Getrieben von seinem Ich.

Das ist ein alter Beitrag aus 2011 – aber irgendwie passt er gerade so gut, dass ich ihn hier nochmal nach vorne schieben möchte, denn sonst müsste ich eigentlich das Gleiche nochmal schreiben…

Manchmal hasse ich es. Diese geistige Abhängigkeit von Fotografie. Fashion. Models. Grafik. Illustrationen. Design. Blogs. Lifestyle. All diese Dinge, die sich bereits seit meiner Kindheit in meinem Kopf manifestiert haben, die mich unaufhörlich antreiben, in diesem Pool ständig einzutauchen. Immer wieder. Es gibt Tage, da möchte ich Facebook, Twitter, die hunderten Blogs, die sich mittlerweile im RSS-Reader angesammelt haben, die vermutlich weit über tausend eleganten Fashion-Bilderchen aus Blogs und Co. auf den Festplatten… einfach löschen. Weg damit. Und nicht schon wieder stattdessen einen tollen, neuen Blog entdecken, der vor lauter Lifestyle beinahe platzt und wo man bei jedem Bild einfach nur “Mhhh” sagt.

Solche Blogs und Fotos wo man sich denkt “Verdammt, warum musste ich das jetzt entdecken?” Jetzt ist man wieder dem Trieb unterlegen, durchstöbert die Postings, die Links, speichert das und jenes Bild ab, weil sie alle großartig sind, unikat – und landen dabei eh nur in einem Ordner bei den anderen tausenden Bildern. Und wieder ein Blog mehr im RSS-Reader. Es kommt dann auch dieser Schub an Inspiration wieder auf… ja, ich will auch solchen tollen Fotos machen, solche Illustrationen, das Projekt und das da und ja, wow – das ist auch toll, so was möchte ich auch machen. Und so weiter. Und dann sitzt man eben da, zeichnet, designt, entwirft, fotografiert, bastelt oder programmiert stundenlang – Stunden. Minuten. Nächte. Wochen. Monate. Jahre. Mehr als 10 Jahre bereits. Und macht es dann – zumindest glaubt man das – eben genauso wie die anderen – man macht diese “coolen” Dinge selber. Toll. Eh. So wie Millionen andere im selben Moment. Und man ist rastlos dadurch.

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Profil-Arbeit

Erster Arbeitstag, neue Lebens-Variablen und das herumfeilen und der mühselige Kampf um das eigene Profil – die Kurzfassung des heutigen Tages.

Heute war es also soweit und ich durfte nicht nur meine neue Arbeitsstelle kennenlernen, sondern auch mein neues Team. Nachdem ich außer einem ersten, sehr positiven Eindruck noch nicht allzuviel sagen kann, beschränke ich es mal auf: ein sehr nettes und offenes Team, es wirkt nach einer guten Umgangs-Atmosphäre. Der erste Einsatztag war (noch) im westlichen Gebiet von Wien, noch dazu in einer sehr schönen Landschaft und ich konnte auch gleich wieder einiges an Wissen und neuen Erkenntnissen sammeln. Mal schauen, was ich in ein-zwei Wochen so mal etwas genauer berichten kann… noch ist ja alles ungewohnt, neu und unbekannt.

Ansonsten arbeite ich seit etlichen Tagen und vor allem Nächten daran, meinen Namen in diversen Suchmaschinen zu “minimieren” bzw. auch zu schärfen und besser zu kontrollieren. Ich habe mich in den letzten Tagen wieder weiter bei insgesamt fast 15 Services abgemeldet, etliche Accounts deaktiviert und auch Kontaktinformationen da und dort eingeschränkt. Zudem auch einen inhaltlichen “Honeypot” eingerichtet, um Lecks und Mißbrauch meines Profiles und/oder meines Namens genauer nachvollziehen und verfolgen zu können. Wie schon letztens geschrieben habe ich auch heute wieder etliche Antworten diverser Anbieter bekommen – und fast alle positiv, sprich man hat (manchmal “kulanterweise”) meine Profile und Daten deaktiviert.

Jetzt wird es vermutlich an die 14 Tage oder so dauern, bis ich die ersten Auswirkungen überprüfen kann. Aber leicht ist das alles nicht – teilweise ist da wirklich ganz schön Recherche-Arbeit notwendig und leider auch manchmal sehr forsch sein. Vor allem die Personen-Suchmaschinen sehen sich abseits der rechtlichen Grundlage oder basieren auf deren Schlupfwegen, vergessen aber, dass negative PR sich schleichend manifestiert (und wird). Aber mal schauen – bin auf 2~3 Rückantworten solcher Seiten gespannt…

Socken-Erfolg

Weil heute schon das Thema Reisen und Co. dran war… das folgende Video stammt auch aus Urzeiten und ist immer wieder eine feine Erinnerung!

Gedreht hat es der gute Mike vor ein paar Jahren in der guten Stube und der zweifache Darsteller des Videos ist Socki. Der kleine Loser ist damals auf unserer Interrail-Tour irgendwo in der Schweiz (Mike?) in einer Jugendherberge mit etwas Zwirn und Faden entstanden und hat uns dann quer – gemeinsam mit der Musik von Heinz – durch Frankreich, Italien und Co. treu begleitet und für viel Lachen und Freude – nicht nur bei uns – gesorgt. Die gute alte und lockere Zeit als Loser damals…! Es lebe BTL-Socki!!! (Born to lose)

Fortgehen

Mh. Wiedermal scheint es soweit zu sein und jemand aus dem Freundeskreis verlässt in einiger Zukunft vermutlich die Stadt. Irgendwie scheine ich ein Händchen dafür zu haben und prinzipiell immer Menschen kennen zu lernen, die einige Zeit darauf dann in neue Gefilde abwandern.

Warum dem so ist weiß ich nicht… aber es ist fast ein Standard geworden. Es gibt kaum noch Freunde in meinem Umkreis, die nicht fortgegegangen sind oder demnächst werden. Das wirft natürlich immer wieder die Frage auch nach dem “Was ist mit mir?” auf. Eine gute Frage, die unglaublich komplex, aber zugleich auch völlig banal ist. Fakt ist auf jeden Fall, dass man für so einen Schritt einiges an Mut aufbringen muss. Und auch Verstand und Vernunft mitbringen sollte. Wie wir wissen, habe ich da nicht all zu viel davon. Ich sage nur Insiderschmäh 10 MB Kopfspeicher und 256 Lebens-RAM.

Abschreckende Beispiele sind ja diverse deutsche TV-Reports, wo Menschen bei der Abwanderung begleitet werden und bei ihren neuen Schritten im fremden, fernen Land begleitet werden… aber oft entweder nur ein einziges Mal in ihrem Leben mal eben ganz kurz dort waren oder nicht mal die Sprache ansatzweise beherrschen, keine Ahnung der Gepflogenheiten oder der Behördenwege habe und nicht mal Kenntnisse über die Wohn- oder Lebenssituation. Solche Menschen sind nicht wagemutig, sondern – sorry – einfach nur dumm. Wer aber sich ein wenig damit auseinandersetzt und dann einen A- aber auch alternativen B-Plan hat – und auch wenn er zu meinem Freundeskreis gehört und ich diesen Menschen dann dadurch “verliere” – dann hat derjenige definitiv meinen Segen. Und das nicht nur deswegen, weil ich mich ein wenig darin selber entdecke… sondern auch, weil ich der Meinung bin, dass wir heute in einer Zeit leben, die es uns ermöglicht.

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Spuren im Sand

Oder so ähnlich… ich habe unlängst mal wieder mich selber gesucht und glücklicherweise gefunden – ein regelmäßiger Vorgang, den ich einmal alle zwei-drei Monate durchführe. Als Blogger, der seine Gefühlswelt offen grillt und zubereitet, sollte man ja da doch immer ein wenig sein Auge darauf haben.

Und nicht weiter überraschend, habe ich natürlich da und dort zum Teil wieder auch die Profile aus dem Jahre 2003 und früher entdeckt, sowie etliche Portfolios auf irgendwelchen Plattformen von anno dazumal. Was mich mittlerweile nun stört, bin gerade dabei, mein Leben wieder aufzuräumen – und natürlich habe ich keinen Plan mehr von den Zugangsdaten, zweitens wüsste ich auch nicht, was ich dort noch machen sollte und einiges bringt mich auch in einen Kontext, in dem ich heute aber nicht mehr stehen will. Also habe ich vor ein paar Tagen begonnen, radikal die Suchergebnisse durchzugehen und die Profile gezielt zu deaktivieren bzw. mich aus den Suchergebnissen da und dort rauszubekommen.

Und ich muss offen sagen, dass ich einige Überraschungen erlebt hatte. Denn fast jeder kennt diverse “Spam-Seiten”, die einfach sich irgendwelche Daten aus dem Netz saugen und gesammelt dann online stellen. Dazu gehören die automatisierten Personen-Suchmaschinen, die eine absolute Pest darstellen und das Netz und die Sichergebnisse radikal verseuchen, aber auch Portale, die einfach Webseiten-Contents abgraben. Im Normalfall scheitert man beim Austragen – denn entweder es wird Geld verlangt und man bezieht sich auf dubiose Gesetzesgebungen oder es gibt einfach keinen Kontakt, geschweige denn Impressum oder halt keine Antwort und der Server liegt in Russland oder Spanien.

Ich habe es dennoch probiert und mich bei mehr als 10 dieser Seite abgemeldet – teilweise über mühsame Ecken den Kontakt gesucht und um ein Austragen gebeten. Erstaunlicherweise hat es bei 6 der Seiten auf Anhieb geklappt, sogar mit Rückantwort und meine Daten sowie Profile sind tatsächlich entfernt worden. Ganz ehrlich – damit hätte ich nicht gerechnet. Es bleibt zwar eine Frechheit, dass man überhaupt ungefragt meine Daten zentral zusammenführt auf fremden Seiten, die mit eingeblendeter Werbung Geld verdienen – also sprich mit meinen Contents und Inhalten… aber ich fühle mich ein wenig freundlicher gestimmt, wenn man auf meine Aufforderung auch tatsächlich reagiert.

Ich werde das in den nächsten Tagen mal fortsetzen und genau schauen, was wo und wie über mich so rumschwirrt und sozusagen mein Online-Profil schärfen und “kompaktieren”. Nur die allseits bekannten Personensuchmaschinen, auf die ich echt sauer bin und die zum Teil falsche Daten anzeigen, werde ich mir extra vorknöpfen. Denn ich persönlich gebe Google den Zugriff, ja (ansonsten sperre ich den Suchrobot), und damit die Zustimmung zur Erfassung meiner Contents – das habe ich den anderen aber nicht eingeräumt bzw. wurde ich auch nicht danach gefragt. Und das geht so nicht.

Aber zumindest als erstes Fazit – man kann sich da und dort doch austragen, sogar auf den düstersten Spam-vollgestopft-Webseiten… zumindest manchmal.

Portables Leben

Nachdem entgegen der Vorhersage die Sonne natürlich nicht mehr bis jetzt aufgetaucht ist, bin ich halt online kleben geblieben und dabei auf eine Diskussion über ein neues Anti-Sigmund-Freud-Buch gestolpert, von dort dann belustigt weiter zur Psychologie und dann noch weiter zu seltsamen Eigenheiten von Menschen – wie dem Leben als moderner Nomade.

Da war ich natürlich gleich besser aufgehoben, denn die Diskussionen rund um Freud und dem ganzen hochphilosophisch verpackten Pornogesülze war eher amüsant als lehrreich oder dergleichen (ich wusste doch schon lange, dass das Nuckeln an der Brust auch schon im Kindesalter hochgradig sexuell motiviert ist) und habe mich damit entspannt dem Thema der elektronischen Nomaden der heutigen Tage beschäftigt. Sprich dem Minimalismus. Jaja, nicht nur beim Bloggen zählt der Minimalismus, die Einfachkeit und Effizienz sowie der Grundsatz “Less is more”, sondern man kann das auch auf das ganze Leben ummünzen. So zum Beispiel wie die ’21st Century minimalist’-Generation. Ein Beispiel hier ist Kelly Sutton, der alles verkauft hat und quasi aus dem elektronischen Rucksack lebt.

Wer mich kennt, weiß, dass ich solche Dinge als Gedankenansatz mag, nicht umsonst habe ich vorgestern [dieses Posting](Link folgt in naher Zukunft wieder) hier eingestellt, um mir dessen wieder bewusst zu werden, was ich so jeden Tag in der Hand habe – aber es gibt natürlich schon ein paar Dinge, die ich nicht mehr subtrahieren würde… dem gesetzten, emotionalen Alter sei Dank. Dazu zählen alte Fotos, eine handvoll alter Bücher und ein paar kleine Erinnerungsstücke wie kleine Figuren, persönliche Geschenke oder sowas. Passt aber trotzdem alles in einen Umzugskarton. Immerhin.

Vollständig elektronisch kann ich mir’s auch nicht mehr vorstellen, auch wenn ich es natürlich noch immer sehr gerne habe und schätze, dass ich beispielsweise meinen kompletten privaten Ordner am Computer aufgrund des optimierten Aufbaus und der regelmäßigen Reduzierung von Bildgrößen und Co. jederzeit vollständig auf jeden beliebigen kleinen USB-Stick aufspielen kann (1,92 GB) – fertig – und ich hab alles dabei. Das ist angenehm zu wissen… sprich, dieses gute Gefühl im Hinterkopf, keine Tonnen von Altlasten sein Leben lang mitzuschleppen und sie immer einkalkulieren zu müssen. Womit wir uns auch dem Kern des acho-so-interessanten heutigen Eintrags nähern… dem portablen Wohnen. Und schwupps – schon sind wir noch weiter bei meinem Lieblingsthema – Containerhäuser.

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Donnerstag

Mh, es regnet. Na supa… ausgerechnet jetzt.

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