Fragwürdige Diskussion

Ich habe es mal wieder getan und mich an einer Diskussion beteiligt. Und fragte mich gleich warum. Wozu – denn eigentlich sollte ich es besser wissen. Online seine Meinung kundzutun und mit anderen über das ‘Nichts’ zu diskutieren oder zu streiten, bringt fast nie was. Ich habe es bisher nur selten erlebt, dass jemand seine Meinung durch Diskussionen in Foren, Blogs oder Portalen wirklich geändert hat – fast immer wird viel mehr der Konflikt sprachlich ausgeschöpft, lange und breite Gegenargumente werden in den Raum geworfen und am Schluss sperrt der Moderator der Seite den Diskussionsstrang und beendet den Spuk. Gelöst wurde nichts.

Wirkliche Akzeptanz von Beiträgen oder Meinungen findet fast nur in persönlichen Gesprächen statt, da wird auch nicht so oft untergriffig formuliert oder werden Inhalte absichtlich falsch verstanden, sondern da folgt man irgendwie viel eher, meistens ungeschriebenen, Regeln und Gesetzen der sozialen Kommunikation.

Insofern wundere ich mich, warum ich mich schon wieder auf eine breite Online-Diskussionen eingelassen habe – anstatt einfach weiter zu klicken und fertig, die Sache wäre erledigt gewesen. Ich weiß ja schließlich, wie meine Meinung ist – wozu also jemand anderen kompliziert erklären, der ja ebenfalls wiederum nur seiner eigenen Meinung vertraut. Irgendwie funktioniert das alles Online nicht so…


Autor: Emanuel Sprosec

Hier schreibt Emanuel-S aus Wien. Schoko-, Katzen- und Naturliebhaber, Mode-, Fotografie- sowie Linux-Freak und Blogger seit 10 Jahren. Wer noch mehr wissen will, findet in meinem Portfolio weitere Infos und ein paar meiner Arbeiten.


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