Es geht heute mit dem Thema Holz nochmals weiter… dieses Mal mit den Vorbereitungen für das portable Zen-Küchenleben mit dem Minimalismus-Hauch. Soll auf Deutsch heißen, dass ich mal die alten Teile, die seit mehr als 10 Jahren und vermutlich noch weiteren 8-10 Jahren unangetastet dort standen, zerlegte. Keine leichte Aufgabe – der ganze Spass hat mehr als 3 Stunden gedauert, aber es hat sich ausgezahlt… der erste Schritt war mal das Abwaschbecken mitsamt den Anschlüssen abzureißen abzulösen. Man kann sich gar nicht vorstellen, wie schäbig und dreckig es unter und hinter den alten Küchenkasterl so ist. Zudem stellt man nachträglich fest, dass der Vormieter praktisch kaum Schrauben und Dübel verwendet haben muss, sondern ausschließlich alles mit verschiedenen Schrauben und eingeschlagenen Gewinden irgendwie nach bunter Kreativität “fixiert” hat.

Hier sieht man nicht nur die Spuren von alten Wänden und quasi Jahrzehnten an Alltagsgebrauch, sondern auch die kleinen Leitungs-Schrauben, mit denen das Wasser so einigermaßen in den Bahnen gehalten wird. Das Aufdrehen war ein kleiner Kraftakt, aber immerhin hat sich gezeigt, dass die Gummidichtung trotz der Befürchtungen noch in ziemlich gutem Zustand sind. Zwar stark verhärtet, aber kaum porös und noch einigermaßen brauchbar. In Zukunft kommen hier keine starren und zugebogene Leitungen, sondern flexible, lange Schläuche mit einem einfachen Drehverschluss. Portabilität ist ein wichtiges Kriterium, schließlich will ich im Fall des Falles das Ganze woanders auch wieder problemlos aufbauen oder einlagern können.
Auch hier sieht man auch recht schön, wie “zerstört” die alte Mauer ist und wie dreckig alles nun wirkt. Das Kasterl hat sich – wie oben schon angedeutet – recht einfach zerlegen lassen, denn Stabilität… was ist das? Ein paar Bewegungen mit dem Schraubenzieher und schon stürzte das Ganze in sich zusammen. Praktisch.

Dann der Herd. Das sehr alte, aber stabile Teil tut mir sogar ein wenig leid… auf der anderen Seite ist nicht nur die dritte Platte defekt, sondern es gibt auch so kleine Mätzchen da und dort und zudem darf man wählen zwischen Platten oder Backofen – beides gleichzeitig ist nicht möglich. Außerdem hat sich gezeigt, dass der Abbau eine gute Idee war, denn der Staub und sonstige Ablagerungen der letzten Jahrzehnte zeigt, dass es hier im wahrsten Sinne des Wortes “brandgefährlich” war. Das Abhängen sollte man nur dann machen, wenn man mit Schraubenzieher und Schrauben umgehen kann – kann also jeder Depp… aber Überraschung: es empfiehlt sich natürlich vorher den Strom abzuschalten. Bei mir geht das über einen eigenen Schalter im Sicherungskasten recht einfach – kurze Kontrolle, ob der Herd tot ist – und schon kann man die Drähte ablösen. Vorsicht tut aber immer gut.

Und so schaut das Ganze nach dem Entfernen der Teile aus. Noch sind hier die Wände feucht, da abgewaschen und geputzt – das muss jetzt mal auftrocknen, danach folgt der gelb-orange Anstrich (oder vielleicht warmes Karminrot) und füllt die offene Fläche. Da und dort eine kleine Ausbesserung in der Mauer, der Spalt zwischen Wand und Boden wird dann noch mit einer Silikonmasse neu abgedichtet und schon hat man wieder einen fast “nagelneue” Küchenraum.
Wenn alles gut geht, dann folgen hier vier Stützbeine aus dickem Vierkantholz, darauf eine schlanke, aber massive Buchenholzplatte. Die Geräte bleiben wie schon mal erwähnt portabel – also ein einfaches, tragbares Kochfeld ebenso wie ein tragbarer, kleiner Minibackofen. Die kann man jederzeit an- und abstecken und gut verstauen – oder sogar erweitern. Die Anschaffungskosten sind kurzfristig auch geringer und deren Funktion völlig ausreichend für die nahe Zukunft. Die Stützbeine der Küchenplatte werden auf Filzgleiter gestellt, damit lässt sich die ganze Platte einschließlich dem dann eingepassten Abwaschbecken mit den flexiblen Schraubschläuchen bequem aus dem Eck raus schieben und zerlegen. Schön, dass was weiter geht! Und das ganze grindige Dreckszeug weg ist – und alles sauber – beinahe – glänzt.
So – aber für heute ist jetzt mal wirklich Schluss. Jetzt heißt es entspannen!
Mehr zu dem Thema hier im Blog: Holz (Artikel-Übersicht).
Hier schreibt Emanuel-S aus Wien. Schoko-, Katzen- und Naturliebhaber, Mode-, Fotografie- sowie Linux-Freak und Blogger seit 10 Jahren. Wer noch mehr wissen will, findet in meinem Portfolio weitere Infos und ein paar meiner Arbeiten.