Rückzug aus der Computerwelt

Ich muss als erstes festhalten, dass es sich hier nur um den privaten Bereich handelt, berufsmäßig kann man heute nämlich sowieso nicht mehr sagen, wo es einen hin schlägt.

Aber privat ist bei mir – liegt auch am Alter natürlich – die Zeit herangebrochen, in der ich einfach in meiner Freizeit keine besonders große Lust mehr verspüre, jedem kleinsten Hype nachzulaufen, jedes Tool auszuprobieren und bei jeder neuen Plattform von Anfang an dabei zu sein. Nach mehr als 10 Jahren vor dem Bildschirm muss man auch mal Stop sagen und zuerst abwägen, ist das wirklich was neues, muss ich das auch unbedingt haben oder verwenden – oder ist es nur ein Aufguss alter Dinge in neuer Optik?

Seitdem ich diesem Konzept folge, habe ich gerade mal 2 Tools auf meinem Computer installiert und diese kannte ich schon von früher. Dafür habe ich mehr als 450 GB an Programm deinstalliert… eigentlich unglaublich. Und es geht wesentlich besser voran als früher. Meine Tools bestehen quasi nur mehr aus ein~zwei Bildbearbeitungs-, zwei Grafik- und drei Text-Programmen. Ansonsten sind nur noch Zusatztools wie ein FTP-, Backup- oder ein HTML-Editor-Tool vorhanden. Und Opera als zusammengefasste Schalt-Zentrale mit Web, Email und Online-Kommunikation.

Mehr brauche ich nicht. Und das ist gut so – es schützt mich selber davor, stundenlang an dem Gerät zu sitzen und irgendwelche Klicks für “nichts” zu machen. Surfen ja, Emails ja, Texte schreiben ja und eben Projekt-Arbeit. Für alles andere gibt es die Welt da draußen… und trotz dieser sanften Abstinenz fühle ich mich dennoch am Puls der Zeit.


Autor: Emanuel Sprosec

Hier schreibt Emanuel-S aus Wien. Schoko-, Katzen- und Naturliebhaber, Mode-, Fotografie- sowie Linux-Freak und Blogger seit 10 Jahren. Wer noch mehr wissen will, findet in meinem Portfolio weitere Infos und ein paar meiner Arbeiten.


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