Statisch – auch mental.

Nachdem heute ein klassischer Samstag war – also sprich zeitig aufstehen, zeitig einkaufen gehen um den Massen zu entgehen (oha, fast eine Wortwiederholung), dann kurze Zeit später bemerken, dass man wie immer die Hälfte vergessen hat, also wieder runter stolpern. Dann natürlich auch eine Runde in der frischen Luft drehen, dann wieder heim, weil es ja eh viel zu kalt ist wiedermal und alles so grau ist und eben typisch Wien – wie immer, manche Sachen ändern sich nie – dann zuhause ein wenig einmummeln, Knabberzeugs futtern und am Computer ein wenig arbeiten. Etliche Interviews schreiben, Backups herumschieben und den zugehörigen Balken stundenlang zuschauen, daneben den TV rennen lassen, dann geht es weiter – es ist schon Nachmittag plötzlich – man schaltet den Kopf ab, beginnt die Tastatur zur Seite zu legen und versucht auch den Tag ein wenig zu genießen.

Irgendwie ist aber plötzlich trotzdem wieder Abend, es ist draußen dunkel geworden, im TV spielte es den ganzen NM außer Cartoons nichts sinnvolles, jetzt immerhin ein wenig 3sat mit einem Max Raabe-Konzert, ein paar Teelichter am Tisch und einem ganz kleinen Gläschen Wein, die Katzen schlafen daneben und man merkt, dass man nicht nur den Tag irgendwie eine Nuance schleifen hat lassen… was aber trotzdem irgendwie ok ist. Wozu gibt es die Wochenenden denn sonst? Könnte man ja gleich darauf verzeichten sonst. Ansonsten gab es vorhin ein wenig nebenbei rumsurfen und sich technisch schlau machen, da ja zudem einige “Kunden-”-Webseiten betreut werden müssen und Ältere zudem auf neue Systeme geswitcht werden – teilweise nach fast 5 Jahren – man kann sich vorstellen, was das ein Aufwand ist, aber ich habe immerhin zwei CMS-Engines gefunden, die alles vereinfachen und auch genug “Benutzerfreundlich” sind – und damit dann auch viel Einschulungszeit, Fragen und Probleme einsparen. Was mich dabei übrigens freut ist, dass immer mehr Blogger und Webseitenbastler Wege und Lösungen suchen, ihre Contents statisch zu generieren – ohne den ganzen Datenbank-Firlefanz und tausenden Programm-Elementen. Es entsteht eine immer größere Bewegung des Minimalismus – sehr fein.

Ansonsten regt sich nun der Wunsch nach einer Runde Donkey Kong – das Minenlevel, wo man mit der Lore durch die Schächte düst, einem guten Abendessen, etwas Soul, Funk und Classic-90er-HipHop mit dem Kopfnicker-Effekt, vermischt mit eben Max Raabe, Ikea-Duftlampen und einem alten Marsriegel, den ich abermals gefunden habe und der die Stimmung versüßen wird. Irgendwann dann geht’s ins Bett mit Bio-Kernöl-Chips, klassischem Chanson und Hello-Kitty-Kopfkissen-Bezug.

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Irgendwie ist das gerade eine der unnötigsten Blogpostings, die ich hier je reingeklatscht habe. Aber macht ja nix. Liest eh keiner. Mhhhhh. Heute habe ich mich übrigens wiedermal gefreut, als ich über einen Blogger gestolpert bin (was liegt der auch im Weg rum), der treu seit fast 10 Jahren bloggt und vermutlich sein Layout nur einmal upgedatet hat in dieser Zeit. Beeindruckend – ich komme auf vermutlich auf 35 Layouts alleine in den letzten paar Jahren. Aber gut, das hat(te) ja mittlerweile ein Ende jetzt. Puh, Schwein gehabt, ich getrieben Seele. Merkbar aber auch – je weniger man sich dem visuellen bei einem Blog widmet, umso mehr bloggen die Leute auch “ernsthaftes”.

Ein warmer, beheizter Schwimmingpool mit Fackeln und Unterwasserlichtern, belegten Brötchen und Wein am Beckenrand, eleganter Musik die den Raum durchdringt und einfach nur treiben lassen mit dem Gesicht nach unten wie eine zwergandalusische Nacktschnecken-Schildkröte wäre auch fein irgendwie. Nur so nebenbei.

Hat übrigens irgendwer kapiert, dass auf dem Foto oben der Spongebob ebenfalls gerade sein Haustier pflegt? Garry, die Schnecke. Meine Ich-schlaf-mich-tot-Katze kratzt das aber gar nicht. Verdammt, ich verschlucke mich gerade an eingelegten Knoblauchzehen in Chili-Soße. Wollte auch eigentlich Brot dazu essen, aber ja, das ist halt so eine “Ich wollte halt”. Das sinnlose Posting zieht sich weiter. Ist da noch jemand dran? Tapfer. Sollte ich jemals wieder genug Geld haben und ich mir je wieder einen neuen Computer kaufen, dann defintiv einen mit passiver Kühlung, also ohne dem ganzen Lüftergeräusch und Co. Ich kann es nimma hören. Da schrummt eine entspannte Musik durch den Raum, die Katze schnurrt still vor sich hin und ich zerfließe vor lauter Hängen im Sessel und dann wird das Ganze untermalt von einem “BBBBBSSSSSSSSSSSSS”. Grausig. Wie wenn man hinterm Kühlschrank hausen würde. Ich hätte gerne ein kleines Blog-Teil – oh… ein iPad. Würg, das Apferl-Spielzeug, das vom Design den kleinen Kinder-Lern-Computern gleich kommt? Nein, danke, niemals. Aber vom Ideen-Ansatz her schon. Nein, noch besser – einfach eine Tastatur. Und aus. Es reicht ja für den Blog hier sogar ein Taschenrechner-Display theoretisch – halt nur um die ärgsten Rechtschreibfehler zu korrigieren, aber sonst geht es ja eh nur um’s tippen. Nachdenken oder Lesen tu ich ja eh nicht, wie man gerade merkt.

Ah, ich mache da mal einen Absatz, sonst sind’s immer so lange Absätze, die keiner liest oder schafft. Heutzutage muss man ja die Anforderungen gering halten. So. Morgen gibt’s wieder was sinnvolles, ich verspreche es! Übrigens ist das “Mobile Theme” für die mobile (oha!) Surfer (ihr Sunnyboys und Girls mit den Brettern) nochmal vereinfacht worden. Jaja. Wisst ihr, was ich gerne hätte? So eine alte klassische Schreibmaschine… nur statt dem Papier halt mit elektronischer Ausgabe bzw. speichern in eine Textdatei. Aus. Gute Nacht virtuelles Netz. Kopfchaos-Wirrwarr. Katzen mögen keine Knoblauchzehen. Katzen würden Marsriegel kaufen. Werbung Ende.


Autor: Emanuel Sprosec

Hier schreibt Emanuel-S aus Wien. Schoko-, Katzen- und Naturliebhaber, Mode-, Fotografie- sowie Linux-Freak und Blogger seit 10 Jahren. Wer noch mehr wissen will, findet in meinem Portfolio weitere Infos und ein paar meiner Arbeiten.


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