Das schwarze Etwas

Heute scheint die Sonne, es herrscht blauer Himmel – ein großartiges Wetter um in die Natur zu gehen und mal wieder abzuschalten. Aber eines hat sich bei dem Blick aus dem Fenster geändert. Das schwarze Etwas. Es wird größer und größer – und das frustriert. Der schöne Ausblick geht tagtäglich mehr und mehr verloren, wird durchbrochen von kalt-grauem Beton, trocken-roten Ziegeln und farblosen Staub und dem feucht-modrigen Mauer-Holz-Geruch, der jeder Baustelle immer anhaftet, wenn man vorbei geht.

Ich muss wirklich sagen, dass mich dieser Betonhaufen da gegenüber sehr frustriert. Bereits jetzt merkt man, wie diese früher durchaus nette, durch Sonne oft durchflutete Gasse zu einer grauen, stillen und klassischen, unbedeutenden Schlucht einer abgelebten Großstadt wird.

Denn eines muss man der Gegend – die anderen völlig ident zu anderen Gassen in unserer Stadt erscheint – lassen: es ist einer der wenigen Mischungen, wo relativ breite Gassen durchführen, es ein wenig hügelig ist und viel Licht & Luftraum herrscht – anders als zum Beispiel in der Innenstadt oder diversen neu hochgezogenen Baugebieten, wo alles dicht an dicht steht. Aber nun verschwindet auch der Glanz…


Autor: Emanuel Sprosec

Hier schreibt Emanuel-S aus Wien. Schoko-, Katzen- und Naturliebhaber, Mode-, Fotografie- sowie Linux-Freak und Blogger seit 10 Jahren. Wer noch mehr wissen will, findet in meinem Portfolio weitere Infos und ein paar meiner Arbeiten.


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