Heute Nachmittag waren Erbsen-Tofugotchi und ich ein wenig in der Stadt unterwegs und sind in einem kleinen Cafe in der Stadt hängen geblieben. Abgesehen von dem Cafe, den ich eigentlich doch nicht mehr vertrage, drehte sich das Thema um Zeichnungen für eine Druckausgabe. Da wurden – schwupps – aus der Tasche mal eben Stifte gezogen und eifrig gezeichnet, gerubbelt, gemalt und gewischt. Aus Grau wurde Gelb und aus einer leeren Fläche ein Firmament. Ganz so glücklich wirkte Erbsen-Tofugotchi über das Ergebnis nicht, aber es dürften sich vermutlich dafür neue Wege im Konzept ergeben haben.
Danach ging es wieder in die Kälte hinaus und einige Straßenzüge weiter zu einem Model-Casting, wo ich der stille Zuschauer sein durfte. Hat gut getan nach längerer Zeit wieder bei sowas zu sein, auch wenn sowas in der Realität völlig unspektakulär ist – sie laufen schließlich alle immer gleich ab. Eine Handvoll hübscher Mädchen, teils aus dem Osten Europas, sitzt leicht nervös oder haarbürstend mit ihren Mappen, langen Beinen und langen Haaren da und gehen eine nach der anderen in “den Raum”. Einige wenige Minuten später – nach einem kurzen Gespräch und optischer Begutachtung seitens der Creative Directors – ist das Ganze schon wieder vorbei. Insoferne nichts besonderes… und für einen Beobachter nichts “verwertbares”, aber es inspiriert mich wieder mal ein wenig, auch selber endlich wieder aktiver zu werden.
Also gleich Stative und Co. ausgepackt und vorhin einige Licht-Tests gemacht – die ich auch machten sollte schön langsam, denn eigentlich sollte ich ja demnächst recht bald jemanden vor der Kamera fotografieren. Und das rückt auch immer näher. Abgesehen davon, dass allerdings gleich einer der alten Tageslichtlampen sich nach wenigen Minuten verabschiedet hat, hat sich leider ebenfalls wieder gezeigt…. es ist einfach zu wenig Licht für digitale Aufnahmen. Mein kleiner Blitz hat nicht genug Leistung und die kleinen Lampen haben fast eher einen zu kleinen, beinahe negativen Effekt. Da gehört mehr Licht her… viel mehr!
Anno dazumal vor ein paar Jahren hatte ich ja einige Baustellenscheinwerfer, die als Ergänzung zur Raumaufhellung in dem kleinen Zimmer (Decke, Seitenwände) durchaus ihre Leistung erbrachten, auch wenn sie farblich eine Katastrophe sind. Aber billigst und mit dem Computer lässt sich dann einiges korrigieren – also eine realistische Alternative zu den teuren Profisets. Mal schauen, ob ich mir die vom Umfeld ausborgen werde.
Der heutige Tag hat auf jeden Fall folgendes gebracht: man muss an seinen Träumen festhalten, man muss seinen Weg stetig weitergehen und man muss es einfach versuchen. Probieren geht über studieren. Speziell mit knappen 30… auf was warten? Früher – als sich in meinem Umfeld mehr in diese Richtung abgespielt hat – war ich wesentlich kreativer und aktiver… und das hat in den letzten 2-3 Jahren stark gelitten.



