Küchenberge

Endlich – nach fast 4 Jahren konnte ich mich wieder dazu aufraffen und mich dem Chaos in meiner Küche widmen. Also besser gesagt der einzigen vorhanden Lade und den Kästchen unter der Abwasch sowie dem Hängekästchen. Klingt alles etwas fragwürdig, aber wer mal einen Blick hinein geworfen hat, wird wissen warum.

Eine völlige, chaotische Mischung an Geschirr, Elektronik-Kabeln und Steckern, Batterien, Strohhalmen, Plastikgefäßen, Stiften, Papier, verwaister Aschenbecher, Streichhölzer, Münzen, Plastiksackerl, Schläuchen, Elektrowasserpumpe, Mixer und noch vielem mehr…

So ein Zeugs, dass man im Laufe der Jahre einfach mal da und dort zur Seite legt oder aufgrund kurzfristiger Ereignisse oder Besuche einfach reinstopft. Ein Grund mehr, warum ich mich in der Küche nie wohl gefühlt habe… abgesehen von ihrer Winzigkeit und dem beschränkten Platz.

Aber heute war es soweit – in radikalen zwei Stunden alles ausgeräumt, beinhart unnötige Dinge weggeschmissen und den Rest sortiert, gesammelt und an ihre entsprechenden Plätze geräumt.

Fazit: eingespartes Volumen von fast 60 Prozent. Das untere Kasterl ist praktisch leer und oben ist auch der ganze Kram weg. Und die hängende Lade habe ich mit zwei Schrauben provisorisch geflickt und fixiert – unschön, aber es hält. Und in der Lade liegen jetzt nur mehr sehr minimalistisch zwei Streichholzpackungen für den abendlichen Kerzenschein.

Morgen folgen dann so Dinge wie die “Page”-Zeitschriften (wollte ja keiner von Euch) und anderes, herumliegendes Zeugs, das in Altpapier und dem Müll landen wird. Vielleicht schaffe ich es ja doch noch im Jänner, die Wohnung wohnlich und gemütlicher zu machen und von allen Altlasten zu befreien. Aja, Gemütlichkeit – ich habe mir (sehr unschön) beim Bett an die Wand zwei Tücher an der Wand befestigt… seitdem ist das Eck dreimal gemütlicher und kuschliger. Merke ich auch – habe prompt seitdem bereits viermal verschlafen (ungewöhnlich für mich).

Bin überhaupt immer mehr weg von dem Glas- und Metall-Trip zu viel Holz, Kuschelteppich und Kerzenlicht. Jaja, das Alter vermutlich. War ja heute zudem knapp dran beim Chinesen-Shop unten beim Eck Haus-Schlapfen aus der Wühlkiste zu kaufen… die mit Fütterung.


Autor: Emanuel Sprosec

Hier schreibt Emanuel-S aus Wien. Schoko-, Katzen- und Naturliebhaber, Mode-, Fotografie- sowie Linux-Freak und Blogger seit 10 Jahren. Wer noch mehr wissen will, findet in meinem Portfolio weitere Infos und ein paar meiner Arbeiten.


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