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Freitag 30. Oktober 2015

# In der Cryptography Mailinglist läuft nebenbei eine kleine Diskussion über Bugs in Codes, die zu einem Absturz des Programmes führen. Prinzipiell geht man davon ja aus, dass man so ziemlich alles tut, was möglich ist, damit es eben nicht kracht im digitalen Alltag. Man umschifft Fehler, übergeht sie, puffert sie gewissermaßen, hält sie dezent im Hintergrund und so weiter.
Allerdings gibt es auch durchaus Gründe, warum es manchmal auch nicht schadet, wenn es einfach radikal abstürzt, als irgendwie weiter zu laufen. Zumindest der beispielhafte Gedankenansatz hat durchaus was: "Counter-example: crypto-finance applications, e.g. Bitcoin: Downtime just means you're not earning money, which is expensive, but not as expensive as incorrect values leading to you _bleeding_ money. In fact, the Bitcoin protocol had this very example happen. We had an overflow bug that caused invalid transactions to be accepted that created money out of thin air. Crashing on overflow would have meant that at worse the Bitcoin network went down - embarassing downtime, but at least everyone's money would have been safe. Instead it kept running, and when the problem was fixed a whole bunch of blocks were reversed." Allerdings gibt es durchaus auch andere Gründe, dass das nicht passiert und das wird ebenso mit einem passenden Beispiel erwähnt: Ariane 5, die aufgrund eines Programmierfehlers und des daraus entstehenden Überlaufs im Programm explodierte.


# Hat jemand schon von Euch mal in der Öffentlichkeitsarbeit seine Brötchen verdient? Dann wisst ihr ja sicherlich, dass man da immer sehr bemüht ist, sein Unternehmen bestmöglichst zu präsentieren, der Kunde ist König und wir sind die Guten und so weiter halt. Gut. Seit gestern liefert sich der Pressesprecher der deutschen Telekom auf Twitter ein paar kleine Debatten bezüglich der gerade gestürzten Netzneutralität... ich sage Euch: köstlich!
"Sorry, aber die Formulierung ist unsäglich. Zahlen Sie bei der Post Schutzgeld für's Express-Paket? #Bullshit"
"Einer muss der Verderber sein. War schon auf dem Schulhof so."
"Aber nein. Wenn wir Spaß haben wollen, diskutieren wir mit der Netzgemeinde über Neutralität. Da wissen wir, was kommt."
"Schon das war Ironie. Ich hatte die lustigen Debatten erwartet. Vielleicht brauch ich ein anderes Hobby."
"Für die Arbeit hier könnte man mir gar nicht genug zahlen. Da braucht's schon Überzeugung."
"Geht's noch plumper?"
"Ach ja. Das arme kleine Start-Up Google. Um die geht's Dir? Die kommen klar."
"Wie hätten Sie's denn gerne?"
Großes Kino. Hier mitlesen. =)


# Weil in letzter Zeit ja immer gerne darüber gesprochen wird, dass durch die zunehmende Automatisation keine Arbeitsplätze verloren gehen, weil die Arbeitskräfte ja dafür wiederum in anderen, spezifischeren Bereichen angesiedelt werden... dann braucht man doch eigentlich nur solche News lesen: "Amazon announced that at the end of September they had 30,000 Kiva robots at work in 13 fulfillment centers, effectively doubling (!) the number of Kiva bots that it had in 2014."
30.000 Roboter kurven da also die Packerl durch die Hallen. Und natürlich benötigt man fast so viele Humanoide angeblich, die diese Dinger fachtechnisch programmieren, fachmännisch pflegen und fachemotional lieb haben. Ja sicher!! Was dachtet ihr? Dass man auf 90% davon verzichten kann, weil ein kleines Team die irgendwo weltweit programmiert, wartet und lieb hat? Bleibt doch realistisch - jeder berufliche Roboter braucht einen humanoiden Kollegen - keine Angst! Also... sagen die da von der Wirtschaft und so. Und News-Medien glauben das.
Ich: Kopf > Tischplatte.

Nachtrag: Versteht ihr, was ich meine? Futuristisches Bistro in Oberösterreich mit Roboter, ohne Personal.


# Wo und wie lagert ihr Euer Geld? Lässt sich jemand beraten? Hoffentlicht nicht von solchen Heinis: "Der 33-Jährige, der eine Finanzberatungsfirma leitet, soll in den vergangenen Jahren Millionen Dollar in Spielcasinos verzockt haben... 2013 war gegen ihn wegen des Verdachts der Geldwäsche im Zusammenhang mit einem Immobiliengeschäft ermittelt worden." Finanzberater.


Donnerstag 29. Oktober 2015

# Spannendes und emotionales Interview mit dem Rapper KRS-One, dessen Musik mich ja auch schon seit den 90ern durch das Leben begleitet. Über Sklaventum, Schwarze und Weiße, Frauen, Hiphop und seine Einflüße... das Ganze in seiner typischen KRS-One-Power.
Sehenswert und der heutige Youtube-Tipp: "Real men don't exist in mainstream hiphop"


# Dinge, die sozialen Sprengstoff mit sich bringen: "Und noch etwas fiel den Ermittlern auf: Drei Viertel der Angreifer (auf Flüchtlingsheime) hatten laut BKA bis dahin noch keinen Kontakt zur rechten Szene."
Das sind schon gefährliche Entwicklungen, die einem tatsächlich Sorgen machen können - deswegen gilt mehr denn je, dass man diese Menschen vorher politisch und gesellschaftlich rechtzeitig abholen muss... und genau das wird in letzter Zeit nicht mal mehr versucht. Hassposter wegklagen, User-Gruppen ausgrenzen und als "Idioten" und "Dummköpfe" bezeichnen wird bald noch zu einem Boomerang und uns allen viel Zeit, Nerven sowie Geld kosten und schwierige Zeiten bescheren, die zudem auch noch richtige Katastrophen verursachen können oder gar werden. Es wird einfach notwendig sein, mit dem gegenseitigen Empören und Fingerzeigen mal aufzuhören und wieder das tun, das man nach dem Grenzfall auch getan hat: aufeinander zu gehen und sich den Anderen anschauen und seine Meinung anhören. (Bleibt dann vielleicht dennoch ein Idiot, aber als gesamte Gesellschaft gegen die Wand fahren ist noch schlimmer und hilft erst recht niemanden - schon gar nicht den Flüchtlingen, wie man ja immer öfter sehen kann.)


# Als Minimalist und genervter User sowie Webbastler wird man ja im Alter im schrulliger und beginnt das völlig überfrachtete World Wide Web äußerst kritisch zu sehen. Speziell überladenen Webseiten sind mir mittlerweile ein Dorn im Auge. Also habe ich gerade mal eben kurz nachgedacht und bin zu dem Schluss gekommen, dass es für uns alle besser wäre, wenn Webseiten generell wieder nur mehr so ausschauen: Beispiel: Textfile-Firma
Stimmt doch, oder? Schnell, übersichtlich, gut lesbar, kopierbar, Konzentration auf das Wesentliche, kein Grafik-Geblinke oder lange Ladezeiten. Ich würde das wirklich begrüßen, wenn wir uns alle wieder mehr in diese Richtung entwickeln würden... =)


Mittwoch 28. Oktober 2015

# Lalala. Sauerstoffmoleküle bei "Tschuri" entdeckt.


# Weil ich das hier so noch nicht als Text vertippt habe... ja, ich setze selber einen Werbeblocker ein und...
Edit: hach, ist ja egal. Text wieder entfernt...


# Die weltweiten Ernährungsprobleme sind endlich gelöst... Ressourcensparend ist das Ganze auch und ausreichend Nachschub an Artgenossen gibt es definitiv für längere Zeit. Die Idealsituation also: "In einem von zehn angeblich rein pflanzlichen Würstchen sollen Hühnchen oder Schwein enthalten sein. Die Forscher fanden ebenfalls heraus, dass eine alarmierende Zahl Spuren von menschlicher DNA enthält. Laut Metro stammt diese womöglich von Haaren oder Nägeln der an der Produktion beteiligten Personen."
Nachtrag: Statistisch gesehen gehe ich eigentlich aber sowieso davon aus, dass immer wieder mal da und dort ein Mensch unabsichtlich oder auch absichtlich in unsere Nahrungskette direkt gelangt und darin sozusagen verschwindet. Sollte man glatt mal auf breiter Basis und mit großflächigen Tests erforschen, wäre sicher spannend.


# Wollt ihr übrigens mal visualisiert sehen, was für einen Unterschied es macht, ob man Wordpress oder eben das bissl Perl-Zeugs mit Textdateien am Server laufen hat? Ich habe nämlich Screenshots vom Ressourcen-Verbrauch des Zoologie-Projektes von vor der Umstellung gestern gemacht... und von danach aktuell. Für den User selber hat sich dabei kaum etwas geändert, außer dass die Seite noch schneller lädt... aber dafür tut sich im Hintergrund einiges. Oder besser gesagt: jetzt nicht mehr. =)

Chart-Screenshot anzeigen

Sollte einem zum denken geben, in Hinblick auf was macht wirklich Sinn vs. Anforderungen vs. Leser. Und ja, es wurde natürlich zuvor umfassend gecacht bei der WP-Installation.


# Früher > Wissenschaft mit dem Hauch der Mystik: "Die Dünen singen".
Heute > Wissenschaft angepasst an die neue Leser-Generation: Wenn die Düne rülpst.


# "Am vergangenen Donnerstag habe ein gepanzertes Fahrzeug mit US-Personal an Bord das verschlossene Krankenhaustor gerammt, um sich Zutritt zum Gelände zu verschaffen... Die Verantwortlichen hätten irrtümlicherweise angenommen, dass sich keine Angestellten von Ärzte ohne Grenzen vor Ort aufgehalten hätten... Pentagonsprecher Davis sagte, das gepanzerte Fahrzeug sei auf das Klinikgelände eingedrungen, um die Standsicherheit des Gebäudes zu prüfen."
Versteht ihr? Die Standsicherheit! Na klar, da rammen wir mal einfach das Tor weg. Sieht ja keiner von den Trott... oh! Ähm... good morning sir! We are here to... ehm... serve and... protect... us... I mean you! You sir!!


Dienstag 27. Oktober 2015

# Falls jemand ein iPhone besitzt und cineastische Ambitionen verspürt: Tangerine. Mit dem Smartphone gefilmt und läuft im Kino. Tja - so ein norwegischer Krimi in dem Technik-Style wäre übrigens auch spannend. Generell glaube ich ja übrigens, dass dieser Trend der "flachen" Technik und Aufwand sich im Filmbereich weiter durchsetzen wird.
Will zum Beispiel jemand mal wissen, welche Stars heute von der Masse gefeiert werden? Ein kurzer Einblick in die Welt der Wohnzimmer-Youtuber von heute. Kein Hollywood, sondern mit der Kamera zuhause und mit Freunden unterwegs. Und jetzt werden Smartphone-Produktionen im Kino weiter salonfähig... da muss man ja mal glatt überlegen, ob nicht womöglich die Filmbranche mittelfristig auch auf ein ähnliches Schicksal zusteuert, wie die Printmedien oder die Musikindustrie in den Jahren seit der digitalen Revolution.


# Ok, es wird bereits früh dunkel und die Stadt verkriecht sich wieder langsam in den Wohnzimmern der gestapelten Betonwaben und beginnt in die Flimmerkisten zu starren. Der ideale Zeitpunkt also, um die Skripte und Co. von gestern zu schnappen und mal schnell eben alle Beiträge vom Zoologie-Projekt aus Wordpress zu exportieren. Ein paar Filter-Befehle da und dort drüber laufen, Dateien splitten und sortieren, auslesen, umbenennen und rumkopieren - und in Rekordzeit die Seite ebenfalls auf reine Textdateien und etwas Perl umgestellt.
495 Einträge waren es und dennoch hat kaum ein Arbeitsschritt mehr als ein paar Sekunden gedauert... in Summe hat der ganze Vorgang vielleicht 6 Minuten beansprucht. Früher, in der wilden Jugend damals, hätte und hatte ich hartnäckig alles per Hand und mit viel Ausdauer über Tage hinweg Datei für Datei manuell bearbeitet, usw... furchtbar!

Aber es geht noch munter weiter. Hier blogge ich ja mit dem Tastaturkürzel ALT + P mal schnell diese Zeilen via Shell-Skript, beim Projekt jetzt ebenso schnell mit ALT + O. Damit muss ich kein Programm extra starten mehr - Filezilla ade, Wordpressbackend ade, Datenbank, Login, Updates, Wartezeiten und so weiter ebenso ade... einfach die Tasten am Laptop drücken, lostippen und~oder Texte reinkopieren, schließen. Fertig. Ich weiß, ich weiß natürlich, dass das verrückt ist, aber sowas macht mich tatsächlich ein wenig glücklich.
Auch haben sich die Datengrößen natürlich um quasi 90% gleich mal wieder reduziert, denn die knapp 500 Einträge sind gerade mal ~240 kb zusammen groß, das Perl-Zeugs und der Rest 38 kb - und das war es auch schon wieder. Man könnte das Ganze glatt auf eine Diskette speichern. =)

Nachtrag: Aso, Auslöser für das Ganze war, dass ich mal so einen Blick auf die Server-Statistiken beim Provider geworfen hatte und feststellen musste, dass Wordpress da und dort immer wieder recht hohe Spitzen bei der Auslastung erzeugt - und ich persönlich sehe da die Blog-Engine mit dem ganzen Rattenschwanz und Umfang als Ursache - und nicht den "kleinen" Account. Wie immer: minimal ist besser.



Privater Meinungsblog von Emanuel aus Wien, ressourcensparend zusammengestoppelt aus aktuell 1707 Textdateien. Befüllt mit wechselnden Meinungen, chaotischen Gedankengängen und gemischten Gefühlen. Revidierungen finden immer wieder statt, Tippfehler runden das Ganze ab. Mein Blog = meine Meinung. Hier der schludrige RSS-Feed und hier der Kontakt. Keine Kommentare. Keine Herzchen. Kein Tracking. Kein Javascript. Keine Cookies. Keine Werbung.
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