Montag 01. Jänner 2018

Ich bin gerade vom dem Film Memories of Murder (살인의 추억) (2003) aus Südkorea beeindruckt (Trailer). Der hat einige Feinheiten, die man vielleicht mit einer etwas düsteren Drama-Form eines "Kottan ermittelt" vergleichen könnte.

Allerdings sehe ich den Film auf Deutsch und im Vergleich zum Trailer selber merkt man erst, wie enorm die Art und Weise des Charakters eines Filmes sich mit den Stimmen und der jeweiligen Betonung ändert. Asiatische Filme an sich auf Deutsch bekommen nämlich immer einen ganz leichten Slapstick-Touch, der aber unverändert durch naive und schlechte Synchronisation entsteht, in anderen Sprachen bleibt die Ernsthaftigkeit bei solchen Filmen eher erhalten. Wer es sich schon mal angetan hat, ältere, klassische Filme mit diversen Kampfsport-Einlagen im Original anzuschauen, wird beispielsweise ebenso auch da schnell merken, dass man zwar nichts versteht, aber sie deutlich härter, ernster und seriöser sind, als die Klamauk-Darstellung in unserer Sprache. Warum auch immer, vermutlich spielt da eine gewisse Ansicht, Voreingenommenheit und das Klischee-Bild des Asiaten in den europäischen Augen mehr mit, als man sich eingestehen möchte. als

Schade mal wieder, aber unabhängig von der Syncro ist der Film trotzdem sehr gut und spielt auch mit der zarten Mischung von visuellen und musikalischen Elementen... sowas mag ich sehr.

Nachtrag: Ja, "New World" ist auch sehr gut.