Oder so ähnlich… ich habe unlängst mal wieder mich selber gesucht und glücklicherweise gefunden – ein regelmäßiger Vorgang, den ich einmal alle zwei-drei Monate durchführe. Als Blogger, der seine Gefühlswelt offen grillt und zubereitet, sollte man ja da doch immer ein wenig sein Auge darauf haben.
Und nicht weiter überraschend, habe ich natürlich da und dort zum Teil wieder auch die Profile aus dem Jahre 2003 und früher entdeckt, sowie etliche Portfolios auf irgendwelchen Plattformen von anno dazumal. Was mich mittlerweile nun stört, bin gerade dabei, mein Leben wieder aufzuräumen – und natürlich habe ich keinen Plan mehr von den Zugangsdaten, zweitens wüsste ich auch nicht, was ich dort noch machen sollte und einiges bringt mich auch in einen Kontext, in dem ich heute aber nicht mehr stehen will. Also habe ich vor ein paar Tagen begonnen, radikal die Suchergebnisse durchzugehen und die Profile gezielt zu deaktivieren bzw. mich aus den Suchergebnissen da und dort rauszubekommen.
Und ich muss offen sagen, dass ich einige Überraschungen erlebt hatte. Denn fast jeder kennt diverse “Spam-Seiten”, die einfach sich irgendwelche Daten aus dem Netz saugen und gesammelt dann online stellen. Dazu gehören die automatisierten Personen-Suchmaschinen, die eine absolute Pest darstellen und das Netz und die Sichergebnisse radikal verseuchen, aber auch Portale, die einfach Webseiten-Contents abgraben. Im Normalfall scheitert man beim Austragen – denn entweder es wird Geld verlangt und man bezieht sich auf dubiose Gesetzesgebungen oder es gibt einfach keinen Kontakt, geschweige denn Impressum oder halt keine Antwort und der Server liegt in Russland oder Spanien.
Ich habe es dennoch probiert und mich bei mehr als 10 dieser Seite abgemeldet – teilweise über mühsame Ecken den Kontakt gesucht und um ein Austragen gebeten. Erstaunlicherweise hat es bei 6 der Seiten auf Anhieb geklappt, sogar mit Rückantwort und meine Daten sowie Profile sind tatsächlich entfernt worden. Ganz ehrlich – damit hätte ich nicht gerechnet. Es bleibt zwar eine Frechheit, dass man überhaupt ungefragt meine Daten zentral zusammenführt auf fremden Seiten, die mit eingeblendeter Werbung Geld verdienen – also sprich mit meinen Contents und Inhalten… aber ich fühle mich ein wenig freundlicher gestimmt, wenn man auf meine Aufforderung auch tatsächlich reagiert.
Ich werde das in den nächsten Tagen mal fortsetzen und genau schauen, was wo und wie über mich so rumschwirrt und sozusagen mein Online-Profil schärfen und “kompaktieren”. Nur die allseits bekannten Personensuchmaschinen, auf die ich echt sauer bin und die zum Teil falsche Daten anzeigen, werde ich mir extra vorknöpfen. Denn ich persönlich gebe Google den Zugriff, ja (ansonsten sperre ich den Suchrobot), und damit die Zustimmung zur Erfassung meiner Contents – das habe ich den anderen aber nicht eingeräumt bzw. wurde ich auch nicht danach gefragt. Und das geht so nicht.
Aber zumindest als erstes Fazit – man kann sich da und dort doch austragen, sogar auf den düstersten Spam-vollgestopft-Webseiten… zumindest manchmal.



