Beatmen

Todgeweihtes lebt länger – oder so ähnlich, zumindest geisterte gestern dieser Spruch durch meinen Kopf, als ich einfach kurzerhand das Forum vom Blosoxm-Projekt in die ewigen Jagdgründe schickte.

Littlefuk und Lolicum aus Russland, auch ihre Freundinnen,  wollen nämlich schon länger ihre reizvollen Schmollmünder und langen Beine dort in Textform einpflanzen und nachdem dies langsam die Oberhand gewinnt und ich des ständigen Spamfilterns müde werde, schiebe ich diesen unnötigen Balast eben vom Server… direkt in den elektronischen Mistkübel.

Dafür habe ich dann – aber wirklich so ganz nostalgisch und nach vielen, vielen Jahren wieder – eine Mailingliste eingerichtet, wohlwissend, dass das Ganze eher einer laschen und nebenbei Beatmung eines bereits am Boden liegenden Patienten gleicht… aber gut, es gibt wahrlich Schlimmeres, als Leben zu retten. Oder es zu versuchen.

Für alle Neonsurfgirls und Boys, die heutzutage von diversen sozialen Online-Plattformen ja völlig entartet sind – eine Mailingliste ist so eine alte Form einer Diskussionplattform, nur halt eben via Email. Einer schreibt was, alle bekommen es – jeder kann antworten. Ein Email-Social-Network. Banal und fast volkstümlich. Solide, dennoch bereits häufig als Lösung vergessen – oder zumindest immer mehr.

Zugleich habe ich auch mal eben da und dort Punkte gelöscht und mir vorgenommen, es bei diesem Projekt grundlegend bei einer gewissen Banalität zu belassen. Soll sozusagen die Erkenntnis erläutern, dass sich wiedermal zeigt, dass gute Projekte keinen Style notwendig haben. Die besten Seiten im Technik-Bereich sind die, die noch nie was von Design, Grafik und Co. gehört und einen optisch oft abschrecken – aber dafür sind sie wahre Fundgruben.

Da geht’s also eben auch rudimentär genauso und deshalb geht heute auch die Muli.cc-Seite mal eben visuell flöten. Vermutlich Nächtens oder so, dann wenn mich das “Tu-es”-Fieber packt und ich es eben tun muss – obwohl ich eigentlich dringend schlafen sollte.

Aber bei der Wetterlage ist das ja auch keine Kunst, vor allem das mit dem Fieber. Im kalten Regen fahren, dazu Wind mit einer kühl-abgestandenen Wärme. Das verhilft prinzipiell zu nichts Gutem. Geistig und körperlich. Mal schauen, ob ich dieses Jahr den Herbst ohne Grippe überstehe… und Blosxom das Jahr.

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