Sonntag 07. Februar 2016

Irgendwie geht mir das "Internet" gerade aus.

Twitter ist mehr und mehr unergiebig, vor allem weil sich in den journalistischen Kreisen alles nur mehr um Flüchtlingspolitik und Links und Rechts dreht, andere Themen werden nur mehr am Rande gestreift oder man verliert sich in der Hyperventiliation wegen der Umstellung auf eine andere, optionale Sortierung der Postings bei Twitter (wobei das auch für mich uninteressant wäre), auf Google+ lassen die Kommentare irgendwie mehr und mehr nach und werden weniger inhaltsreich, Facebook, Ello, Xing - und wie sie alle noch heißen - sind mittlerweile völlig uninteressant, verursachen höchstens Kopfschmerzen, weil Leute glauben, sie können dort alles posten unbemerkt und man bekommt es nicht mit, jaja, und die meisten Newsportale schreiben das Selbe und zumeist noch dazu voneinander ab.

In Foren regt sich auch wenig, bis auf die paar alten Kampfposter, die sind meistens eher anstrengend und mühsam, die paar technischen Blogger, die ich so in meiner Liste haben, posten ja auch nichts mehr und dümpeln vermehrt still und fad auf Github rum und die paar wissenschaftlichen Seiten, die früher immer sehr lesenswert waren, werden in ihren Publikationsintervallen immer träger. Und bei ein paar Mailinglisten ist auch gerade eine Flaute. Scheint wohl bereits eine Frühjahres-Müdigkeit zu grassieren...?

Nachtrag: Mal einen Blick auf die deutschsprachige Huffington Post geworfen... nach 30 Sekunden wieder geschlossen. Aber sowas von politisch verwässert. Ich packe diesen Meinungsjournalismus gar nicht mehr (das darf nur ich!) - egal ob bei der FAZ, Welt, Spiegel, Presse oder so Chaos-Dingern wie der Huffington Post. Mehr und mehr vetrete ich ja die Meinung, das selbstlernende Computer anhand von grundsätzlichen Algorithmen die Nachrichten übernehmen sollten - und ganz nüchtern und sachlich emotional logische Ansichten präsentieren. Und wenn es in Stichwörtern ist.

Nachtrag: Beispiel: Nordkorea-Langstrecken-Raketen-Test... alle Welt regt sich darüber auf, dass die das einfach machen, tun und noch dazu auch nicht fragen... Nein? Doch! Ooohhh! Mhm. Als ob die Amerikaner, Deutschen, Franzosen, Russen oder Länder wie Australien, Indien und Japan da mal vorher nachfragen oder sich um die Ansichten der Anderen kümmern würden bei ihren Raketentests. Tun ja das Selbe ebenso einfach nach Lust und Laune. Aber auch bei uns der große (eindeutig amerikanisch übernommene) Aufschrei und der laute Ruf nach "KONSEQUENZEN!" und "Bruch von irgendwelchen Vereinbarungen". Wenn wenigstens alle ehrlich offen und laut sagen würden, dass sie einfach selber gerne an der Spitze des Hebels sitzen möchten, die Mächtigsten sein wollen und die Anderen sollen am Besten unbedingt so klein wie möglich bleiben. Dann wäre das Ganze nicht so verlogen und billig übertüncht mit Empörung, ist ja fast schon peinlich!?!