Gerade zurück von einem Termin, habe ich mich kurzfristig dazu entschlossen, mich noch ein wenig am Heimweg in die Sonne zu setzen. Und wie es der Zufall so will, habe ich mir natürlich jetzt auch wieder angewöhnt, mein verstaubtes und erstaunlich treues Netbook jedesmal mitzuschleppen. Hallo Frühling!
Damit ist dies also der erste Blogeintrag des Jahres, der unter freiem, blauen Himmel und viel Sonnenschein entsteht. Wenige Meter von mir entfernt sprüht ein Springbrunnen munter Wasser in die Luft und Wind umstreicht meinen Rücken. Zum ersten Mal habe ich heute auch nur mehr ein dünnes Hemd und einen Sweater an. Es heißt also, die kostbaren Minuten des schönen Wetters so gut wie möglich zu genießen. Und wie schon in einem der vorherigen Beiträge erwähnt, hätte ich auch heute gerne wieder irgendein Gadget um sozusagen analog zu bloggen. Ich habe allerdings keine Ahnung, wie so etwas ausschauen könnte.
Einer der ersten Gedanken war, eine Art von Schreibmaschine, auf der man ganz gewöhnlich auf Papier schreibt, aber zusätzlich werden die Tastendrucke auch elektronisch gespeichert. Das wäre überhaupt fein… dann gäbe es jeden Eintrag sowohl auf Papier ganz traditionell (zum sammeln) und eine kleine Schnittstelle zum Upload der elektronischen Variante. Aber ganz ehrlich… wer von uns möchte so ein Trumm ernsthaft mit sich schleppen? Mal eben im Park seine Klassiker-Schreibmaschine auspacken und laut vor sich hin rattern? Naja… es hätte zwar sicherlich Stil, aber ich wirke eh schon so mehr als genug “nerdig”, man muss es ja nicht unbedingt auch noch unterstreichen.
Der zweite Ansatz (wenn auch nicht mehr analog) wäre so etwas ähnliches wie eine einzelne, normale Tastatur mit Batterie oder dergleichen, die aber statt der oberen Funktionstasten-Reihe ein kleines Display hat (vergleichbar mit einem Taschenrechner). Würde zwar noch immer vielleicht seltsam ausschauen, aber so ein Teil kann man sicherlich faltbar oder rollbar gestalten – und damit portabel.
Die dritte Idee wäre einfach sowas wie ein E-Book-Reader, an den man eine kleine, aber sinnvolle Tastatur hängen kann. Touchscreens sind zum schnellen Tippen nicht so ideal bzw. bin ich da auf jeden Fall langsamer. Aber das könnte ich mir noch vorstellen – der Akku wäre da dann auch nicht auf 2-3 Stunden beschränkt – benötigt also nicht dauernd einen Babysitter (anstecken, Ladekabel suchen, blabla). Allerdings sind die E-Book-Reader auf sowas nicht ausgelegt.
Mh, also vereinfacht gesagt, hätte ich gerne ein kleines “beinahe analoges” Ding (völlig falscher Begriff, ich weiß, aber klingt nett), am besten mit einer Batterie oder einer Solarzelle, das manE auch einfach rumliegen lassen kann, einem einfärbigen kleinen Display, ruhig auch ein simples Taschenrechner-LCD-Ding und einer praktikablen Tastatur, klein genug um es einzustecken und groß und stabil genug, um damit schnell tippen zu können. Dazu entweder eine USB-Schnittstelle oder WLAN integriert für den Upload der Textdateien. Das wäre fein. Netbooks sind mir immer zu groß und vor allem zu unhandlich und schwer, Smartphones sind ein wenig zu unpraktikabel zum vielen und zweihändigen, schnellen Tippen, E-Book-Reader zum Texte schreiben dürften noch nicht so “erprobt” sein und iPads und Co. mit den Touchscreens wären spannend, aber sind zu teuer und vermutlich auch zu empfindlich, um sie überall und jederzeit mitnehmen zu können. Das Ding muss auch mal Spritzwasser aushalten, heiße Sonneneinstrahlung, einen Absturz vom Tisch oder aus der Jacke und Druckempfindlich oder zerbrechlich darf es ebenso wenig sein. Im Idealfall kann man auch darauf sitzen – versehentlich.
Falls da mal jemand eine Idee hat, nur her damit. Tryphinas Hinweis auf eine *Pandora* ist spannend, aber das Gerät ist abgesehen vom teuren Preis, auch ein wenig zu limitiert bzw. wirkt zu Experimental.
Eigentlich so wie mein *Acer Aspire One Netbook* hier… nur ohne dem klappbaren Display und dem schweren Akku und dergleichen… sondern nur die Tastatur selber. Das wäre optimal. Noch “cooler” wäre natürlich echtes analoges Bloggen – ganz klassisch mit einem Stift und einem kleinen Notizbuch. Nur ist meine Schrift für ein Texterkennungsprogramm eine Katastrophe, der Aufwand steigt wieder, da es wieder über ein Eck geht (scannen) und elektronische Stifte, die die geschrieben Wörter speichern oder einscannen klappen nicht so wirklich. Tja… kann man nur hoffen, dass die Technik der kleinen flachen und mobilen Dinger sich immer weiter verbessert – und dass man an so kleine Textfile-Blogger wie mich denkt, die ja nur einfach ein paar Zeilen mal zwischendurch schnell tippen wollen. Snief.
Übrigens… ich wollte gerade eine herzhaften Schluck aus einem vorhin gekauften, kleinen Saft-Flascherl nehmen. Ich habe mich noch gewundert, warum dieses kleine 0,5 Liter Multivitamin-Fläschchen so seltsam schwer ist… jetzt weiß ich es. Hust. Es ist ein Sirup zu verdünnen. Seit wann wird sowas in 0,5 Liter Flaschen abgefüllt? Jetzt muss ich also bei Sonnenschein und unter blauen Himmel entweder verdursten oder an einem Sirup-Zuckerschock sterben. Ich habe die Wahl. Leicht hat man es im Leben wirklich nicht…
Hier schreibt Emanuel-S aus Wien. Schoko-, Katzen- und Naturliebhaber, Mode-, Fotografie- sowie Linux-Freak und Blogger seit 10 Jahren. Wer noch mehr wissen will, findet in meinem Portfolio weitere Infos und ein paar meiner Arbeiten.