Da ist noch mehr Wasser…

Aaaahhh – sehr fein! Und auch heute ging es wieder an’s blaue Wasser, dieses Mal allerdings mitten in die pulsierende, heiße und dicht gefüllte Stadt. Nach einer wirklich etwas mühsamen Anfahrt quer durch das Herz unserer unscheinbaren Metropole mit U-Bahn und Co. ging es dann noch ein Stück im Auto weiter an den alten Teil der Donau. Ja, ganz klassisch – wohin soll man sonst als Wiener?

Die gute Donau – unübersehbar. Zwar hatten wir nicht nur schönes Wetter erwischt und ein nettes ruhiges Fleckchen am Rand in der Nähe vom Wasser ergattert, sondern auch unseren klassisch-herrlichen Wiener-Ausblick auf Bierbäuche, überfüllte Mistkübel und fadisierte Mütter mit ihren freilaufenden Kindern… naja, halt das Stadtleben eben.

Alles in allem aber war es aber wirklich nett und ruhig bei uns, ich ließ meine Blicke entspannt über die Gegend schweifen und schonte im Schatten meinen Sonnenbrand von gestern, während Tofugotchi sich in regelmäßigen Abständen im Sonnengrill drehte und sichtbar Stunde um Stunde an Farbe zulegte.

Irgendwann dazwischen wanderten wir durch die Menschenmassen – quer durch die sozialen Gebiete, die sich auf solchen Wiesen immer irgendwie von ganz selbst aufteilen – da links die eher untere Schicht mit vielen, vielen Kindern, in der Mitte das intellektuelle Leben der jungen Trend-Kultur-Hipster und weiter rechts dann die eingeschworenen Alt-Bewohner, die mit Schlapfen, braun gegerbter Haut und dem obligatorischen Handtuch grüßend durch die kleine, heile Vorgarten-Welt-Idylle schlapften.

Aufgrund des gehobenen Alters haben wir uns einfach zwischen Mitte und den Ureinwohnern platziert und versuchten vor allem nicht aufzufallen. Aso, ja – der Grund für die Wanderung ist einfach: Zitroneneis schlecken! Mmmhhh!

Sonst gibt es nicht viel zu berichten… Während ich unter anderem fasziniert Ameisen beim Erkrabbeln von Tofugotchis Rücken zuschaute, begnügte sie sich selber mit dem Bräunen in der prallen Sonne und dazwischen immer wieder dem Abschießen von kleinen, unschuldigen Vögeln mit einer Steinschleuder – also *hust* natürlich selbstverständlich nur virtuell und am Handydisplay!

Leider ging wie bereits gestern dann die Zeit wieder viel zu schnell vorbei und so mussten wir gut gebräunt wieder durch die Stadt heimwärts… leider.

Die Straßenbahnfahrt am Schluss hätte mich dann übrigens so nebenbei fast noch zum Amokläufer gemacht, denn es gab nicht nur ein 50-Minuten-lang schreiendes Kind neben einer völlig ungerührten Mutter – das Ganze bei ca. 60 Grad – sondern auch ein junges Mädchen, welches sich unüberhörbar mit einer gigantischen Feile die Fingernägel zurecht schliff… fast eine halbe Stunde lang und dann dabei noch den Fingernagelstaub überall verteilte. Dieses asoziale Gefühl ist bemerkenswert und fast alle drei Meter in Wien anzutreffen.

In solchen Momenten könnte man explodieren und steigt dann genervt und frustriert mit Schweißperlen auf der Stirn natürlich zwei Stationen zu früh aus. Argh! Gott sei Dank hat das Wasser-Chillen heute aber viel an positiver Stimmung aufgefüllt…

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. ;-) gefällt mir!
    das mit der feile hab ich auch schon mal erlebt. aber von einer alten fetten hässlichen. na? hast es also doch gut erwischt!
    und: wieso überhaupt die fetten bierbäuche und die mistkübel wahrnehmen?
    das bringt nix.
    besser nur die vorteile einer großstadt, die eine alte donau hat,
    und rücken mit ameisen ;-)

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