# Mulischaf

Sonntag 12. November 2017

[i] Und wenn wir schon bei solchen Themen sind, ist ein Blick in die Religion auch nicht besser:

"Was war geschehen? Franziskus hatte nach der Bischofssynode zu Ehe und Familie im Vatikan im Oktober 2015 in dem apostolischen Lehrschreiben „Amoris laetitia“ - mehr oder weniger in einer Fußnote - vorgeschlagen, es könne einen barmherzigen Umgang mit katholischen wiederverheirateten Geschiedenen geben. Gemeint war damit vor allem der Zugang zur Kommunion - ein sehr heißes Eisen, denn für konservative Katholiken ist und bleibt die Strafe für den „Ehebruch“ der Ausschluss von den Sakramenten."

Nur so am Rande... in Österreich liegt die Scheidungsrate bei ~40% und von der Dunkelziffer der getrennt lebenden Verheirateten, die aus sozialen oder wirtschaftlichen Gründen den Status beibehalten, reden wir da nicht mal. Man sieht also - Religion und Strafe funktionieren wirklich gut. Oder so. ^^

Auf der anderen Seite, wenn man sich das hier so durchliest "Auch Theologe Tück sieht keine Gefahr, dass Franziskus als „Papa haereticus“, also als ketzerischer Papst, diffamiert werden könnte. Dazu habe sich Franziskus zu gut abgesichert: „Zwei Drittel des Weltepiskopats haben dem Abschlussdokument zugestimmt.“ Er könne sich stets auf die Synode berufen.", muss man sich schon fragen, ob es nicht einfacher wäre, Kirchen und Co. abzuschaffen. Und als Gläubiger an einen Gott oder wen auch immer zu glauben, kann man ja weiterhin so oder so - dazu braucht es keine Tempel, Kathedralen und Oberhäupter mit Fußvolk und Finanzsystemen im Hintergrund. Gutes Tun gegenüber seinen Mitmenschen ist ebenso jedem Einzelnen ohne einer Kirche, Moschee oder Tempel möglich - sogar ohne einer Bibel oder Koran oder anderen Vorlagen eines eigentlich gesunden Menschenverstandes.


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