Blosxom – Relaunched

Wie ihr ja bereits wisst, verwende ich Blosxom für diesen Blog – dieses ältere, kleine, unscheinbare Perl-Skript. I love it, aber es hat ein “kleines” Problem… denn das Projekt und dessen Entwicklung ist irgendwie tot und praktisch eingeschlafen. Zeit, das zu ändern!

Nachdem treue Leser wissen, dass ich beim Aufbau des Blogs hier damalig immer wieder daran gescheitert bin, dass die meisten Seiten rund um Blosxom mit Infos, Plugins und Co. einfach tot, nicht erreichbar oder gar dessen Entwickler verstorben sind – und hunderte Links einfach ins Leere laufen, falsch oder unvollständig sind – oder die Infos und Tutorials zum Teil aus dem Jahr 2003 stammen und sich keiner mehr um die Aktualisierung kümmert, habe ich kurzerhand Douglas von der “Unofficial Blosxom User Group” vor einiger Zeit kontaktiert und angeboten, dass große Plugin-Archiv meinerseits als Spiegelung zu hosten.

Denn das originale Archiv hat regelmäßig mit Ausfällen bei der Erreichbarkeit zu kämpfen, es platzt fast vor Spam-Kommentaren und wird seit 2008 nicht mehr gepflegt – schade, denn es ist trotz der aktiven SourceForge und Co.-Gruppe noch immer irgendwie eine zentrale Anlaufstelle. Und Douglas hat zu der Idee “Ja” gesagt, denn er möchte seine Seite sowieso demnächst abdrehen – und damit freue ich mich, Euch ein wenig vorab den Relaunch des Archivs präsentieren zu dürfen.

Heute Nacht habe ich die Spiegelung der Plugins und anderen Downloads von der originalen Seite abgeschlossen und alles – natürlich noch sehr roh und unfertig – auf http://muli.cc online gestellt. Da meine Zeit begrenzt ist, wird es nur in kleinem Maße da und dort schrittweise Updates geben und somit etwas dauern, bis der Vorgang abgeschlossen ist. Aber zukünftig wird es dann ein durchsuchbares Archiv, kurze Tutorials und die wichtigsten Fragen & Antworten dort geben sowie einige HTML/CSS-Templates für Anfänger.

Da ich selber kein Perl-Programmierer bin, auch kaum einen Schimmer davon habe und auch definitiv nicht vorhabe, mich darin mehr zu vertiefen – auch weder Zeit noch Energie dazu habe, bleibt die laufende Entwicklung, Programmierung und Erweiterung sowie die technische Ausführung weiterhin bei den aktiven Entwicklern bzw. Programmierer auf SourceForge, während ich nur die Infos “zentralisiere” und versuche, dem Ganzen ein wenig mehr “aktiven Lebens-Glanz” zu verpassen – und damit wieder die Neugierde auch bei DAU-Usern wecken will.

Und auch zeigen, dass Blosxom-Blogs nicht alle wie aus dem Jahr 2003 ausschauen müssen. Accessibility und andere Argumente, die ich schon mal als Begründung hören musste, sind heute nicht mehr ans Design gebunden – für diesen Kenntnisstand bin ich nach ein paar Jahren als Webredakteur bei einer internationalen NGO mit Schwerpunkt Blindheit mehr als genug vertraut und kann daraus schöpfen. Heißt aber auch, dass die neue Seite noch adaptiert werden muss – aber gut Ding will Weile.

Zur Frage, warum nicht die bestehenden Seite von Blosxom zu adaptieren oder dort zu aktualisieren – ganz einfach… entweder es fehlen die Ansprechpartner, sind nicht auffindbar oder vorhanden oder sie liegt im Rahmen von SourceForge, wo ich jedoch die Erfahrung gemacht habe, dass solche Seite von DAU-Usern eher aus unerfindlichen Gründen umgangen werden – und ich auch der Meinung bin, dass dort zudem sowieso eher der technische Schwerpunkt präsentiert werden sollte, aber nicht der breite Massen-Blabla-Quatsch.

Sagen wir also vereinfacht – Muli.cc ist zukünftig die billige, platte Allerwelts-Popmusik-Radio-Variante, während SourceForge und Co. das gehobene Klassisches-Orchester-Ensemble verkörpern.

Ich bin auch sehr entspannt mittlerweile bei solchen Dingen, lieber am Tag nur noch 10 Minuten investieren und dafür Sonne genießen, als stundenlang rumschuften und dann frustriert sein. Das funktioniert, bis auf kleine organisatorische Fehltritte, immer besser. Ein Ergebnis kommt so oder so raus – und bei Blosxom, dass seit 2003 und länger schon “herumschwirrt” kommt es auf ein paar Wochen oder Monate auch nicht mehr an. Außer “tot” sein, kann nicht viel passieren. Irgendwie hat die Spiegelung gerade was von einem Retro-Archiv – als würde ich alte Amiga und Atari-Spiele hosten… :D


Autor: Emanuel Sprosec

Hier schreibt Emanuel-S aus Wien. Schoko-, Katzen- und Naturliebhaber, Mode-, Fotografie- sowie Linux-Freak und Blogger seit 10 Jahren. Wer noch mehr wissen will, findet in meinem Portfolio weitere Infos und ein paar meiner Arbeiten.


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