Aufbruchsstimmung

Die Sonne, die gerade das Zimmer durchflutet, bringt gleich wieder positiven Vibe ins Leben. Gestern noch gedanklich und stimmungsmäßig vor einer unüberwindbaren Wand, merkt man wie die frische, kühle und sonnendurchtränkte Luft den Geist wieder ein wenig auf Vordermann bringt und der Kreativität gleich einen neuen Schub verpasst. Es wäre so schön, wenn jetzt dann bald der Frühling kommen würde… und sich vieles auflöst und neu setzt. Zum Beispiel ein anderes, neues, regelmäßiges Einkommen – es muss nur reichen, um die Lebenskosten knapp zu decken, mehr verlange ich gar nicht. Dann wäre so gesehen eigentlich vieles wieder im Lot und man könnte den kommenden Frühling und Sommer für tolle und spannende Projekte nützen…

Nachdem ich gerade an Planungsunterlagen für ein Projekt und dergleichen schreibe, habe ich so nebenbei einige alte Ordner im Backup-Archiv durchsucht und bin per Zufall wieder über zwei meiner alten Portfolios (Webseiten von 2005-2007) gestoßen – hell, freundlich, klar und gut strukturiert. Wenn ich mir jetzt anschauen, was momentan so alles online ist, dann ist das ein ganz schöner Abstieg heutzutage… Nachdem ich sowieso kein Verlangen mehr habe, mich online groß als “Designer” oder irgendsowas zu präsentieren, kommt in mir wieder verstärkt der Wunsch auf, einfach wieder ein nettes, kleines Portfolio online zu haben – wo alle Projekte, Illustrationen, Fotos und auch dieses Journal an EINEM Fleck sitzt… nicht verteilt auf dutzende Seiten wie zur Zeit. So ein kleiner Wohnwagen in der weiten, sonnigen Landschaft. Aber zugleich auch extrem einfach, schlicht und wartungsarm – also keine großen, komplexen Systeme wie WordPress und Co. dahinter, sondern viel rudimentärer…

Schwierig ist nur die Blockade im Kopf – diesen inneren Schweinehund – zu überwinden und es einfach zu tun. Allerdings weiß ich leider noch immer nicht genau, was ich will. Will ich ganz zurück zu meiner ersten Webseite, die man hier oben sieht… oder zu einer ganz schlichten, vielleicht faden, dafür extrem userfreundlichen, rudimentären Seite, die schnell ist, unkompliziert und sich auf den Inhalt konzentriert?

Oder wieder zu der Single-Seiten-Variante? Die allerdings aus heutiger Sicht etwas düster auf mich wirkt… aber am längsten Bestand hatte und auch viele Türen öffnete im Berufsleben.

Mh, ich will auf jeden Fall mein Haupt-Portfolio neu überarbeiten, es soll klar, frisch und übersichtlich sein – aber lieber leer und unscheinbar, als irgendein überfrachtetes Design-Blog-Alle-Features-Slide-Animations-Ding, dass aus mehr Funktionen und Blöcken besteht, als aus Inhalt. Sozusagen ein neues Zuhause… gemütlich und einfach, aber mit viel Luft um Sonne und Freigeist Raum zu bieten. Man sieht – ich habe gerade ein Luxusproblem… auch wenn es natürlich noch eine ganze Liste an anderen, dringerenden Aufgaben gibt. Aber hin und wieder muss man auch mal umschalten können – speziell wenn man einen Hauch Grippe in sich trägt und draußen die Sonne scheint. Ich werde heute auf jeden Fall heute noch einen Entschluss fassen und ihn dann einfach schnell und zügig in wenigen Stunden umsetzen – und basta. Damit auch diese Aufgabe am besten diese Woche noch erledigt ist und ich vielleicht eine weitere, andere Seite einstampfen und zusammenfassen kann. Eine einziges Gänseblümchen im Sonnenschein ist auch schöner als 3 Tonnen zertretenes, altes, graues und überall verteiltes Heu…


Autor: Emanuel Sprosec

Hier schreibt Emanuel-S aus Wien. Schoko-, Katzen- und Naturliebhaber, Mode-, Fotografie- sowie Linux-Freak und Blogger seit 10 Jahren. Wer noch mehr wissen will, findet in meinem Portfolio weitere Infos und ein paar meiner Arbeiten.


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