Ich mag meinen Blog – bis auf den ständigen Kampf mit der dunklen Seite der Blogosphäre. Wer einen eigenen Blog schreibt, kennt nämlich Spam zur Genüge. Und wer gar ohne Filter bloggt, der kann sich mit bis zu hunderten Kommentaren am Tag herum schlagen – bei einer Löschquote von praktisch 99 Prozent oder mehr. Aber sogar wenn man einen Filter hat, gibt es trotzdem immer wieder welche, die durch schlüpfen und wo man auch mit viel Erfahrung kurz stutzig wird. So wie ich heute morgen im Halbschlaf…
Ich starte entgegen aller Gewohnheiten den Bähnle-Radweg – der übrigens auch ein Teilstück des Panoramaradweg Schwarzwald und Radweg Südschwarzwald ist – in Hinterzarten. (…) Nach dem Bahnhof hält man sich rechts Richtung Hochfirstschanze , dann stehe ich vor einer Schranke, die umfahren werden muss. (…) Dann geht es, wie ich bereits vermutet hatte, auf einem breiten Forstweg erst mal leicht aufwärts bis zur Gauchachtalbrücke, ab hier geht es leicht abwärts. Die Brücke sieht von hier unten ganz schön beeindruckend aus. (…) usw.
Dieses Kommentar versuchte sich recht gut passend bei meinem Radtour-Eintrag einzuschleichen – und ich muss sagen: nicht schlecht – vor allem auch deswegen, weil es diesen Text tatsächlich gibt… und zwar auf einem Tourismus-Ausflugs-Blog (der übrigens auf den ersten Blick vor allem ein reines Marketing-Produkt ist). Der ist allerdings schuldlos, denn der Spammer verlinkt selber dann weiter auf eine Seite, wo es Gold und Co.-Zeugs zu kaufen gibt – die ganz übliche und schon recht fade Art und Weise bei Spam-Kommentaren.
Aber trotzdem – wenn man mal eben am Handy unterwegs kurz reinschaut und nur schnell drüber liest, dann hätte der Text gut gepasst… wenn da nicht die Aussage und der Inhalt an sich fehlen würde und eben der – und hier hakt es dann immer – Link zur Spam-Seite nicht dabei wäre. Lästig.