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Montag 07. August 2017

Weil es gerade Montag in der Früh ist und die halbe Stadt noch schläft, kann ich ja mal schnell los werden, dass mich meine Seiten schon wieder nerven. Also das Wiki zum Beispiel und optisch sowieso. Beruflich gehört dieses Metier aktuell auch wieder zu meinem Alltag und aus dem Grund habe ich mir auch mal wieder den Kopf um diese Dinge stundenlang zerbrochen und bin zu dem Schluss gekommen (nachdem ich privat woanders und auch beruflich doch wieder Doku- und LionWiki nutze), dass das mit MediaWiki nicht geht. Also gehen schon, läuft ja, aber die Tatsache, dass hier über tausend Dateien für ein bisschen Text mit Links im Einsatz sind, ist einfach so absurd und verkehrt, dass es mich richtig schüttelt. Es fühlt sich halt vertraut an und ich kenne das Teil in und auswendig, deswegen bin ich gut darin, dieses Manko mal zu "übersehen", aber je mehr Zeit in das Land zieht, umso anstrengender wird der Gedanke und ich will ihn loswerden.

Und weil der gestrige Abend etwas verhaut war, weil ich nahrungstechnisch auf das falsche Pferd gesetzt hatte, habe ich mich mal wieder durch diverse "andere" Lösungen der Webseiten-Erstellung geklickt, denn irgendwie habe ich nach bald 20 Jahren auch schon alle Varianten und Ideen durch und bin etwas gelangweilt davon. Beginnt beim Single-File-Script wie Blosxom, das ja hier etwas gebastelt läuft und läuft und läuft (und das ohne Updates oder Alltagsbetreuung) bis hin zu Schwergewichten wie eben MediaWiki, Drupal und andere Irrtümer der Menschheitsgeschichte, weiter zu mittleren Varianten wie Redaxo und Co.-Frameworks. Wordpress und dergleichen und die ganzen Millionen an Github-Static-Engines lassen wir gleich mal weg, weil die haben wir hier ja eh schon zu Tode gekaut und ausreichend genutzt.

Bin dann sogar noch mal wieder bei Desktop-CMS-Lösungen gelandet, die sich übrigens ganz schön gemausert haben und durchaus sauberen Code ausspucken... aber irgendwie hängt das ganze Konzept bei mir generell. Ich will kein administratives Backend am Server haben und keine hunderte Dateien, um mal eben eine Seite aktualisieren zu können. Zugleich habe ich aber auch keine Lust, jedes Mal eine Seite extra hochladen zu müssen oder von einem bestimmten Anbieter abhängig zu sein. Und Bilder zum Beispiel. Ich würde - sinnloserweise - viel öfter gerne die Fotos online aktualisieren. Aber schon das Hochladen und Reihen der Bilder und das Warten auf den abgeschlossenen Upload und dann das Einbinden der Bilder mit Markdown-Bausteinen oder via Button oder Multi-Selektion mit irgendeiner Gallery-Lösung... es ist komisch, aber mir erscheint das Alles so enorm schwerfällig. So unbeholfen und verhaut.

Ich vermute mal, dass es einfach an meinem Alter liegt und an der Tatsache, dass man eben Alles schon mal irgendwann gesehen und ausprobiert hat, aber zugleich lässt es das Problem weiterhin ungelöst. Ich will das MediaWiki drüben wieder weg haben, aber eine umständlichere Lösung will ich auch nicht. DokuWiki ist schon ok, aber die Medien-Verwaltung ist ziemlicher Schrott bei großen Mengen (in meinen Augen). LionWiki und Co. alles fein, aber da gibt es eben auch gar keine Medienverwaltung. Auch zach. Und wieder auf eine Blog-Engine oder das anstrengende Backen am Rechner, um dem losgelösten, statischen Rendern zu huldigen, freut mich halt auch nicht. Pures HTML per Notepad++ hatte ich mehrfach in den Fingern und simples Directory-Leben, aber da dann doch mal wieder alles Ändern nachträglich, weil einem erneut die Unzufriedenheit wegen einer Kleinigkeit packt, ist halt auch erschlagend und der manuelle, eingrenzende Upload vom eigenen Betriebsrechner nervt zusätzlich.

Gefangen in der Freiheit der Auswahl. \o/
05:41 Uhr / 07.08.2017 / 20170807034114.txt