Dunno

So, also schreiben wir mal wieder was. Momentan kann ich leider nicht soviel erzählen, weil die Tage durchsetzt sind von Projekten und neuen Ideen und Aufgaben, die allerdings noch nicht für die breite Masse bestimmt sind. Aber es geht gut voran – zumindest aus jetziger Sicht.

Als kurzer Anriss – Anfang der Woche gab es ein Shooting, Mitte der Woche Kooperationsgespräche und gestern und heute sind mit technischen Anpassungen durchsetzt.

Ansonsten – was ich ebenfalls noch nicht erwähnt habe – ist, dass ich nun endlich nach all den Jahren ein neues Bett habe. Genauer gesagt, ein großes breites Doppelbett. Zwar bin ich Single (scheint wohl keine Phase mehr zu sein, sondern eher Lebensbasis), aber es tut gut, sich auch einfach mal mehrfach hin und her rollen zu können. Noch bin ich etwas müde, denn die Umstellung nach all den Jahren (Matratze, Lattenrost, Größe, usw…) ist schon ungewohnt und ich brauche da immer ein wenig Zeit für eine Anpassung und neuen Tiefschlafphasen. Zudem fehlen noch neue Decke und dergleichen, aber es läuft jetzt eh alles Schritt für Schritt vorwärts.

Erbsen-Tofu-Gotchi hat mich außerdem gestern gefragt, warum ich meine Wohnung letztens mitten in der Nacht vermessen und am Computer skizziert habe (hatte ihr nämlich das Bild zugeschickt). Ganz einfache Antwort – ich weiß es nicht. Mh, immer dann, wenn ich in der Wohnung größere Änderungen mache, ärgere ich mich, warum ich jedesmal wieder nicht weiß, wie lang oder breit die Wand ist und so messe ich im Schnitt einmal pro Jahr das Zimmer aus und überlege, ob da nicht irgendwas “anderes” hinpasst. Und vergesse dann wieder alles. Jetzt habe ich mich endlich dazu durchgerungen und einen vollständigen Grundrissplan mit Maßangaben der Wohnung erstellt, auch mit den Leitungen, Steckdosen und sonstigen Anschlüssen. Zudem habe ich mir vorgenommen, darin auch undichte Stellen bei den Fenstern und andere Schäden einzutragen und zu dokumentieren – wer weiß, wozu das noch mal gut ist!

Anderes Thema – vor zwei Tagen habe ich per Zufall in meinem RSS-Reader eine sehr schöne Beschreibung über Minimalismus und Angst gefunden:

Why do we keep things even if we don’t need or use them? Because we’re afraid we might. Afraid of what could happen if we get rid of those things.

Sometimes being naked with fear is a good experience. It teaches us a lot about ourselves and about life. It is scary but it awakens us. Live with the fear and without the safety net and see what it’s like to be alive and uninsulated.

Ganzen Text lesen…

Das Ganze kann man auch stellvertretend für das Leben an sich hernehmen. Meine Wohnung ist sowieso so oder so recht leer (abgesehen von den 5 Tonnen an Sperrmüll der alten Möbel, den ich endlich loswerden muss) und da und dort auch etwas minimalistisch, aber zugleich versuche ich es mit Minimalismus aufzufüllen. Ein ungleicher Kampf – prinzipiell will ich so wenig Dinge in meiner Wohnung haben, wie nur geht… ganz einfach, weil sich alles leichter handhaben lässt, die Verpflichtungen kleiner sind und vor allem – man ist unabhängiger, kann seine Sachen jederzeit in wenige Schachteln packen und weiter ziehen, hat einen besseren Überblick und schleift nicht jahrelang Dinge mit sich, die man oftmals jahrelang nicht anfasst, geschweige denn, überhaupt weiß, dass man das Ding noch hat. Bei der ersten radikalen Aktion, wo ich mich im Endeffekt Dingen entledigt habe, die ich seit mindestens ~zwei Jahren nicht mehr verwendet hatte (abgesehen von persönlichen Erinnerungsstücken wie Fotos und Co.), war es beeindrucken, wie viel an Volumen man an Platz gewinnt! Da werden drei bis vier Kartonschachteln und mehrere Mist- und Keller-Sackerl an Raum frei – und der ist nicht unerheblich. Das sind schon zwei oder drei Quadratmeter mehr in der Wohnung.

Schwierig ist nicht das Aufräumen, das Sortieren und dergleichen, sondern nur das sich dazu aufraffen. Hat man das mal überwunden, geht nämlich alles von selber. So – jetzt habe ich also den Platz und überlege, wie und wo ich am besten so Kleinigkeiten wie Kerzen, Steine, Lampen und dergleichen unterbringe, um mehr Gemütlichkeit zu schaffen. Aber um ehrlich zu sein – leicht ist es nicht, die richtige Kombination zu finden. Und vor allem nicht alles erneut vollzustopfen.

Ausgezahlt hat es sich aber bereits so oder so – die ganze Aktion mit neuen Bett und altes Zeugs raus – denn ich merke, mein Geist ist in letzter Zeit wieder schneller geworden. Je weniger Dinge um mich sind, die es wahrzunehmen gilt, umso entspannter bin ich und umso mehr leiste und “erschaffe” ich wiederum. Ist und bleibt aber vermutlich ein lebenslanger Kreislauf, man gibt etwas weg um etwas neues zu (er)schaffen.

Nun gut, ich schwirre da etwas zusammenhangslos zwischen verschiedenen Themen herum.

As I learn about traveling I learn I need almost nothing. As I learn about blogging I learn I don’t need ads or stats trackers or comments or widgets or Facebook buttons.

Yeah, so soll es sein. Das war auch ein Traum von mir früher – wenn man auf Reisen geht, nur eine ganz kleine Tasche oder Rucksack dabei zu haben, nicht mehr und nicht weniger. Ich kann mich erinnern, dass ich mit Mike bei unserer Zugstour vor langer Zeit durch den Süden Europas, trotz schon vorheriger Überlegung noch immer viel zu viel mit hatte. Beide schleppten wir damals jeweils einen recht umfangreichen und schweren Reiserucksack mit uns. Heute wäre es sicherlich um die Hälfte weniger – denn leichteres Gepäck bedeutet auch schneller voranzukommen und mehr Kräfte und Reserven zu haben. Sowohl physisch als auch im psychologischen, symbolischen Sinn. Na gut… Chaostext Ende.


Autor: Emanuel Sprosec

Hier schreibt Emanuel-S aus Wien. Schoko-, Katzen- und Naturliebhaber, Mode-, Fotografie- sowie Linux-Freak und Blogger seit 10 Jahren. Wer noch mehr wissen will, findet in meinem Portfolio weitere Infos und ein paar meiner Arbeiten.


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