Gestern hat mir Sonnenschein ein Mail geschrieben und festgestellt, dass ich Emails nicht mag. Da hat sie nicht ganz unrecht. Erstmal musste ich ein wenig nachdenken und zudem erinnerte mich diese Feststellung an einen Blogeintrag irgendwo, wo es um die “richtige Handhabung” von Emails ging. Wie liest, schreibt und archiviert man effizient?
Denn das Problem ist immer häufiger anzutreffen: die Leute sind von Emails, Anrufen, SMS und Co. schlicht und ergreifend genervt (trifft teilweise auch bei mir zu) Aber auch Facebook hat zumindest in meiner Wahrnehmung und “Freundeskreis” mittlerweile einen Dämpfer bekommen. Fast die Hälfte meiner “Friends” hat aufgehört, Statusmeldungen abzugeben – vielleicht noch einmal im Monat irgendeine Bemerkung oder Fotos. Es wird stiller. Und bei Emails ist es relativ ident… die Rücklaufzeiten sind eindeutig wieder länger geworden. Die Menschen sehnen sich nach Ruhe. Eigentlich eine natürlich Entwicklung.
Ich versuche mich gerade selber in einem Experiment – und zwar lasse ich die Mails ab sofort nur mehr alle 4 Stunden abrufen. Das ist für einen IT-Menschen wie mich nicht leicht verdaulich und hinterlässt auch ein etwas mulmiges Gefühl – und Unsicherheit. Als würde man was verpassen, nicht mitkommen und als würden einem die anderen dann abhängen, schneller sein und später dann anmerken “Tja, Du hast ja nicht reagiert gleich, Pech gehabt… so ist es halt”. Eine blödere Ansage gibt es gar nicht. Aber leider Faktum. Mitlaufen mit dem Strom mag ich jedoch nimmer und schaffe ich auch zudem einfach nicht mehr. Also mal schauen, was passiert in den nächsten Wochen… alle 4 Stunden abrufen heißt allerdings dafür, auch gleich zu beantworten. Das bedeutet im Normal-Alltag, ein Check in der Früh, einer zu Mittag, einer am frühen NM und eventuell spät am Abend. Das sollte eigentlich wirklich für Privat und das Projekt reichen – sowohl zum lesen, als auch zum antworten. Es ist nur eine psychologische Geschichte. Bekanntlich kämpft man allerdings sein Leben lang mit sich selbst…
Also – ja, die meisten Emails sind mir zuviel, aber hin und wieder ist es auch schön, jemanden etwas längeres zu schreiben oder zu bekommen. Ich ‘lese’ selber nämlich sehr gerne lange Emails – schreiben jedoch geht nur, wenn gerade der nötige Drive mal da ist. Die Schreibwut lasse ich mittlerweile eher hier im Blog aus – aus irgendeinem Grund funktioniert das nun besser und besser und freier als früher – liegt vielleicht auch an dem 90er-Stil der Seite, da hat man das Gefühl, man ist so oder so abseits der Norm, eh schon egal.



