Dinge, die man einmal im Leben machen sollte.

Ein bereits sehr altes Posting aus dem Blog-Archiv, aber irgendwie passt das zu dem 30. Geburtstag und diversen Lebensphilosophien des heutigen Tages. Also – diesen Eintrag habe ich halbernst vor ~2 Jahren geschrieben:

Jeder kennt das. Da ist man jung, fröhlich, voller Energie und zielstrebig. Frisch auf dieser Erde angekommen. Man glaubt im zarten Kindheitsalter, dass einem alle Türen und Tore dieser Erde offen stehen, man der große Star wird, berühmt und von allen anerkannt sowie geliebt wird. Auch noch als Jugendlicher hält man an dieser Illusion fest. 28 Jahre später sitzt man ernüchtert in einer Altbau-Wohnung in Wien, hat so irgendwie sich eine Karriere als Webdesigner-Redakteur-Fotograf-Assistent-Grafiker zurecht geschustert und aufgebaut und kämpft sich von einem Tag zum nächsten und jeder Tag bringt einem weiter weg von den ursprünglichen Zielen. Zeit für ein Resümee bzw. mal nachzudenken, was alles schon getan wurde und was noch offen ist.

Folgend erstmal eine unsortierte Liste an Dingen, die ich bereits getan habe und sogar immer auch mal wollte:
Einen Baum pflanzen, Einen Baum umarmen, Eine Freundin haben, Einen Berg besteigen, Eine Vogelspinne halten, Zwei Tage komplett durchmachen, Zur Biennale nach Venedig fahren, Im Meer schwimmen, Unter Sternen schlafen, Einen Meteoriten sehen, Schreiend am Wohnzimmer-Boden liegen, Einen Kaktus mit der Hand fest umgreifen, Katzen haben, Hamster haben, Vögel haben, Eine Ameisenzucht, Eine Fruchtfliegenzucht, Mit Linux arbeiten und Windows in den Arsch treten, Gschrappn Kinder sozial betreuen, bei einem internationalen Hilfsprojekt arbeiten, ein internationales Kunstprojekt realisieren, eine Manga-Figur am Tisch stehen haben, einen Kurzfilm drehen, eigene Wohnung, Halb-Schwester haben, Beziehung mit einer Frau, die bereits ein Kind hat, Verliebt sein, Backstage bei einer Fashion-Show Fotos machen, Models fotografieren, Fashion-Shows besuchen, mit einem Elite-Model-Look-Fahrzeug mitfahren, 8 Eiswürfel schlucken, eine kleine Bombe bauen, ein Spielzeug-Auto in Säure auflösen, Modell-Hubschrauber fliegen, mit Pferden reiten, durch die Wüste fahren, urviel Computerzeugs haben, bei Film-Drehs mitarbeiten, bei Ausstellungen mitarbeiten, BMX fahren, Stop-Motion-Film drehen, 3D-Animationsfilm machen, ein Haus entwerfen, eine Herzoperation überleben, Verletzten nach einem Unfall helfen, bei einer Demo dabei sein, Nacktfotos von sich selber machen, ein ‘Suicide-Girl’ fotografieren, einen Tag lang nur im Bett liegen zum Spass, im Regen ein langhaariges, junges Mädchen küssen, 20 Stunden in einem Stück Computerspielen, 3 Tage lang nichts essen, ein lustiges Muster in die Schamhaare schneiden, sich schminken wie eine Frau und HighHeels tragen, Grashalme einfach auf der Wiese essen, eine eigene Homepage haben und selber machen, einen langen Liebesbrief an ein Mädchen schreiben, sauteure Fashion-Fotostrecken bewerten, aussuchen und publizieren, Art-Director werden, Fliegen und einen Regenwurm essen, einen Labello komplett aufessen, einen Vogel retten, Häuser entwerfen.

Dinge, die ich noch nicht getan habe, aber noch unbedingt möchte bzw. an denen ich arbeite:
Ein großes Sofa aus Trinkpackungen bauen, einen schönen, verträumten Porno-Film drehen, Fashion-Fotograf werden, nackt durch den Wald laufen, Sex auf dem Flach-Dach von einem Haus haben, ein Hochgeschwindigkeits-Modell-Boot bauen, ein Segelflug-Modell steuern, SW-Fotos alias Sally Mann machen, ein wildfremdes Mädchen einfach so auf der Straße anquatschen und dann in einer Fotokabine oder so verführen, von einem wildfremden Mädchen einfach so verführt werden, einen Raum komplett bis zur Decke mit bunten Luftballons füllen und dann mit Nadeln in der Hand hineinspringen, den Boden einer Wohnung komplett mit Figuren mit einem Lackstift bemalen, eine Reisetour mit dem Auto über 100 Tage durch ganz Europa, bei einem BMW-Werbespot-Dreh dabei sein, einen französischen Akzent einen ganzen Tag lang machen, Self-Made-Kino mit Beamer irgendwo im Freien mit Freunden, eine eigene Agentur gründen, in einem eigenen Mini-Container-Haus leben, ein großes Tatoo am Körper machen lassen, mit einer Kalaschnikow wild herumfeuern und ein Auto in die Luft jagen, eine Bank überfallen, einen eigenen Roboter bauen, Modedesigner werden, jemand anderen mit einem Lackstift heimlich bemalen, einen Farbkübel alias Mister Bean in einem Zimmer hochjagen, auf dem Dach stehend auf einem Auto mitfahren, nie mehr schwitzen.

Dinge, die in diesem Leben eher schwer klappen werden, ich aber trotzdem machen wollte ursprünglich:
Erwachsen werden, von Wölfen aufgezogen werden, Gewicht zunehmen, reine Haut haben, Busfahrer in Südamerika werden, Profi-Fahrer für gefährdeten Regierungschef werden, MakeUp-Artist werden, einen neuen Geschwindigkeitsrekord zu Land aufstellen, eine Sekte gründen, ein Hochhaus aus Lego bauen, Taucher werden, eine Boing 747 heldenhaft landen und alle retten, Fallschirmspringen, Mitglied einer Spezial-Kampf-Einheit werden, international gesuchter Cracker von Computer-Systemen, TV-Moderator für Kindermalsendungen, einen Wirtschaftsskandal aufdecken, coolen Banküberfall machen, Mitglied der russischen Mafia werden, 3 Jahre lang als Autoschieber arbeiten, Scharfschütze werden, Kriegsfotograf werden, Ameisenforscher werden, in Afghanistan untertauchen, eine Bewegung alias der FARC aufbauen, ein Mädchen vor TV-Kameras mit einem Hubschrauber retten, mit dem Motorrad durch eine Feuerwand fahren, sich mit einem Auto gezielt überschlagen, Tierfilmer werden, Kampfjet-Pilot werden, Segelfliegen, Hanf anbauen zum Spass, eine Auto-Verfolgungsjagd und SChießerei quer durch Nizza, einen Nationalpark gründen und dort leben und arbeiten, mit Delfinen schwimmen, den Mars mit einem eigenen, selbstgebauten Roboter besuchen, einen eigenen Satelliten bauen, Heiraten und Kinder bekommen, einen Adler aufziehen und mit ihm rumfliegen, jeder meiner Freundinnen einmal küssen, einen LKW kapern, jeden Tag glücklich sein.

So. Nicht ganz vollständig, aber so im Groben ist es das. Wer mir bei der Umsetzung einer dieser noch fehlenden Dinge helfen kann, just let me know!


Autor: Emanuel Sprosec

Hier schreibt Emanuel-S aus Wien. Schoko-, Katzen- und Naturliebhaber, Mode-, Fotografie- sowie Linux-Freak und Blogger seit 10 Jahren. Wer noch mehr wissen will, findet in meinem Portfolio weitere Infos und ein paar meiner Arbeiten.


ÄHNLICHE ARTIKEL

An sich glauben & Glücklich sein
Silvester
Leben, Freude und unbestimmte Definition
Wabi-Sabi Leben
Zukunftsgeschwafel
Frei und unabhängig sein



DEINE MEINUNG