Morgenklang

Herrlich – bin natürlich so wie immer schon seit Stunden auf, bin also gemeinsam mit den Vögeln in der nächtlichen Früh aufgewacht – und während die ihren Singsang da quer durch die Hinterhöfe kreischen und grölen, bin ich völlig überraschend vor dem Schlepptop gelandet und habe mir nun bereits die dritte Folge von Holgis bzw. WRINT’s Podcast reingezogen.

Ich beginne generell nach einer verschlafenen Abstinenz von etlichen Monaten wieder vermehrt Podcasts zu hören. Weil Musik hören ist irgendwie schwer geworden. Alles schon abgenudelt. Meine Lieblingsscheiben erinnern sogar in der elektronischen Form an die alten VHS-Kassetten, die man an den selben 5 Minuten über die Jahre hinweg hundertfach vor- und zurückgespult hat. Vernudelt und ausgeleiert eben.

Und neue Musik, die mich fesselt, ist aktuell rar geworden. Zwar beatet jetzt im Hintergrund der Online-Sender Byte.FM die Beastie Boys mit Shure Shot (was bei meinen kleinen Bassboxen um 9,90 € aus der Wühlkiste ein ziemlich schwergewichtiger Beat um 7:09 Uhr hier im dünnwandigen Wohnhaus ist), aber trotzdem… man kennt ja schon alles. Also ich – gefühlt natürlich.

So wie immer unterliege ich übrigens – womit wir wieder beim Thema sind – der eigenen, unkontrollierten Manie, hey – na dann doch wieder die eigene Podcast-Idee auszugraben, technisch ist schließlich alles dazu da – aber nachdem ich dann gestern Abend kurz ins Mikro gequatscht habe, war gleich mal klar, dass das wieder nix wird und der damalige Podcast, den ich mal im alten Blog aufnahm, wohl in einem anderen Delirium oder Universum entstanden sein muss.

Die vernuschelte Aussprache, das schwere Atmen und die mechanische Verhaspelung des Sprechapparates, die sich deswegen ergibt, weil ich gedanklich in mir ja fast immer ein Lichtjahr weiter bin, als ich es aussprechen kann (oder liegt’s an der Altersdemenz?). Soll heißen, dass das, was ich sage, ich sozusagen mechanisch eher aus der Erinnerung zitiere, während ich schon angestrengt gedanklich wo ganz wo anders bin. Na – und wenn man dann ein Kurzzeitgedächtnis von einer Fruchtfliege hat, ist es schwer sich zu erinnern, was man sich vor einem Lichtjahr so gedacht hat. Bla.

Fakt ist, dass ich zu verschluckt rede, Fakt ist aber auch, dass das alleine keinen Spaß macht und Fakt ist auch, dass es dazu jemand Lockeren braucht, der was zu sagen hat, seinen Mund gerne aufmacht und wo man wirklich ausgiebig diskutieren, philosophieren und um das Nichts quatschen kann. Nicht so leicht. Holgi und Co. quatschen ja auch nur über Alles und Nichts, aber die reden dann auch viel und lang. So was mag ich – zumindest bei Podcast.

Also… was ist nun – mag jemand? Feiglinge vor!

Nun gut – nach diesem ersten Tagesgebet werde ich mich nun kurzzeitig in die Hallen der knalligen Farben begeben und somit also im hiesigen Supermarkt auf Beutefang gehen. Ich hoffe, dass ich zumindest ein gestreiftes Käse-Gurken-Tomaten-Hörnchen erlege. Ich hab Hunger.

Meine Güte, das obere Foto ist auch schon wieder 2 Jahre her. Barcamp damals bei Microsoft – und ich kann mich erinnern, dass bei dieser kleinen Mini-Session eine richtig gute Diskussion entstand… hat Spass gemacht. Ich hatte den Talk sogar aufgenommen… und am selben Tag unbedacht gelöscht. So ein Käse.

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