Der Blog-Tradition der letzten Jahre hier folgend das klassische Video wie jedes Jahr kurz vor Mitternacht und ich sage “Ade 2011″!
Eigentlich hatte ich heute schon mal einen Text in der Mittagspause tagsüber geschrieben – aber natürlich habe ich ihn dann am Handy aus Versehen gelöscht. Nun gut. Also heute ist Silvester, das futuristische Jahr 2012 beginnt in wenigen Stunden. Erst habe ich überlegt, ob ich so wie alle auch so was wie eine Jahresrückblick machen soll… habe mich aber dann dagegen entschieden. Stattdessen bleibt es bei einem kurzen, einfachen Blog-Eintrag.
Einfach gesagt – das Jahr 2011 war durchaus gut, lehrreich, spannend und hat neue Perspektiven eröffnet. Es ist viel passiert – nicht nur neue Wohnungseinrichtung, neue Lebensansichten, neue Pläne, neuer Job, neue Kollegen, neuer Alltag, neue Ideen und eine neue Lebensphilosophie, sondern auch so Stichwörter wie “Minimalismus” und “Soziales” haben mein Leben in den letzten Monaten geprägt. Und werden es zukünftig noch mehr.

Ich habe mit dem heutigen Tag fast 150 GB an Daten auf meiner Festplatte gelöscht, speziell durch das Löschen der alten Datenpakete des bisherigen Teamprojektes und dergleichen ist die Festplatte nun plötzlich wesentlich “leichter” und übersichtlicher geworden. Auch habe ich generell meine Email-Adressen reduziert – jetzt gibt es nur mehr 3 Stück, die alles abdecken. Endlich.
Es geht wieder munter weiter… noch etwas mehr Holz hält Einzug im Alltagsleben. Dieses Mal recht unspektakulär aus einem schwedischen Möbelhaus *tja, welches wird es wohl sein* und dort aus dem Regal mal eben die klassischen Standard-Holzsessel mit dem klingenden Namen “Bertil” aus Birkenholz geschnappt. Habe ja auch lange drauf warten müssen. Eigentlich wollte ich ja Buche, aber die gab’s in dem Moment nicht und Kiefer wäre auch nett gewesen, aber das Regal war ebenso bereits leergeräumt und zudem dunkeln die nach – vermutlich wesentlich stärker als der Rest meiner Möbel. Vielleicht auch nicht so ideal. Birke hat zwar etwas gräuliches an sich, aber sollte es wider erwarten zu “stark grauen” für meinen Geschmack, würde ich sie einfach etwas anschleifen und den Teilen einen neuen Anstrich verpassen. Die Möglichkeit besteht ja prinzipiell.

Was man hier nicht sieht – es sind insgesamt 4 Sessel, die anderen drei stehen im Wohnzimmer beim großen Holztisch… langsam wird ja alles vollständig. Nun – jetzt fehlt nur noch eben zum Abschluss das Großprojekt Küche mit der Massiv-Holzplatte (Eiche wäre nett), den Stützen, schmales, kleines Abwaschbecken, einem einfachen, schlichten Doppel-Kochfeld und einem Minibackofen – dann wäre alles geschafft… der Rest in der Wohnung ist dann nur noch ausmisten, sortieren und das Zeugs des Lebens sinnvoll verteilen – und das Wohnungsprojekt kann abgeschlossen werden. Diverse Kleinigkeiten wie Aufhänge-Haken aus schmalen Holzstämmen und Ästen lassen sich so oder so jederzeit leicht machen und benötigen im Gegensatz zu den jetzigen Dingen dann keinerlei finanziellen oder organisatorischen Aufwand. Fortsetzung folgt…

It’s Gotchiiiiiii-Time again! Und ein echtes Woll-Mulischaf frisch von den Anden ist auch dabei… *freu* Dahinter versteckt sich Marygotchi und daneben läuft völlig unnötig ein völlig schwachsinniger Ami-Film mit billigen Plastik-Monstern. So gehört sich der heutige Abend!
“Recently developed a passion for middle aged surfing, which is like ordinary surfing only slower and fatter.” (Duncan @ Vimeo)
Ich lasse diverse Weihnachtsgeschichten und Erlebnisberichte der letzten Tage, sowie die zugehörige Familienfeier mit ihrem russischen und rumänischen Wodka und die heitere Tischrunde hier im Blog mal einfach (oder besser) aus… und widme mich dahier etwas viel Faderem und Ernsthafterem. Oder doch nicht?
Naja, von mir aus abgekürzt und vereinfacht… zu der Großfamilie in das Dorf zu fahren ist jedes Mal wie eine Reise in den tiefsten Osten der frühen 90er… graue, leergefegte und abgelegene Straßen, keine Menschen zu sehen, graue, eckige Gebäude, denen die Depression vom Verputz fällt, alles ein wenig staubig-winter-grau… Schachtelwohnungen in Wohnblöcken, darin kleine Wohnungen, mit schweren Stoff-Vorhängen vor den Fenstern, der Balkon im ersten Stock mit der Blickrichtung in den nackten, leeren und grauen Betoninnenhof, Kekse, Geschenke, Gläser, Flaschen, Kerzen und sonstiges Zeugs quer auf dem Tisch verteilt, rundherum auf Sofas und diversen beigestellten Sessel eine Großfamilie, die alle laut, lachend und wild durcheinander reden, ständig quer über den Tisch, sich dabei gegenseitig und gleichzeitig zurufen, sich köstlich über den Wodka amüsieren und dabei aus Kristallgläser mit den Verpackungs-Aufklebern trinken. Danach wird geseufzt, etwas gejammert, dann wird wieder ein bisschen gelacht und dann wird es plötzlich hektisch und man beginnt herum zu räumen und dann in diversen Grüppchen aufzubrechen. So schaut Weihnachten zumindest in einem Teil der Familie aus…

Ich mag die Stimmung und die Sonnenaufgänge in der Früh. Tut mir leid für das Video und die Bilderpostings hier, normalerweise mag ich das auch nicht bei anderen Blogs – schließlich gehört hier Text her und nicht ein Bild nach dem anderen… aber mir ist gerade danach.



