Minus Zucker

Nachdem Tofugotchi und ich gestern am Naschmarkt asiatisch shoppen waren, bin ich ein wenig angesteckt worden von der “Nahrungsparanoia” ihrerseits. Man versuche mal ein asiatisches Produkt ohne Inhaltstoffen mit “E” zu finden. Somit widme mich deswegen ein wenig meiner eigenen Ernährung und durchleuchte das Ganze ein wenig. Ich lasse jetzt mal bewusst das Diskussions-Thema Fleischfresser und Veganer-Kauen beiseite, denn dazu reicht der Platz hier nicht aus – und ich sowieso durch mein Umfeld geprägt immer weniger und weniger Fleisch futtere (ich glaube in meinen Freundeskreis gibt es mittlerweile keine Frau mehr, die nicht Veganerin ist)…

Also thematisch reduziert gesehen: ich esse vermutlich generell relativ ausgewogen und einigermaßen gesund. Gemüse, Obst, Käse, Milch, Wurst, Brot, andere Backwaren, Suppen, Fruchtsäfte, Wasser, Kaffee, usw… von jedem etwas und je nach Woche und Monat sowie Verfassung in unterschiedlicher Häufung und Konzentration – im Großen und Ganzen aber vermutlich gut verteilt.

Somit wäre eigentlich alles fein, wenn… ja wenn nicht mein Schokoladen- oder sagen wir besser Zucker-Konsum da nicht reinpfuschen würde. Fast kein Tag ohne einer Tafel Schokolade, Schokobananen, Marzipanröllchen oder einer sonstigen blockartigen Zucker-Masse. Und man kann jetzt nicht unbedingt sagen, dass es einem auf Dauer gut tut. Schlechte Haut oder schlechte Zähne, Müdigkeit und andere Dinge, die sich mal da und dort bemerkbar machen – und eigentlich ein Signal wären auch die Finger mal zur Abwechslung davon zu lassen.

Das Jänner-Projekt: ich bin ja gerne experimentierfreudig und deshalb probieren wir es mal wieder. Einen Versuch gab es bereits vor zwei Jahren im alten Blog – hat allerdings tatsächlich nicht lange geklappt. Das Fleisch war stark, der Wille jedoch schwach. Also ein neuer Versuch und dabei ein wenig mehr auf das geneigte Alter und die stärker gewordenen, gealterte Vernunft des Körpers hoffen. Nachdem man aber natürlich nicht einfach von heute auf morgen sagt “Aus” – vor allem nach soviel Jahren Gewohnheit – suche ich mir für den Anfang mal ein Alternativ-Produkt in Form von Knabberzeugs – besser gesagt Trockenfrüchten und anderen dezente Kleinigkeiten. Das letztes Wochenende ohne Schokolade hat beispielsweise nur deswegen funktioniert, weil ich zufällig ein Säckchen Bio-Chips zuhause hatten (so Naturzeugs-Chips mit Kernöl)… die waren dafür innerhalb weniger Minuten weg – also spielt auch die “Handlung” eine gewisse Rolle… und diesen Trott werde ich damit anfänglich abfangen.

Bin gespannt, ich länger als 2-4 Tage durchhalte und falls ja, wielange danach… und ob ich positive, körperliche Effekte auch bemerke. Schließlich müsste mein Schokokonsum der letzten Jahre glatt für die nächsten hundertsechzig Jahre ausreichen… Schauen wir mal – werde täglich hier mein “Weg mit Schoko”-Logbuch führen. Jetzt muss ich aber erstmal Knabberzeugs kaufe! :)


Autor: Emanuel Sprosec

Hier schreibt Emanuel-S aus Wien. Schoko-, Katzen- und Naturliebhaber, Mode-, Fotografie- sowie Linux-Freak und Blogger seit 10 Jahren. Wer noch mehr wissen will, findet in meinem Portfolio weitere Infos und ein paar meiner Arbeiten.


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