Montag 01. Jänner 2018

# Wisst ihr, um was ich Asiaten und auch andere Menschen anderer Kontinente beneide...? Um die entspannte und bequeme Hockhaltung im Alltag. Man kennt das sicherlich nicht nur aus Filmen und Dokus sowie dem Urlaub, sondern auch manchmal von Touristen und anderen Neulingen in unserer nahen Welt, wenn man mal durch die Stadt spaziert. Stundenlang "hocken die da rum" und stehen dann einfach irgendwann auf und gehen weiter. Das ist zugleich auch der Moment, wo die meisten Europäer mal eben mit einem Kreislaufkollaps und einer Thrombose umkippen. Aber warum ist das so?

Habe mich da mal so durchgelesen und natürlich gibt es da von der Fitness-, Esoterik- bis hin zur wissenschaftlichen Seite so ziemlich alles, was der Mensch digital produziert und auswirft, was natürlich auch die Thematik mühsam macht. Theorien, amüsante Ideen und Gründe alias "Zu weit entwickelt" und andere Meinungen, in denen sich banaler Rassismus äußerst, der substanzlos durch die Zeilen wabbert.

Aber ganz nüchtern betrachtet und nicht unüberraschend ist das naturgemäß nichts anderes als Gewohnheit, vermischt mit alltäglicher Übung im Hamsterrad-Lebenszyklus. Können tut es Jeder, wenn man es denn nur machen würde. Aber irgendwie entspricht die Haltung nicht dem klassischen (zu fetten) Europäer, der da dann argwöhnisch und befremdet schaut. Man stelle sich beispielsweise irgendein Bezirksamt in Wien vor, wo der klassische Österreicher mit Mundl-Art in der Schlange... hockt. \o/

Schade, denn ich finde diese Sitzhocke-Position generell sinnvoll und praktisch und ärgere mich, dass ich hier selber nicht geistig und körperlich die letzten knapp 37 Jahre offen genug war und bin und deswegen nach wenigen Minuten eines Versuches mit einem Rettungshubschrauber geborgen werden und man dabei mit hydraulischen Spreizern meinen Beinwinkel wieder öffnen muss.

Herausfordernd, aber ich will das vermehrt üben. Ob ich mich das aber mal eben bei der Zugstation trauen würde, ist wohl eine andere Frage. Husthust! Leider... die Kultur und Tradition der Gesellschaften ist wirklich manchmal mühsam. Auch die Eigene. \o/

Nachtrag: Wurde mir als Link empfohlen: Lerne die tiefe Hocke. Und den anderen Link schmeiße ich auch noch dazu, auch wenn er den selben Titel hat: Lerne die tiefe Hocke.

Nachtrag: Ich stelle mir ja auch gerade ein Büro-Meeting vor, wo sich alle mal eben ins Eck hocken. Ist zwar nur für uns Europäer amüsierend, aber ist zugleich auch aussagekräftig, was die eigene Sichtweise betrifft.

19:42 Uhr | 01.01.2018 | 20180101184206.txt