Es kann unglaublich inspirierend sein, die Blogs anderer zu lesen. Speziell von Grafikern, Designern und Co. Und zugleich unglaublich frustrierend. Weil es schon jeden verdammten Fuck mindestens dreimal gibt. Jede Idee, die in einem aufkeimt, entdeckt man bei den Streifzügen durch das Netz – meistens sogar noch besser umgesetzt, als man es je vor hatte. Das ist die ersten hundert Male leicht zu verdauen, aber nach so vielen Jahren und vielen hunderten Ansätzen, kann man schon mal sehr ernüchtert da stehen. Wiedermal. Natürlich… alles hat es schon gegeben, alles gibt es – und es ist kein Grund, nicht an seinen Projekten zu arbeiten. Erfolg kann man dennoch haben – auch wenn es nur ein Klon des Klons des Klons ist. Aber dennoch ist es dann oft schwer, Durchhaltevermögen zu haben… oder das große Ziel, dass einem antreibt.
Mit sehr knappen 30 Jahren habe ich nicht das Gefühl, wirklich das erreicht zu haben, das/was ich eigentlich wollte. Dabei kann ich nicht mal genau sagen, was das sein könnte. Aber es fühlt sich so an. Ja, klar – ich kann Webseiten machen, ich kann Illustrationen erstellen, 3D-Animationen, Filme erstellen und schneiden, Sounds erstellen, Architektur-Entwürfe und Konzepte für Projekte. Ich kann – wenn ich will – kreativ sein, konsequent und so weiter… und ich habe einen Freundeskreis und Kontaktkreis, der ebenfalls kreativ ist. Ich lebe darin. Ich lebe auch in einer Stadt, die immer mehr und mehr – wenn auch etwas konservativ – kreativer und mutiger wird.
Und dennoch kann ich gerade jetzt vor dem nächsten Lebensabschnitt nur schwer sagen, welche der vielen Richtungen es sich einzuschlagen lohnt. Alles ist nichts. Nichts ist nicht Alles. Weniger ist mehr. Mehr ist weniger. Zumindest stimmt der letzte Punkt.
Und ich will den Punkt im Satz des Lebens finden. Der Punkt, der den nächsten Satz ermöglicht. Aber sie schauen alle gleich aus… die Punkte. Damn it.



