Fernweh

Die schlechte Nachricht: Wien ist wieder ein Stück leerer an Gotchis geworden, denn wie ja einige schon wissen, ist Tofugotchi nun endgültig dem – bereits in den letzten Monaten vorgezeichneten – Weg gefolgt und hat das Land am Wochenende verlassen… für eine neue berufliche Zukunft in einem unserer Nachbarländer. Aua.

Einerseits natürlich auch eine Freude, wenn sich im Leben bei Freunden (oder bei einem selber) wieder ein Zahnrad bewegt und sich damit neue Türen und Möglichkeit öffnen, dadurch neue Abenteuer auf alle zukommen und so weiter und so fort – aber natürlich sind dadurch auch die feinen Autobahnausflüge, die Hundegotchis und die Kürbis-Sessions für längere Zeit nicht mehr möglich… leider.

Dazu ist die Distanz einfach zu groß – und das trübt den Alltag und beschwert das Gemüt in den letzten Tagen natürlich ein wenig… aber glücklicherweise und immerhin bietet das Netz heute wenigstens genügend Möglichkeiten, um sich weiterhin auszutauschen.

Aber die gute Nachricht – es heißt dennoch nach vorne schauen. Tofugotchi stellt sich mit dem Schritt ins Ausland neugierig und offen den neuen Herausforderungen – und deshalb sollte auch ich diesen kleinen Umbruch und lebendigen Flow im Alltag nützen, um wieder ein wenig auch an den eigenen Zahnrädchen im Leben zu schrauben.

Und es ist sowieso Zeit für wesentlich ernsthaftere und neue – oder nein, sagen wir besser – “weitere” Schritte im Leben. Verstärkter Fokus auf die persönliche Interessensgebiete und eine gewisse Neuorientierung, was den Alltags-Standfuß im Leben betrifft. Schließlich ist jetzt und im kommenden Jahr genau der richtige Moment dafür…

Mit 30 unterliegt man ja bekannterweise nämlich der 30er-Depression (eh so wie alle), mit 31 hadert man dann generell mit sich, seinem Leben und seiner Zukunft rum – aber kommendes Jahr (sofern wir natürlich nicht alle beim drohenden Weltuntergang dahingerafft werden) mit 32 ist’s dann wieder Zeit für den nächsten Lebensabschnitt und ein höheres Level. Wie auch immer das Alles dann genau ausschaut – aber der Gedanke daran fühlt sich zumindest schon jetzt recht gut an.

Nachdem Tofugotchi so nebenbei übrigens auch zu bloggen beginnt (jemand in meinem unmittelbaren Freundeskreis bloggt endlich – welche Freude!!!) und deshalb gestern kurz ein wenig über das passende Design dafür nachgedacht wurde, wurde ich natürlich gleich (so wie immer in solchen Fällen) ein wenig angesteckt und habe deswegen mal eben mein bisheriges Portfolio nun endgültig über den Haufen geworfen. War aber eh schon länger absehbar.

Außerdem wird und soll der nächste Abschnitt im Leben mit mehr Reisen durchsetzt werden – nicht nur um Tofugtochi natürlich zu besuchen, sondern auch um den eigenen, ständig reisenden Geist wieder aufzufrischen und zu besänftigen. Kleine Kurz-Ausflüge da und dort und vor allem auch – so wie es fast alle Gotchis in meinem Freundeskreis ja richtigerweise gemacht haben – generell einfach mehr Abenteuer außerhalb der heimischen Stadtgrenze.

Das ist nämlich der Vorteil an den reisenden Gotchis in meinem Umfeld, sie ermuntern mein viel zu wenig ausgelebtes – und anscheinend sowieso genetisch bedingtes – Fernweh ständig auf’s Neue…

Und das ist gut. Sehr gut sogar, denn so kleine Schubser im Leben tun immer gut!

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