Habe ich schon mal erwähnt, dass mir “Glockenhosen” extrem gut gefallen? Ja, natürlich habe ich das – bereits in einem Posting vor etlichen Jahren oder so. Egal… ich bin vorher per Zufall auf ein paar Fotos einer alten Vogue gestoßen, also diese ganz alten, sehr klassischen Bilder, die diesen französischen Chic-Style verkörpern. Darunter ein fast typisches Foto vor einem der Straßencafés in Paris, davor ein Model mit der Mischung einer Kate Moss, Brigitte Bardot und einem Twiggy-Blick, einer dünnen französischen Zigarettenmarke zwischen den Finger, der ausgehauchte Rauch, die tiefschwarzen, groß-flächigen Bambi-Smokey Eyes, lange, füllige Haare, garniert mit einem (hoffentlich unechten) Pelzkragen und dem klassischen weißen Hemd mit einer dünnen, braunen taillierten Lederjacke in braun – und eben einer Glockenhose, die anscheinend aus einem Jeansstoff besteht. Das Ganze auch noch – um es noch perfekter zu machen – mit dem guten alten Color Kodak-Film-Granulat-Style, einem leicht braun-gelb Farb-Touch und geringer Tiefenschärfe, so dass das Straßenleben im Hintergrund ins Weiche läuft. Leider ist das Bild allerdings ziemlich klein und im Netz finde ich es nicht (wie auch…) Halt eines dieser Bilder aus den 70ern-80ern, kann man sich ja eh vorstellen… ich besitze davon übrigens unglaublich viele. (sic!)
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Aber ich schnappe mir mal ein paar Bilder gegenwärtiger Glockenhose der heutigen Zeit zum besseren Verständnis. Ich mag das. Vorausgesetzt natürlich die Trägerin hat von Natur aus die passenden Beine dazu, schauen Hosen mit einer ausgestellten Form einfach gut aus, betonen die Figur und Länge dabei und machen das Ganze einfach irgendwie “Chic!”. Die trendigen Karotten-Hosen mit dem London-Indie-Band-Peter-Doherty-Lifestyle-Touch schauen nämlich leider nur bei ganz wenigen gut aus, die Glockenhosen kaschieren da immerhin eine kleine Spur mehr.
Finde ich übrigens auch bei Männern so… leider habe ich auch da gerade kein passendes Bild dabei. Aber als Visualisierung – wer die TV-Klassiker wie Straßen von San Francisco, Shaft, Kojak und Co. kennt, der weiß welchen Style ich meine. Diesen Anzug, mit dem weißen Hemd, tailliertem schwarzen Leder- oder braunen bzw. grauen Stoff-Jacket, schwarzen, schmalen Gürtel und schmaler, dünner Krawatte, unten dran noch die Klassiker-Schuhe aus braunen oder schwarzem Leder und eben eine ausgestellte Hose mit der Bügelfalte der Länge nach in Schwarz, Grau oder Harlem-Brooklyn-Braun.
Natürlich müsste man das Bild vervollständigen und dahinter noch einen klassischen, tief-liegenden Straßenkreuzer in mattem Schwarz stellen… aber das habe ich eh schon alles früher mal gepostet. Ok, ich drifte ab. Wo war ich? Aja, genau bei den Hosen. Nun ja, eigentlich gibt es da eh nicht viel zu sagen, wollte das nur mal schriftlich festhalten wieder (Wozu? Keine Ahnung.) und mich auch beschweren, dass es davon viel zu wenige auf unseren Straßen gibt. Immerhin sind gerade geschnittene Jeans noch immer häufiger als die Karotten-Röhren… wenigstens. Aber ich bin ja auch hängen geblieben stilistisch – vor ca. 40 Jahren. Nur blöd, dass ich aber “erst” 30 bin. Somit braucht man mich nicht ernst nehmen.



