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Dienstag 28. März 2017

# Nicht nur der gestrige Beitrag, sondern auch generell im privaten und beruflichen Arbeitsumfeld zeigt sich zunehmend, dass die "sinnvollen" Lösungen einfach nicht mehr gefragt sind. Und es nervt mittlerweile. Beispielsweise eine Ansammlung von wichtigen Informationen. Es würde vollkommen ausreichen, diese auf einer rudimentären HTML-Seite mit Sprungmarken zu sammeln. Kann man mit STRG+F durchsuchen oder den Ankerpunkten oder schlicht und ergreifend dem Inhalt folgen. Aus und Ende. Benötigt kaum Ressourcen, ist leicht zu bearbeiten und kann quasi nicht kaputt gehen.

Aber nein, es muss ja irgendeine tolle, moderne Lösung werden, deren Backend schon so fett ist, wie meine Jahresproduktion an Texten. Natürlich mit JavaScript-Ausklapp-Funktionen, einer Suchfunktion mit Index-Blabla, das Ganze in einer eher mühsamen Server-Umgebung und natürlich mit einem allumfassenden Editor und vor allem sollen die Inhalte aufgeteilt, gesplittet, kategorisiert und so weiter werden. Es ist anstrengend.

Man vergeudet soviel wertvolle Zeit mit der Suche nach DER Lösung, anstatt einfach einmal die karge Banalität zu akzeptieren und sich auf die Funktion bzw. den Nutzen zu konzentrieren. Manchmal hat man das Gefühl, dass es schon lange nicht mehr darum oder das Wissen geht, sondern nur mehr um die Verpackung. Schaut es gut und vollgefrimmelt aus, dann muss es was können und gut sein. Ist es simples HTML-Zeugs, dann kann das wohl nur irgendwas Schäbiges sein.

Und genau aus den Gründen pflügen wir mit Browsern und Editoren durch die Netzlandschaft, die für sich alleine schon soviel Ressourcen und Gebastel sowie Lecks mitschleppen, wie ganze Betriebssysteme. Frustrierend, muss ich wirklich sagen.

Und schon rein aus Trotz werde ich heute eine HTML-Seite erstellen mit einer Tabelle, ohne jegliche Formatierung, CSS oder sonstigen Käse. Ja, table. Da schaut ihr, was?



Privater Meinungsblog von Emanuel aus Wien, ressourcensparend zusammengestoppelt aus aktuell 1707 Textdateien. Befüllt mit wechselnden Meinungen, chaotischen Gedankengängen und gemischten Gefühlen. Revidierungen finden immer wieder statt, Tippfehler runden das Ganze ab. Mein Blog = meine Meinung. Hier der schludrige RSS-Feed und hier der Kontakt. Keine Kommentare. Keine Herzchen. Kein Tracking. Kein Javascript. Keine Cookies. Keine Werbung.