Unabhängig vom Titel – treue Blogleser-Seelen wissen ja, dass sich meine Wohnung der Aufgabe verschrieben hat, mich auszutrocknen und zu mumifizieren. Sie saugt jede Feuchtigkeit aus den Poren und wenn man sich nicht in der gefüllten Badewanne in der Nacht einlegt, genügt ein leichter Stubser der Katzen in der Früh, um schlagartig zu Staub zu verfallen.
Da trifft es sich damit gut, dass es heute Nacht geregnet hat. Heißt zwar, dass ich mich gerade dennoch gerädert und fertig fühle (war die Nacht zu kurz oder zu emotional?), aber immerhin fühle ich mich jetzt wie ein – zumindest sehr kleines – Löschpapier mit ein paar Tropfen Wasser. Immerhin, ich zerbrösel heute nicht kiloweise. Ich bräuchte das irgendwie jede Nacht… geht das? Nachtregen – mit so glitzernden Wassertropfen im Sternenlicht. Mh, klingt nett.
Nicht nur das Wetter bricht gerade von Sonnenschein, blauen Himmel und frühlingshafter Wärme auf Regen und grauem Wien-Wetter um, sondern auch im direkten Umfeld verändern sich gerade einige Dinge.
Anscheinend kommen wir alle in ein Alter, wo man einen anderen Drive hat und jeder seinen eigenen “Flow” bzw. Weg auf eine andere Art und Weise bestreitet – auch mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten und vor allem *unterschiedlichen* Zielen – und die sind nicht immer unbedingt kompatibel mit den Bedürfnissen, Anforderungen, Wünschen oder einer Gruppierung. Und dann heißt es Entscheidungen zu treffen, sich neu auszurichten, Grundlegendes zu verändern, neue Wege zu wagen oder den einen oder anderen auch einfach zu beenden. Zu beenden um nicht stehen zu bleiben. Kryptisch und nicht näher ausführbar sage ich, dass ich mich heute Nacht für den letzten Punkt – das Beenden – entschieden habe. Keine leichte Entscheidung, aber eine Wichtige und auch schon längst überfällig. Was das jetzt genau bedeutet, ist nur für mich relevant und bedarf keiner weiteren Ausführung hier.
Aber ich werde hier bewusst ein größeres Kapitel im Leben abschließen und mich damit demnächst neuen und unabhängigen Wegen widmen. Soviel dazu. Keine Angst – der Blog ist nicht gemeint, schließlich hat der eine wichtige Funktion für mich.
Ich kann mich übrigens erinnern, dass ich früher oft einfach so in den Regen raus gegangen bin. Sogar stundenlang… ihn einfach genossen habe… das werde ich heute wieder tun. Den Kopf gedanklich reinigen. Eine Spur wärmer wäre aber trotzdem nett. Frühling, bist Du eh noch auf dem Weg?



