Metall. Nein, Holz.

Ja, so ändert man seine Meinung. Angefangen hat alles mit Metall und Glas und nun landet man bei Holz. Mittlerweile geht es mir sogar schon auf die Nerven, dass die Küchenplatte bei mir aus Metall ist, der Rahmen beim Spiegel und das kleine Metall-Kästchen, das mich immer mehr und mehr an ein riesengroßes Netzteil erinnert. Und wer stellt sich sowas schon in die Wohnung? Ich. Die letzten Jahre… aber jetzt hätte ich das alles gerne ganz anders. Holzsessel zum Beispiel wären nett, denn auch die gutmütigen Metall-Klappsessel, die zugegeben nicht schlecht sind (ich hatte in den letzten acht Jahren keine Rückenschmerzen, trotz beinahe zehn Jahren und unzähligen Stunden jeden Tag vor der Kiste – insoferne sind die Sessel sehr ok) – aber dennoch wären gute, solide und “weiche” Holzsessel nicht unangenehm.

Unbehandeltes Holz – immer so eine Sache. Ein Beispiel ist der kleine Tisch im anderen Zimmer… dort hatte ich einmal den Fehler gemacht und einen bunten Kerzen-Stumpen gestellt… wenige Tage später hatte sich das Holz mit der Farbe angesaugt. Andererseits “lebt” es auch umso stärker mit einem mit und bekommt früher einen eigenen Charakter als so manch glatt lackierte Tisch. Oder formulieren wir es um – für kleine Nebenmöbel wie Sessel oder kleinen Tisch oder eben Bett, kann ich mir unbehandeltes Holz trotz diverser Nachteile gut vorstellen.

Und so soll es auch sein – abgesehen von Decke und Polster werden also noch zwei Holzsessel folgen, um das Bild abzurunden. Der gute Ikea (ja, Skepsis und Boykott-Klasse hin oder her) hätte da ein Modell, dass ich im Auge habe (symbolisch gesprochen) und sehr billig ist. Generell – ich habe mir gestern kurz ausgerechnet, wie teuer die Einrichtung meinerseits ist… erstaunlich “billig” in Relation zu anderen, die oft zig-tausende von Euros in ihre Einrichtung investieren und sich zum Beispiel auch ohne weiteres Betten um 900 Euro kaufen. Soviel ist nämlich nicht mal meine komplette Einrichtung wert. Und da sind Bett und Tische und Sessel und so weiter natürlich bereits inkludiert.

Übrigens habe ich beschlossen, einige “Objekte” selber anzufertigen. Nachdem ich unlängst in einem anderen Einrichtungshaus unterwegs war und dort ein Schalen-Gefäß um 70 Euro gefunden habe, welches nur aus etwas zusammen geklebter Rinde bestand, ist es Zeit geworden, selber kreativ zu werden. Zurück zum kulturellen Selbstversorger. Einerseits eine Teelicht-Halterung und vielleicht auch einfach Rinden oder Holzwurzeln zur Zierde. Vergessen sollte man übrigens nicht, Holz aus dem Wald im Backrohr erst gut zu erhitzen, um sich vor diverse Kleinstlebewesen, die in der Wohnung schädlich werden können, zu schützen.

Außerdem wollte ich mir gestern Pizza wieder selber machen, jedoch habe ich es dieses Mal verpatzt. Dafür gelingen mir nach fast 5 Jahren Unfähigkeit plötzlich wieder Palatschinken – wie aus dem Handgelenk und in Meisterform… hauchdünn, nur einige wenige Millimeter, schön fleckig gefärbt.

Wenn wir schon beim Essen sind… bin vorhin durch den Supermarkt getigert auf der Suche nach was Essbaren… versucht man bewusst einzukaufen, wird es wirklich schwer. Sogar in den Kräuteraufstrichen und Co. wird man da und dort von fehlenden Inhaltsangaben ernüchtert und generell – wenn man sogar in “gesunden” Tees Inhaltsstoffe voll mit E’s, künstlichen Aromen und Verstärkern findet (Kräutertee???) dann ja… die Auswahl wird immer kleiner.

Aber langsam… also, sobald es wieder wärmer und trockener wird, heißt es ab in den Wald und Holz suchen. Sessel und Bettzeugs gilt es zu besorgen und sich vernünftig ernähren. Letzteres ist heutzutage fast unmöglich. Übrigens bin ich seit 6 Tagen “Süßigkeiten-los”.


Autor: Emanuel Sprosec

Hier schreibt Emanuel-S aus Wien. Schoko-, Katzen- und Naturliebhaber, Mode-, Fotografie- sowie Linux-Freak und Blogger seit 10 Jahren. Wer noch mehr wissen will, findet in meinem Portfolio weitere Infos und ein paar meiner Arbeiten.


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