Mhhh, heute war es soweit. Zelda-Wetter! Für jemanden der nicht eingeweiht ist in diese Formulierung – in meiner Jugend sind der gute alte Mike und ich dem – aus heutiger Sicht uraltem – Super Nintendo Computerspiel “Zelda” verfallen. Stundenlang sind wir im Frühling und in den Sommerferien zuhause bei mir damals im Kinderzimmer gesessen und haben uns durch die damals enorm spannende und abenteuerliche 2D-Welt und ihre Aufgaben, Rätsel und Bösewichte gekämpft. Warum das aber so einprägsam geworden ist für so ein Wetter wie heute, liegt daran, weil es auch damals fast immer ein Nachmittag war und es dabei zufälligerweise auch immer wieder ein ähnlich warm-feuchtes Wetter wie heute gab. Eine Mischung zwischen Regen, Wolken, warmer Luft, einer Sonne, die gold-gelb durch die Wolkendecke strahlt und dieser Geruch von feuchter, nass-modriger Erde. Soll heißen, wir sind vor dem alten TV-Gerät und der Konsole gesessen, daneben das Fenster weit offen, mit einem weitem Blick über den Stadtrand von Wien, während draußen der Sommerregen niederging und warme Luft herein wehte.
Schon damals war das aus irgendeinem unerklärlichen Grund eine ganz besondere, intensive Zeit… und diese Erinnerung kehrt bis heute bei so einem – in dieser Jahreszeit etwas ungewöhnlichen – Wetter zurück. Und beruhigend und zugleich fein ist es, wenn man dem Mike ein kurzes SMS schickt mit “Zelda-Wetter!” und er kurze Zeit später zurück schreibt “Ja, voll!”. Es war einfach eine gute und entspannte Zeit damals in unserer Jugend an diesen Nachmittagen – dieses Gefühl hätte ich gerne wieder als neuen Lebensabschnitt…
Dann musste ich vorhin zu einem Termin und beim Rückweg wollte ich eigentlich nur ganz kurz, bevor ich heimkehrte, einkaufen gehen… stattdessen bin ich wo ganz wo anders gelandet… denn das Wetter hat mich sozusagen verführt und einfach mit kleinen Sonnenstrahlen immer weiter fort gelockt… Stück für Stück. Somit bin ich jetzt fast zwei Stunden später zurück als eigentlich geplant.
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Ich liebe übrigens alte Bretterwände und alte Strommasten. Also die, die noch mit Teer bestrichen sind – und sobald dann ein wenig wärmende Sonne auf das feuchte Holz strahlt, dieser ganz eigene Geruch entsteht… ich verknüpfe das fast immer ganz automatisch mit Spät-Frühling. Ebenso wie der Geruch von feuchter Wiese und Erde… mmhh… es gibt eigentlich nichts erfrischerendes!
Also – es gibt nichts besseres als ein Zelda-Wetter. Es ist wunderschön! Hab ich schon erwähnt, dass ich seit in der Früh heute ein schwarzes T-Shirt trage… mit dem Zelda-Wappen drauf? Zufall?



