Auch diese Frage will ich beantworten – denn sie ist durchaus berechtigt und interessant. Die meisten Archive und Blogs heutzutage speichern ihre Daten in diversen Datenbanken ab, speziell formatiert, einem bestimmten Schema folgend. Textdatei verwenden heute nur mehr wenige.
Ich habe mich bewusst für sie entschieden, denn ich habe ein Dateiformat gesucht, dass auch langfristig verwendbar und lesbar bleibt. Textdateien sind eines der wenigen Dinge, die sich seit den Anfängen der Computer-Ära so gut wie kaum verändert haben. Txt-Dateien von 1980 kann man heute genauso problemlos öffnen und lesen wie Dateien aus dem Jahr 2010.
Zudem finde ich, dass die meisten Dokumente ein zu viel an Formatierung haben, Textdatei lösen diese Problematik auf eine radikale Art und Weise.
Weiters kann auch Texte auf jedem Betriebssystem verfassen, egal ob mit grafischer Oberfläche oder ohne. Sie sind enorm klein, benötigen nur minimalen Speicherplatz, sind portabel und mit einer Vielzahl an Anwendungen kompatibel. Und vermutlich sind sie die einfachste und schnellste Form, Texte zu “tragen und zu verbreiten”. Eine schlichte txt-Datei mit den richtigen Wörtern darin kann Gold wert sein.
Und ich versuche auch langfristig zu denken – ich möchte mein Textarchiv mit einfachen Ordnern verwalten, sie schnell 1:1 kopieren und verschieben können und jederzeit woanders aufspielen, egal ob anderer, neuer Webserver oder Computer. Und das auch noch in 5 Jahren. Oder in 10 Jahren. Bei anderen Lösungen macht einem oft die Modernität einen Strich durch die Rechnung und das will ich von Anfang an verhindern…
Diese Seite greift auf ein PHP-Tool zurück, das nichts anderes macht, als die Textdateien in den jeweiligen Ordnern anzuzeigen. Schlicht, einfach, schnell und unkompliziert. Und auf einen Klick mit praktisch jedem Browser lesbar…
Computer Minimalismus Textdateien
Ich muss als erstes festhalten, dass es sich hier nur um den privaten Bereich handelt, berufsmäßig kann man heute nämlich sowieso nicht mehr sagen, wo es einen hin schlägt.
Aber privat ist bei mir – liegt auch am Alter natürlich – die Zeit herangebrochen, in der ich einfach in meiner Freizeit keine besonders große Lust mehr verspüre, jedem kleinsten Hype nachzulaufen, jedes Tool auszuprobieren und bei jeder neuen Plattform von Anfang an dabei zu sein. Nach mehr als 10 Jahren vor dem Bildschirm muss man auch mal Stop sagen und zuerst abwägen, ist das wirklich was neues, muss ich das auch unbedingt haben oder verwenden – oder ist es nur ein Aufguss alter Dinge in neuer Optik?
Seitdem ich diesem Konzept folge, habe ich gerade mal 2 Tools auf meinem Computer installiert und diese kannte ich schon von früher. Dafür habe ich mehr als 450 GB an Programm deinstalliert… eigentlich unglaublich. Und es geht wesentlich besser voran als früher. Meine Tools bestehen quasi nur mehr aus ein~zwei Bildbearbeitungs-, zwei Grafik- und drei Text-Programmen. Ansonsten sind nur noch Zusatztools wie ein FTP-, Backup- oder ein HTML-Editor-Tool vorhanden. Und Opera als zusammengefasste Schalt-Zentrale mit Web, Email und Online-Kommunikation.
Mehr brauche ich nicht. Und das ist gut so – es schützt mich selber davor, stundenlang an dem Gerät zu sitzen und irgendwelche Klicks für “nichts” zu machen. Surfen ja, Emails ja, Texte schreiben ja und eben Projekt-Arbeit. Für alles andere gibt es die Welt da draußen… und trotz dieser sanften Abstinenz fühle ich mich dennoch am Puls der Zeit.
Computer Minimalismus Programme
Vor kurzem war ich wiedermal bei einem BarCamp, wie so oft in den letzten Jahren… und bin jedoch diesmal eher frustriert raus gegangen. Und auch ein wenig verärgert.
Die Zeiten haben sich radikal verändert… wo früher Leute auf dem Podium standen, die bereits seit Jahren alle Entwicklungen beobachteten und mit dabei waren, stehen heute, die gerade mal um die 18 bis 20 sind und wollen einem erzählen wie die Welt funktioniert. Da fallen schnell mal Wörter wie Social Media, Web 2.0, iPhone, Facebook, Twitter und dergleichen… aber das war es auch schon. Da werden Phrasen gedroschen, über die sich jeder Werbetexter unheimlich freuen würde. Da wird jede Entwicklung nur aus einem Winkel beleuchtet – dem aktuellen Hype.
Da steht neben mir einer, der mir erzählt, er beschäftigt sich “bereits seit einem halben Jahr” mit Social Media und Blogs und so was… und er findet das “total cool”. Und genau die stehen plötzlich oben und erzählen was von Marktanalysen, Emotionen der User und langjährigen Entwicklungen.
Pah!
Diese Typen erzählen auch den anderen, wo Facebook und Twitter in 5 oder 10 Jahren stehen werden… ach wirklich? Sie faseln was davon, dass morgen die ganze Welt nur noch Twittern wird, trotz des Abgangs vieler User zur Zeit. Die der Meinung sind, noch mehr virales Marketing ist besser, am besten noch mehr – und vergessen, dass eine Übersättigung zu einem Verlust der Wahrnehmung beim User führt.
Ich habe das Gefühl, dass die IT-Trend-User permanent in ihrer eigenen Suppe schwimmen und es verlernt haben, über den Tellerrand zu blicken. Zu schauen, wie der User in unseren heimischen Gefilden wirklich technisch ausgestattet ist, anzuerkennen, dass nicht jede amerikanische Plattform sich in Europa durchsetzt automatisch. Einmal zu bedenken, dass man vielleicht selber als IT-Freak Social-Media-Stuff und Co. verwendet, aber noch lange nicht der Durchschnittsuser ums Eck. Klar, Facebook kennt jeder und viele sind auch oben – aber deswegen führt noch lange nicht jede Facebook-Kampagne deshalb zum Erfolg. Deswegen ist nicht Facebook auch automatisch der zentrale Punkt für alle Entwicklungen.
Man darf beispielsweise nicht vergessen: MySpace war auch mal groß – vor allem wenn man bedenkt, dass zur damaligen Zeit auch wesentlich weniger “Menschen” Internet-Anschlüsse hatten… und was ist daraus geworden?
Ich will nicht sagen, dass keiner von denen eine Ahnung hat und ich schon… überhaupt nicht, es wird auch viele junge IT-Freaks geben, die erst ein Jahr dabei sind und dennoch neue Trends erschaffen, ohne geistige Altlasten mitzubringen, die frisch ans Werk dabei gehen und deshalb wesentlich kreativer sind. Nur immer öfter beobachte ich bei BarCamps die “jungen Wilden”, für die die Welt mit Facebook, Twitter und iPhone beginnt und aber auch endet. Mehr gibt es da nicht… und DAS ist erschreckend.
Es erinnert mich an junge Schüler heutzutage, die kaum noch richtig lesen können oder den Sinn von langen Sätzen erfassen. Die von einem einfachen Schachtelsatz überfordert sind und wenn man ihnen ein leeres Papier hinlegt und sagt: schreibt was… dann kommt nichts, weil sie “wissen nicht was, ihnen fällt nichts ein”. Die Kreativität bei der Entwicklung neuer Tools und Social Stuff ist da, aber sie passt sich immer mehr den Vorgaben von einigen wenigen Herstellern an… der Rest ist so was wie “Abfall” und wird nicht weiter beachtet. Solange man für ein iPhone entwickelt und brav seinen Facebook-Account stündlich aktualisiert und jeden Tag 300 Nachrichten auf Twitter los wird, ist man am Puls der Zeit.
So ein Bullshit!
Heutige BarCamps sollte man besser in DummieCamps umbenennen. Keiner, der sich lange genug mit dem Netz beschäftigt hat, würde ernsthaft auf die Idee kommen, zu behaupten, Facebook würde in 10 Jahren definitiv eine zentrale Rolle spielen. Ja, klar – natürlich kann es sein, nur der Punkt ist: man weiß es einfach nicht. Deswegen ist jede “genaue” Vorhersage unseriös. Nur werden diese zweifelhaften und herzigen Vorhersagen der jungen IT-Freaks von der breiten Masse ernst genommen… und damit verstärkt sich das “Tellerdenken” in der Gesellschaft immer mehr. Und das hemmt die Entwicklung neuer Ansätze.
Ich lasse mir gerne an den Kopf werfen, dass ich hier großkotzig Reden schwinge und alten Denkmustern nach hänge, aber die anderen machen es nicht besser oder sogar eine Spur schlimmer – sie nehmen Marketing- und Medien-Gefasel einfach hin und laufen blind nach… und das, obwohl sie es eigentlich am besten wissen müssten… anstatt den Geist offen zu halten und damit immer eine Möglichkeit zu haben, über den Tellerrand zu blicken. Etwas, dass von BarCamp zu BarCamp immer mehr und mehr verloren geht.
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Warum grün? Warum um Gottes Willen ist diese ****-Seite hier grün? Es haut einem die Augen aus, blickt man längere Zeit darauf und dann woanders hin, sieht man Linien und Farbflecken und überhaupt. Wie wäre es mit einem modernen, sauberen Look? Warum müssen solche Geek-Dinger immer nach Nerd, Geek und Bastelwerk ausschauen?
Gute Fragen! Wirklich. Mh, ich versuche eine Antwort zu geben… erstens ist es meine Seite, wem es nicht passt – wir leben glücklichweise in einer Kultur, wo jeder im Groben seine eigene Kreativät ausleben kann (sofern natürlich die Ressourcen und tatsächlichen Freiheiten mitspielen). Niemand ist gezwungen, diese Seite zu besuchen, zu verwenden oder dergleichen!
Vollständigen Artikel lesen…
Blog Community
Mal ganz abseits von Computer und Co. – ich hasse es, wenn es in einem Badezimmer kalt ist. Generell bin ich jemand, der nicht viel benötigt, auch beim Heizen gehöre ich vermutlich eher zu den Sparern und versuche auch ganz bewusst, so gut es geht darauf zu verzichten. Nur bei einem Raum kann ich nicht anders – dem Badezimmer.
Es gibt nichts unangenehmeres, als aus der Dusche oder Wanne zu kommen und man steht nass tropfend da – und alles ist kalt. Der Boden, die Armaturen, das Handtuch und überhaupt… und vielleicht noch dazu ein kühler Luftzug durch das Lüftungsrohr an der Decke. Schon alleine der Gedanke daran, führt dazu, dass ich oft morgens eine halbe Stunde oder länger benötige oder vertrödel, bis ich mich endlich dazu aufraffen kann und mich ins Badezimmer schleppe. Um irgendwann wieder nass tropfend in der Kälte zu stehen.
Wäre ich ein Architekt, dann würde ich das Badezimmer als Heizraum entwerfen, dessen Boden und Wände aus Heizkörpern bestehen, mit einem passiven, dezenten Lüftungssystem und gewärmten Handtuchhaltern. Klingt übertrieben, aber ich gehöre zu der Sorte von Menschen, die schon bei 5 Grad mit einer roten Nase und 4 Schichten an Kleidung rumlaufen…
Alltag Wohnung