Zarte, glänzende Lippen…

Und so nebenbei, wenn wir schon überraschend und Ankündigungslos bei diesem unverbundenen Thema sind, liebe Mädchen und Damen: so lasst doch bitte, bitte den roten Lippenstift beiseite… am besten gleich in der zumeist unergründlichen Handtasche.

Denn es gibt nichts unschöneres, als auf fahler Gesichtshaut einen dunklen, roten, kräftigen Lippenstift mit scharfen Konturen kleben zu haben. Es wirkt nicht. Also wirkt schon, aber im negativen Aspekt. Weniger ist da einfach mehr, es reicht ein zarter Ton, wenn überhaupt notwendig, die sanfte Farbe der Natur wirkt schließlich bereits von Grund auf auch recht schön. Und weich und unscharf muss es sein, die Vollheit des Mundes eben unterstreichend. Eine Spur an glänzendem Lippgloss ist natürlich sehr wohl dann eine annehmbare Unterstreichung.

Dem Angriff der Gegenseite vorauseilend, offenbare ich natürlich noch selber die erwartete Kritik gegen mich… Natürlich dürfen, sollen und werden die Mädchen das tragen und verwenden, was sie wollen und wie es ihnen gefällt – da gibt selbstredenderweise keine Vorgabe und De-Emanzipation meinerseits… ich männliche Amöbe der sexistischen Formgebung, aber ich tue so oder so hier nur meine persönliche Meinung und *hust* großartigen Geschmack kund…

Dabei heißt es ja immer, dass man rote Lippen ja angeblich küssen soll… trotzdem. Man muss sich dazu ernsthaft nicht anmalen wie am Stadtrand-Jahrmarkt, denn es schaut so aus und verkörpert eher das Billige. Und wenn schon, dann sind dezente Naturtöne in heller und leichter Form optisch einfach gesünder.

Ausgenommen ist natürlich der rote, abfärbende Eislutscher aus dem Tiefkühlfach als Farbgeber oder das gute und klassische Himbeerkracherl, dass die Zunge und die weiße Bluse auch gleich mit färbt. Das hat dann so oder so den historischen Lolita-Style, der uns Männer ja immer schon Sirenenhaft anspricht. Eben klassisch. Aber alles andere kann nicht wirklich was.

Ach so… ausgenommen – und hier wiederum die verkehrte Welt des eigenen Geistes – die guten, ach so vermissten Smokey Eyes. Denn die dürften Mädchen ruhig öfter tragen… das scheint aber wieder Alltags-out auf den Straßen zu sein. Sehr schad, denn die mag ich wirklich. Ts.

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  1. @ Beck: jetzt sag bloß, Du hast die knalligen, unübersehbaren Lippen nicht gesehen! BECK! Das gibt es ja nicht…!!! Das konnte man nicht übersehen! *hustprust*

  2. Ah´ nix´ da… so ein bisschen Farbe ist nicht immer schlecht, das Problem dabei ist eher das manche! Frauen net´ so genau wissen welche Farben ihnen eigentlich am Besten stehen würden oder eben die “Bemalung” zu extrem und dick aufgetragen wird.

    Es gibt durchaus Frauen denen ein knalliges Rot hervorragend steht (ich gehöre leider nicht dazu) und die das dann wiederum mit Würde ;-) tragen können, das Problem ist meiner Meinung nach nur wenn allzu wild in den Farbtopf gegriffen wird und alles überbetont wird.

    Aber so ist das ja mit vielem…ein kleiner Spritzer Parfüm kann toll den eigenen Körperduft unterstreichen ….die halbe Flasche ausgekippt ist wiederum ziemlich eklig ;-).

    Aber gut Männer sehen da natürlich manches wieder komplett anders wie wir Frauen ;-)…allerdings gibt es ja auch bei Euch Männern so einige Modesünden oder Schluffrigkeit….da ist auch nicht immer alles so bezaubernd ;-)!

    Nix´für ungut, Lg Angi

  3. Ja, Männer klammere ich da sowieso aus, weil da ist im Großen und Ganzen sowieso schon Hopfen und Malz verloren… und über die kann man durchaus berechtigt klagen & diskutieren.

    Dass es Frauen gibt, denen es passt – ja, sicherlich…. das Problem ist leider die Masse von denen, denen es eindeutig nicht passt (meiner persönlichen Meinung und Geschmack nach). Speziell bei kulturellen Events laufen oft Mädchen durch, die anscheinend aufgrund irgendeiner besonderen Stilrichtung einen knalligen Mund aufgemalt haben (zumeist mit einer wuchtigen, gewaltigen 70er-Jahre-Sonnen-Brille oder eine mit einem ganz dünnen Rahmengestell) und anscheinend versuchen, damit einen gehobenen, urbanen Flair auszudrücken – zumindest bei mir erscheint das als völliger Fehlschlag und Fehlgriff.

    Zu starke Farbe mag den optischen Gesamteindruck – vielleicht farblich abgestimmt zu der Kleidung – unterstreichen, aber er ist immer irgendwie eine Art von “Spielfilm-Romantik nachspielen” oder einer Art von Korrektur und zudem “verhärtet” oder “schärft” viel Farbe (mit deutlicher Abhebung vom restlichen Gesicht) oft das optische Profil (keine Ahnung wie man so was in Worte ausdrückt), was schade ist – weil dadurch “Zartheit” und “Sinnlichkeit” verloren geht.

    Wie das jedoch zu meinen Geschmack von (ja ebenso künstlichen) Smokey Eyes passt, kann ich – typisch männlich – wiederum nicht sinnvoll begründen. ;D Männliche Logik eben.

    • Smokey Eyes sind ja irgendwie schon ganz hübsch (allerdings nur wenn Frau schon von Natur aus schöne Augen hat) allerdings auch nix´ für den Alltagsgebrauch….wär mir wiederum für täglich too much ;-) !

      Aber ehrlich gesagt finde ich´s witzig wieviele Männer ihre Frauen am Liebsten nahezu ungeschminkt um sich haben, kann nur aus eigenen Recheren das Resümee ziehen das dies wohl die meisten Männer bevorzugen ;-).

      Und wenn ich ehrlich bin und mich nicht hinter Komplexbergen verstecke finde ich mich nahezu umgeschminkt auch am Besten – das bin ich und kein überzogener Teil von mir der ich nicht bin….

      Sinnlichkeit ist aber meines Erachtens nach eine Natürlichkeit die von innen kommt und da hilft es weder Schminke dazuzufügen noch wegzulassen…. man hat sie einfach bzw. ist das ja auch so ein “Ding” wie die eigene Ausstrahlung beim Gegenüber ankommt.

      Und da kann man wieder auf´s Thema Mann zurückkommen ;-)…was da manch ´einer sinnlich findet überrascht mich immer wieder auf´s neue vollkommehn ;-)!

      Nix´für ungut, Lg Angi

  4. Das mit den Recherchen wäre mir nie und nimma aufgefallen… :)

    @Sinnlichkeit: da liegt vermutlich sowieso der große Unterschied zwischen Männer und Frauen bei der Wahrnehmung und Deutung.

    Frauen fassen Sinnlichkeit (vermutlich) wohl eher von und mit “innen” auf, sprich die innere Ausstrahlung, das Wesen, den Charakterzug und so weiter bei einer Frau (oder Mann)… während bei Männern sicherlich viel eher – natürlich nicht nur nur, aber schon auch – die visuellen Reize zur Sinnlichkeit eine Spur stärker herangezogen werden (zum Beispiel lange Haare, volle Lippen, usw… halt je nach Geschmack) – aber diese Kluft wird sich wohl nie ändern.

    Liegt aber halt auch einfach daran, dass Frauen von der Natur aus irgendwie den grundlegend schöneren – und eben sinnlicheren – Körper haben. Da tun mir Frauen ja leid… speziell bei der Masse an behaarten, bierbäuchigen und grölenden Affen… da körperliche Sinnlichkeit zu finden, ist vermutlich eher schwer?! :)

  5. ;-) !

    Na gut da is´was dran – nur weil einer wie Johnny ausguckt ;-) reicht das noch lange nicht – die Verpackung allein garantiert noch lange kein schönes Geschenk …gut nur Gehirn allerdings ist auf die Dauer auch nur für eine platonisch bereichernde Beziehung ausreichend ;-)….

    Na ich kann schon verstehen wenn da eine langbeinige schmollmundige Angelina vorbeistolziert das da die meisten der Männer sich den Hals verrenken ;-) so isses ja nicht…aber dauerhaft einfach nur schön ist ja auch ein bissle wenig (wobei es zugegebenermaßen auch schöne intelligente Frauen gibt – aber eben nicht nur ;-) ).

    Körperliche Sinnlichkeit bei den meisten Männern zu finden ist wirklich schwer, das liegt aber nicht nur an unperfekten Körpern oder Gesichtern (selbst da finde ich Schönheit liegt im Auge des Betrachters) sondern eben wie oben bereits von dir beschrieben schlichtweg an gröhlend/dämlich und zu viel Bier dauerhaft , an Brusthaaren die am viel zu weit geöffneten Hemd herauslugen und am greuslichsten in der Kombination mit dicken Goldkettchen usw. und so fort (die Liste wird sonst zu lang) solche Beispiele sind halt eher zum Abgewöhnen ;-)….bzw. da will ma sich als Frau gar nicht noch länger mit befassen.

    Trotzdem gibt es außer der Sinnlichkeit von aussen oder soll ich lieber sexyness sagen ;-), auch eine Sinnlichkeit die wirklich und tatsächlich von innen kommt – vergleichbar vielleicht mit Eigenschaften wie ein freier Geist, eine wache Neugier auf die Dinge in der Welt, Freude und Losgelassenheit usw. gut zugegeben diese Dinge sieht man nicht unbedingt auf den ersten Blick und über volle Lippen muss man auch nicht großartig nachdenken die sieht man einfach ;-) ob mann will oder nicht.

    Was nützem einem die schönsten Lippen oder die längsten Beine dauerhaft wenn sie einem langweiligen, spröden Geist angehören ?

    Ich glaube das muss sich schon irgendwie die Waage halten mit der äußerlichen und innerlichen Sinnlichkeit sonst´s wird´s fad´auf die Dauer ;-)!

    Aber gut ist gar kein so einfaches Thema wenn sich das alles zwischen Mars und Venus abspielt ;-) sind ja schon ein paar Kilometer Distanz dazwischen…

    Nix´für ungut, Lg, Angi

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