
Und wieder ein neuer Tag…. dieses Mal sogar und endlich wieder mit etwas Sonne. Immerhin – vielleicht ist das ein gutes Zeichen… denn gestern habe ich viel nachgedacht, lange überlegt und mich mit einem Gegenüber ausgetauscht – und beschlossen, tatsächlich einen neuen Weg zu gehen… und Projekte endlich zu beenden bzw. sie los zu lassen – den Kopf in eine neue Richtung zu drehen, ihn frei zu bekommen, frischen Wind zu schnuppern und neue, wesentlich klarere Gedanken zu fassen.
Und vor allem mich wieder einem Kapitel meines Leben zuwenden, dass ich vor vielen Jahren zugeklappt habe – meine eigene, ungebunde ‘Kreativität’ (klingt jetzt so hochtrabend), völlig losgelöst von irgendwelchen Verpflichtungen, Vorgaben oder Berücksichtungen externer Faktoren und dergleichen. Die Zeiten, als ich zuhause in meiner Freizeit praktisch jeden einzelnen Tag neue ‘Dinge’ machte und wie am Fließband ausspuckte – Grafiken, Animationen und so weiter – und nichts dabei berücksichtigen musste.
Das wird mir – und das weiß ich jetzt mittlerweile ganz genau – einen neuen Schub, mehr Freiheit, Fröhlichkeit und Spass bringen – gute Laune, gepaart mit kreativen Schüben und sozialen Inputs. Freundschaften wieder beleben und den Kopf auch dafür frei haben. Auch wenn solche Umwälzungen im Leben Schattenseiten haben – ein Bruch mit einer eigenen, vernetzten und mühsam aufgebauten Welt, eine Abkehr und ein ‘Nicht-mehr-zurück’ und dem bestimmten Wissen, dass man ganz knapp vorm Gipfel steht – zum Greifen nahe – man könnte gewinnen – und dennoch wendet man sich ab. Zugegeben ist es wirklich nicht leicht.
Aber ich bin kein Gipfelstürmer, ich war auch schon immer derjenige, der sich lieber seine eigenen Berge baut, Stein für Stein. Langsam und zeitintensiv – und er wird nie so hoch werden wie der von anderen, vielleicht sogar auch immer wieder im Schatten stehen. Aber ich mag es, wenn ich in den Boden greife, jedes Stück – ja sogar jedes Spurenelement bildlich gesprochen – erkenne und befühlen kann. In Symbolik umwandelt könnte man sagen: ich brauche keinen 10.000er Berg um glücklich zu werden, ich freue mich auch über meine handvoll 6.000er Berge – wo jedes Element und Gestein mit der Hand geformt ist – und wo es nicht nur einen Gipfel gibt, sondern viele.
Ich freue mich über diesen Entschluss und weiß damit auch, dass wieder eine spannende und lebendige Zeit damit startet. So wie früher – viel Abwechslung, jeden Tag was Neues und auch neue Menschen und mehr an gelebten Freundschaften – ohne vorgezeichnetem Weg, ohne Termindruck und ohne Verpflichtung jemand anderen gegenüber – außer mir selbst.
Ein guter Tag.
Hier schreibt Emanuel-S aus Wien. Schoko-, Katzen- und Naturliebhaber, Mode-, Fotografie- sowie Linux-Freak und Blogger seit 10 Jahren. Wer noch mehr wissen will, findet in meinem Portfolio weitere Infos und ein paar meiner Arbeiten.