Minimalistisch Leben III

Ach – ich freue mich. Langsam – aber doch, zeigt sich ein Licht am Ende des Tunnels. Die Wohnung beginnt nun nach vielen Jahren tatsächlich übersichtlich zu werden. Mittlerweile weiß ich von jedem einzelnen Ding, das ich besitze, wo es genau ist – keine unergründlichen Kisten, dunkle Kästen, Sackerl oder was auch immer. Wo war nochmal dieser eine Schraubenzieher? Und wo war nochmal diese kleine Figur? Das ist alles vorbei… hat lange gedauert, aber heute spüre ich zum ersten Mal ganz bewusst, dass mein Ziel greifbar geworden ist.

Wohnung minimalisiert
Mein Wohnzimmer habe ich ja radikal inhaltsmäßig verkleinert. Aber – wohin mit den alten Schallplatten, die man nicht wegschmeißen möchte? Wohin mit den alten Modezeitschriften, die aufgrund der ganzen Online-Projekte, für mich einen nostalgischen Wert haben? Richtig – sie dienen mir jetzt als Untersetzer für meine Pflanzen. Passt irgendwie gut, verbraucht keinen zusätzlichen Platz und ich habe sie jederzeit leicht griffbereit – und “portabel” ist es auch. Ansonsten ist alles andere aussortiert oder “kompaktisiert” worden.

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Müde.

Regentag-Experimente II

Noch so eine kleine Spielerei. Vorlage für Kameraflug rund um ein Glasgebäude – recht simpel alles, wie man sieht. Paar Blöcke und etwas da und dort rumschrauben, das Ganze zeichnerisch umsetzen, die Voransicht dazu seht ihr hier… man könnte das Ganze jetzt noch animieren, theoretisch auch die Autos und Menschen bewegen und so weiter um ein wenig mehr Dynamik reinzubringen. Halt klassische Nähkistchen-Architektur-Präsentation. Aber zum Üben reicht es.

Regentag-Experimente

Kaltes Regenwetter und sehr zeitiges Aufstehen um 4 Uhr in der Früh ist ideal, um ein wenig am Computer herumzuspielen. Ich habe mir nach fast 2 Jahren Animations-Abstinenz abermals ein 3D-Programm eingerichtet und versuche mich jetzt wieder langsam in das Teil ein wenig einzuarbeiten.

Es ist erschreckend, wie viel man an “Handwerklichkeit” in so kurzer Zeit verliert und vergisst… speziell bei komplexen Animations-Programmen… deshalb habe ich mich heute zum Aufwärmen und Auffrischen einfach ein Tutorial nachgemacht. Da ich gerade keine Zeit zum durchgehenden Rendern habe, nur ein paar Stills hier. In “echt” ist das Ganze eine Animation, sprich ein kurzer Film von ein paar Sekunden.

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Pseudo-Zen und Minimalismus-Quatsch

Ich muss mich ja schon wieder ärgern. Und zwar – jetzt kommt’s – über die anderen Blogs, die sich schwerpunktmäßig mit dem Minimalismus und dem Zen auseinander setzen. Sie nerven immer mehr. Klar, das Gute ist, dass ich sie nicht lesen muss – das ist ein großer Vorteil und eine Erlösung.

Aber wollt ihr wissen was nervt? Dass fast jeder Zweite von ihnen diese philosophischen – und oft auch esoterischen – Elemente tragen. “Sei Du selber und finde Deine innere Freude”, “Es muss aus dem Inneren kommen, finde Deinen eigenen Rhythmus”, “Erlebe und spüre die Kraft des Zen” und so weiter.

Power-Maschinerie
Ganz toll sind auch diese Ratschläge wie “Übertreibe es nicht”, “Nimm Dir Zeit”, “Ernähre Dich gesund” und so weiter und so fort. Ach nein?! Wirklich? Auf die Ideen kommt natürlich gar keiner, echt jetzt! Ich bin ganz sprachlos über diese Entdeckungen! Aua. Diese ganzen Minimal-Blogs lesen sich zu 90% wie diese klassischen Wühlkisten-Bücher “Zeit-Management” und vor allem diese idiotischen Power-Bücher von irgendwelchen Power-Menschen, die voll Power auf Bühnenpräsentationen powerlosen Menschen zeigen, wie sie ihre Power finden. Ich kann das nicht ausstehen.

Ja, klar – es gibt ein paar, die einem vielleicht wirklich inspirieren und ich weiß nicht was alles, aber im Großen und Ganzen ist es eine Kommerz-Schiene. Es ist und bleibt ein Geschäft mit leeren Wörtern. Dinge, die man eigentlich (und das ist die Wahrheit) eh selber weiß und könnte. Man braucht dazu keinen anderen, sondern es ist die Trägheit und Faulheit, sich selber anzutreiben. Das ist die Wahrheit. Man muss sich selber antreiben können, sonst wird das langfristig einfach so oder so nix. Ja, auch das sind solche Sprüche.

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Mein Problem mit den “Alternativen”

Jeder der mich kennt weiß, dass ich schon aus Trotz heraus das Gegenteil wähle, aussuche oder mache und so weiter. Ich rege mich gerne über die Großen da oben auf, unabhängig davon, wie die Bewertung der Richtigkeit im ersten Moment ausschaut. Aber ich bin auch, glaube ich, vernünftig genug, Argumenten und Vorschlägen zuzuhören und sie einfließen zu lassen in meine Meinung. Ich “versuche” zumindest offen zu sein. So viel mal dazu.

Die Piratenpartei auf der Demo Demo Freiheit statt Angst

Aber ich habe mehr und mehr ein Problem mit den “Alternativen” – sei es in der Politik, Veganer, Aussteiger, Hacker bzw. Cracker, generell Demonstranten, Tierpelzgegner oder was auch immer… und nein, nicht wegen dem was sie tun, sondern um das WIE. Genau um das geht es nämlich.

Ich bin nämlich dafür.
Ich bin für politische Anti-Bewegungen, ich bin für veganes Essen und würde mir wünschen, dass ich es auch zu 100% schaffen würde, ich bin absolut für Aussteiger (braucht man ja nur die Wohnung- und Häuser-Geschichten anschauen hier im Blog – ich liebe das), wer kiffen will, soll es tun – ich brauche es nicht, aber wenn man die schweren Suchtmittel Zigaretten und Alkohol offiziell kaufen darf…. dann ppfff, ja warum nicht? Ich finde es gut, dass jemand Programme und Datenbanken crackt vom Prinzip her (mehr unten dann), ich finde es toll, wenn man auf die Straße geht und sich gegen den Sumpf an Politik, Korruption und Wirtschaft stellt, und in Zeiten von High-Tech-Textilien ist es begrüßenswert, wenn sich jemand hinstellt und klar macht, das echter Pelz Schwachsinn und Quälerei ist.

Aber die Klischees?
Aber das wie. Das ist das Problem und es nervt mich zusehend. Warum haben Veganer dieses “Veganer-Klischee”? Warum müssen Aussteiger Dreadlocks, Bärte und Co. in unseren Köpfen haben? Warum ist der Kiffer für uns der klassische, gechillte Jugendliche auf der nächsten Parkbank während der Unterrichtszeit? Warum ist der Hacker oder Cracker ein fetter Milchbartträger oder dünn, 15 Jahre alt, hat Pickel und ist ganz weiß im Gesicht, dicke Brillen und keine Freundin? Warum sind Anti-Politik-Demonstranten immer Clowns, Chaoten und “Wir sind gegen alles, aber für nichts”? Warum haben Tierpelzgegner immer etwas anrüchiges in Form von Radikalität an sich?

Das Spiegelbild
Weil sie es zulassen. Weil sie nichts dagegen tun. Tut mir leid, aber so ist es. Klar – die Medien und die konservative, gehobene Gesellschaft mischt da gehörig mit, formt und verzerrt das Bild zu ihren Gunsten, beeinflusst das allgemeine Stimmungsbild, schafft Vorurteile und drängt damit so manche tatsächlich auch in das gelebte Klischee. Sie versuchen damit, solche Bewegungen zu ersticken, sie in das lächerliche zu ziehen und sie klein zu halten. Aber dennoch – man muss sich selber zuerst bei der Nase fassen.

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Flow ♥