht hat – egal ob beruflich, freundschaftlich oder familiär… oder gar politisch, wenn neue Krisenzeiten ausbrechen und Einstellungen und Gedankengut dann womöglich fatale Auswirkungen annehmen, die heute noch undenkbar sind.
Weiterlesen…

959px-Yamdrok_Boat

Warum bloggt man eigentlich?

Aktuell stelle ich mir mal wieder die Frage, wozu man eigentlich bloggt? Denn die Masse da draußen an anderen Schreibern ist teilweise gigantisch, jeden Tag tauchen und verschwinden tausende Blogs auf und ab und tagtäglich hat jemand eine bessere Idee, einen umfangreicheren Schreibstil und ist literarischer und künstlerischer als der oder die Andere. Jeden Tag werden zigtausende Meinungen, Gedanken, Gefühle und Emotionen in die digitale Welt geworfen und fast jeder Blogger erhofft sich dann regen Zuspruch, ein Feedback, Meinung und Wirkung in irgendeiner Form. Eine digitale Lawine.

Aber wie wir fast alle mittlerweile bemerken, klappt das heute nur mehr punktuell und die Blogosphäre ist einfach schon extrem gesättigt. Der x-te Blog über Smartphones, Tablets und Google Glass, ein weiterer, ungezählter Blog mit persönlichen Lebensgeschichten und der Blog Nummer 49592 über Politik und Medien-Geschwafel. Es nimmt kein Ende und Qualität ist zwar nicht flächendeckend zu finden, aber in Summe steigt sie von Jahr zu Jahr.
Weiterlesen…