Kisten

Die letzten Tage waren erstaunlicherweise streßiger als gedacht, ein Termin da, einer dort, mal dies, mal jenes… egal wie man es dreht, man kommt nicht zur Ruhe.

Unabhängig von diesen Begebenheiten habe ich weiter Schritt für Schritt Altlasten sortiert und entfernt. Man kann sich gar nicht vorstellen, was so alles in eine schlichte Kartonschachtel passt. Der Berg, der darin verborgen ist, ist fast immer dreimal größer als die Kiste selber. Aber dennoch – es lichtet sich und immer mehr und mehr wird alles “sortierbarer”. Das Problem bei zum Beispiel alten Elektronikzeugs ist diese Vielzahl an Dingen, die alle irgendwie nicht zusammenpassen oder verstaubar sind. Alte Tastaturen, Tonnen an halb-defekten Kabeln, Plastikhalterungen, Boxen, usw… alles so eine Mischung, mit der man nicht so recht weiß, wohin damit. Aber dieses Zeugs wird jetzt sukzessive “entfernt”. Weg damit.

Nachdem dies nichts geheimnisvolles ist oder sonst irgendwie relevant ist, kann ich es ja sagen: mein Wohnzimmer besteht nun nur noch aus Tisch, Sessel, Sofa, Kuschelteppich-Zeugs und einer Papier-Ikea-Stehlampe. Das kleine Zimmer wird auch nur mehr mit einem Bett, einem kleinen Tisch mit Sessel und Holz-Buchregal befüllt. Computer und TV, paar Bücher und etwas Papierzeugs, mal ein Stein oder eine Muschel da und dort zur Zierde und paar Fotos/Bilder an der Wand, Kratzbaum für die Katzen… aber mehr gibts eigentlich hier nicht mehr. Das Gute ist – auch keine Wertsachen, es sei denn man zählt den verstaubten Computer dazu. Das schafft ein beruhigendes Gefühl.

Warum das Ganze? Einerseits wächst gegenüber das Haus immer weiter. Mittlerweile ist der Ausblick tatsächlich weg – und das frustriert mich ungemein. Also viel hält mich hier nicht mehr, außer der Gegend an sich mit all ihren Vorteilen. Und sollte es tatsächlich mal soweit sein, dass ich umziehe, dann will ich praktisch in ein-zwei Stunden unbedingt fertig sein – und nicht wochenlang vor- und nacharbeiten wie viele andere, Tonnen in einem LKW transportieren, usw… Im Idealfall zweimal mit einem gewöhnlichen Auto und that’s it – und ich bin knapp dran, das Ziel zu erreichen. Auch das schafft ein beruhigendes, unabhängiges Gefühl.

Und zudem will ich den gewonnen Platz in mehr Gemütlichkeit investieren. Mal etwas Farbe da, mal etwas kleines in Holz dort, ein kleine Lampe oder Kerze… also so gemütliche Ecken schaffen. Wie genau, weiß ich noch nicht, zudem auch die Geldbörse nicht belastet werden soll, aber da lässt sich sicher mit ein wenig Kreativität schnell und unkompliziert etwas machen… Tipps sind natürlich immer willkommen.


Autor: Emanuel Sprosec

Hier schreibt Emanuel-S aus Wien. Schoko-, Katzen- und Naturliebhaber, Mode-, Fotografie- sowie Linux-Freak und Blogger seit 10 Jahren. Wer noch mehr wissen will, findet in meinem Portfolio weitere Infos und ein paar meiner Arbeiten.


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