Geschnüffelte Daten

Über einen Bericht irgendwo im Netz habe ich aufgeschnappt, dass man mit Wolfram Alpha auch sein eigenes Facebook-Profil abgrasen und sich mal ein bisschen so anschauen kann, was denn Facebook und Co. über einen wissen bzw. auswerten können. Ich mache es Euch ein bisschen leichter und gebe das Ganze kompakt und gekürzt hier wieder… übrigens nicht falsch verstehen – mit “Freunde” sind einfach nur Facebook-Kontakte gemeint.

Also – mehr als 60% meiner Facebook-Freunde sind weiblich, nimmt man beide Geschlechter zusammen, dann sind knappe 60% davon in einer einfachen Beziehung und nur knappe 10% Single, der Rest ist verheiratet oder verlobt. Bei den Männern in meinen Kontakten sind es mehr Singles als bei den Frauen, dafür sind mehr Frauen in meinem Freundeskreis in einer Beziehung. Mit den meisten habe ich zwischen 5 bis 10 gemeinsame Freunde, es gibt also etliche Schnittstellen.

Der größte Teil meiner “Freunde” sind um die 30 Jahre alt, dicht gefolgt von 40-50 jährigen. 65% meiner Freunde kommen aus meinem eigenen Land, danach verteilt es sich je zu 5% auf diverse bzw. verschiedenen Länder. Unter den Heimatstädten meiner Kontakte befinden sich da neben Wien, Klagenfurt und Linz auch zum Beispiel La Paz, Bjelovar oder Haifa. Ach ja – übrigens beginnen die meisten der weiblichen Freunde mit einem A.

Spannend ist übrigens auch, dass es in meinem privaten Kontakt-Netzwerk nur eine Linie gibt, die völlig alleine steht und damit zu allen anderen Kontaktkreisen keine Freunde haben, während der Rest meiner Freundeskreise im Schnitt mit mindestens einer Person untereinander verbunden ist, wobei es bei zwei Kreisen eine klare Trennung gibt und keine Verbindungen. Punktuell gesehen gibt es somit einen privaten Kreis, einen Projekt-bezogenen, einen beruflichen Kreis und einen ehemaligen Beziehungs-Freundeskreis – also entspricht das Ganze auch ganz dem realen Muster in der Wirklichkeit.

Was so ganz nebenbei auch interessant ist, dass die meisten meiner 20- bis 30-jährigen Freunde in einer Beziehung sind, zwischen 30 und 40 Jahren neben Beziehung aber auch wieder vermehrt Singles auftauchen – und dann ab 40 aufwärts verheiratet sind. Und im April hat keiner Geburtstag, dafür feiern die meisten im Bereich zwischen August und Dezember.

Von den wenigen Postings, die ich dort veröffentlicht habe, sind die meisten über 40 Zeichen lang und bestehen aus 3.6 Wörtern im Durchschnitt. Zudem war ich die letzten beiden Monate aktiver als in den vier Monaten zuvor. Außerdem bin ich Dienstags und Freitags am öftesten auf Facebook unterwegs, speziell um die Uhrzeiten 6 in der Früh und 14 Uhr am Nachmittag, also eine gute Möglichkeit, um mich dort zu erreichen.

Aja – und zum aktuellen Zeitpunkt bin ich 31 Jahre 6 Monate und 20 Tage alt, was zu diesem aktuellen Zeitpunkt 31.55 Jahre ergibt…

Und das ist nur eine kleine Auswertung der freien, zugänglichen Daten – von den restlichen Infos, die es zum Beispiel in den privaten Nachrichten untereinander gibt oder Texte, Fotos und Kommentare, die für die Öffentlichkeit gesperrt oder generell nicht sichtbar sind oder den privaten Kontakt-Daten ist da noch gar keine Rede – und es ist zudem nur ein aktueller Bestand, basierend auf einem von mir mittlerweile sehr stark verkleinerten und konzentrierten Freundeskreis.

Man sieht also, was für eine Vielzahl an Daten sich da so raus ziehen lässt, dem einem ist es egal, der andere bekommt Schweißausbrüche. Aber wieder ein Grund mehr, warum ich mein eigenes soziales Netzwerk erwünsche…

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. und wen kratzen solche Infos???
    erst, wenn du zum Massenmörder wirst oder aufrufst – und dann wird´s dir wahrscheinlich auch schon wurscht sein….

  2. Öh, naja, äh… jede Marketingfirma zum Beispiel? In Kombination mit Ortsangaben und Uhrzeiten, die auf Facebook bei vielen gut ersichtlich sind…. aber auch Arbeitgeber, oder Personalfirmen, Nachbarn, Freunde, misstrauische Partner, Ehemänner- und Frauen, Stalker, Identitäts-Diebe oder Kriminelle… oder auch nur Kiddies, die aufgrund dessen sich dann Späße erlauben. Gibt ja viele Möglichkeiten.

    Für einen Arbeitgeber interessant, wie Dein soziales Leben ausschaut, zu welchen Uhrzeiten Du im Netz hängst, usw… welche Gesinnung Du verfolgst (anhand Deiner Freunde und Länder), usw…

    Oder eben Werbetreibende, die dir dann so zugeschnittene Werbung zukommen lassen, dass Du nur mehr schwer unterscheiden kannst zwischen Freund und Feind bei den Briefen und Zeitschriften im Postkasten.

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