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Mittwoch 21. Oktober 2015

# Falls jemand noch gute Musik für den Abend sucht... immer sehr fein: Bebo & Cigala. Und den Rest des Konzerts, denn praktisch alle Stücke sind gut und ich mag auch die eingestreuten Klavier-Solos sehr. Ideal um in Ruhe am Gerät zu arbeiten oder durch die Straßen am Abend mit den Kopfhörern zu stapfen und dabei die laute, hektische Welt rundherum auszublenden.


# Ein Vogel schreibt mir gerade auf G+ und klärt mich über die bösen amerikanischen Konzerne auf, die uns erpressen und uns unterdrücken, vor allem Windows is the evil - und dass aber Google hingegen kostenlos und damit eine feine Sache ist.
Schreibt er so. Auf einer Seite eines kommerziellen US-Anbieters. Der seine User-Daten sammelt und davon lebt. Aja. Kostenlos und so. Wir merken uns: Datenstaub von Humanoiden ist ja nichts wert. Das Windoof einschränkt ist halt auch so eine hausgemachte Sache, aber darüber rege ich mich jetzt mal nicht auf.

Nachtrag: Erinnert mich an die Diskussion über Meinungsfreiheit und Zensur vor einiger Zeit unter Journalisten..... auf Twitter.


# "Hypo-Zeuge kämpft mit Erinnerungslücken".... kämpft!! "In seinen „Nicht-Ausführungen“ verweist er jedoch regelmäßig auf das Bankgeheimnis oder kann sich gleich gar nicht mehr erinnern." Lalala. Geht mir auch so. Kenne ich. Ich frage mich auch gerade, in welche der zwei Taschen ich das 1€-Stück gesteckt habe. Nicht so leicht alles! Echt jetzt.


# Das Feine an der Sache ist ja, dass man bei solchen Dingen wie dem Laptop heute, dem gestrigen Schuften in der Wohnung und generell wenig Schlaf, wenigstens ordentlich genervt durch den Tag tapst. Und sich herrlich über Menschen wiedermal ärgern kann, die es nicht schaffen, das Geld nach minutenlagen Warten an der Kassa griffbereit oder gar abgezählt zu zücken und immer wieder auf das Neue richtiggehend bestürzt sind, dass sie genau JETZT völlig ungeplant das Geldbörserl oder die Karte brauchen... Gut. Aber nicht mal das ist so schlimm, wie Menschen, die ihre Konsumgüter noch nicht einmal bezahlt haben, sprich gekauft, und dennoch bereits unlösbar mit ihren Dingen am Förderband verwachsen sind.
Ernsthaft. Die Dinge laufen nicht weg. Sie fahren nur ein Stückchen vor oder kommen eh gleich wieder nach... man kann trotzdem ganz entspannt ohne Drängen und Luftlöcher sich vorwärts zur Kassa bewegen. Das geht! Ich habe Kopfweh.


# Nachtrag: den Laptop wieder mit Netzspannung zum Laufen gebracht... und zwar mit einem Netzteil, von dem ich nicht mal genau weiß, wofür es mal gedacht war, vermutlich mal von einem Nettop oder dergleichen vor fast 8-10 Jahren & der Output ist etwas niedriger, aber es läuft anscheinend problemlos.
Jedoch - mit eingelegtem Akku und diesem Netzteil lässt sich der Laptop nicht einschalten, streikt dabei - und ohne Akku und mit dem alten Netzteil läuft es auch nicht. Irgendwie habe ich das Gefühl, als hätten sich Akku und Netzteil gegenseitig in den letzten Wochen ruiniert... muss aber noch schauen, ob das Nicht-Laden mit dem neuen Netzteil womöglich doch nur an der niedrigen Spannung liegt. Allerdings sollte eigentlich zumindest der Laptop so starten, da er ja dennoch am Netzstrom dabei hängt. Seufz, wenigstens kann man arbeiten.

Update: Ha, jetzt weiß ich, was niedrige Spannung zu einem Problem macht... Youtube-Videos in hoher Auflösung? Nö. Zupp, aus. Wir bleiben also im textbasierenden Modus. =)


# So ein Systemausfall - wie jetzt mein toter Laptop als Hauptgerät - zeigt mal wieder schön, wie gut und sinnvoll regelmäßige Backups und das Prinzip von einfachen Formaten ist. Ich produziere ja nämlich generell und bewusst nur mehr so wenig Datenstaub wie möglich - und konnte vor dem Abschmieren des Laptops innerhalb von nur einer Minute noch schnell die wichtigsten Daten auf einen Stick retten. Was jedoch auch zugegeben keine Herausforderung darstellt, weil fast Alles als reine txt-Dateien vorliegt, damit ist ein Copy & Past sehr schnell erledigt und zudem passe ich heutzutage auch nur noch wenige Programme langwierig an meine Bedürfnisse an - stattdessen fahre ich meistens schlicht und ergreifend mit den Standardeinstellungen, kann also jederzeit das Programm austauschen, wechseln bzw. eben auch das Gerät. Kleine Settings da und dort exportiere ich regelmäßig, falls möglich, und das war es schon wieder.

Solange also diverse Account-Daten und ähnliches als xml oder txt gesichert sind, sowie eine handvoll Word-Dokumente, ein paar Emails und mein Offline-Wiki-Tool mit generell meinen wichtigsten Kontakten und dergleichen (ebenso txt-Format), ist schon die halbe Welt gerettet und man kann auf einem anderen Gerät meistens dann mehr oder weniger fast nahtlos den Alltag fortsetzen. Viel störender ist da dann eher die technische Einschränkung was Leistung, Bildschirm-Größe, Tastatur, Anschlüsse und Co. betrifft, weil mit diesen Dingen steht und fällt der leistungsfähige Alltag ja doch dann auch irgendwie.

Aber ich sehe darin auch was Gutes - egal, ob sich mit einem neuen Akku alles wieder schnell ins Leben zurückholen lässt, es treibt mich erneut an, meine Datenstaub-Verwaltung noch weiter zu vereinfachen und zu "verbessern", um zukünftig noch deutlicher losgelöst vom System (und auch Betriebssystem) bzw. Programmen und Co. zu bleiben. Immer schön brav frei und unabhängig bleiben!


# Ein großartiger Morgen. Die Nacht im "neuen" Bett war eher undefinierbar, also mal die nächsten Tage abwarten... dafür hat sich mein Laptop heute Früh erneut mit dem Akku-Problem verabschiedet. Und bis jetzt hat er sich nicht erfangen - das Gerät bleibt jetzt sogar vollständig tot. Besonders fein und genau zur passenden Zeit, wo ich ja so gar nicht auf die Klappkiste angewiesen bin. Hüstel. Jetzt provisorisch und eingeschränkt über das Chromebook mit dem aufgespielten Linux an der digitalen Leine, aber das geht so natürlich auch nicht auf Dauer - schon alleine wegen dem kleinen Bildschirm, Dokumente bearbeiten, usw... Mal schauen, ob sich wo ein Ersatzakku billig auftreiben lässt - inklusive der zugehörigen Hoffnung, dass es nur daran scheitert. #frust

Update: Oha, die Preise sind ganz schön gesalzen! Also mehr als ich in meinen grauen Zellen der Erinnerungen so abgespeichert habe, aber vielleicht sind die Teile heutzutage wieder teurer geworden. Zum Teil und je nach Anbieter kostet der Akku fast ein Viertel vom damaligen Neupreis oder sogar noch mehr. Außerdem zweifle ich gerade auch sehr daran, denn eigentlich sollte der Laptop ja auch nur mit dem Netzteil und entnommenen Akku laufen im Regelfall, tut er aber auch nicht. Mal also irgendwo ein anderes Netzteil suchen und die Fehlerquelle besser eingrenzen... seufz.


Dienstag 20. Oktober 2015

# Es wird spannend! Die große Frage ist nämlich... knalle ich morgen in der Früh gegen die Wand oder breche in Panik aus? Ich habe nämlich nach gefühlten Jahrzehnten mein Bett radikal umgestellt - liege also jetzt anders gedreht und die Wand ist nun seitlich sozusagen auf der anderen Seite. Ich hoffe, dass ich mir dessen beim Aufwachen auch noch bewusst bin und nicht dann gar verzweifelt "eingesperrt" an der Wand schabe - sofern ich nun jetzt überhaupt besser und entspannter schlafen kann... der Hintergedanke und Grund dieser sehr anstrengenden Aktion. =)


# WTF!?! "Medialer Pranger: Deutsche Bild-Zeitung druckt Hasspostings ab" - inklusive Klarnamen! Die Welt wird immer verrückter. Man kann nämlich nur hoffen, dass jeder Eintrag auch soweit (und rechtlich) geprüft und recherchiert wurde, so dass bei jedem Beitrag ausgeschlossen ist, dass nicht womöglich der/die angepisste/r Ex, die lieben Kinder, der genervte Sitznachbar oder mobbende Kollege oder ein Cracker/Hacker in dessen Namen und Account sich einen Spaß oder Rache erlaubt und eine Lücke oder Zugangsdaten ausgenützt hat (z.B Handy mal eben ausgeborgt oder gestohlen), um jemanden solche Postings unterzuschieben (Wie oft wurden schon Facebook, Twitter und Co.-Accounts von bösen Usern übernommen? Oft!). Man stelle sich beispielsweise vor, man fährt zwei Wochen auf Urlaub, kein Zugriff auf Facebook und dann kommt man zurück und sein Name steht in den News als Hassposter. Sowas ruiniert die gesamte Existenz eines Menschen.

Edit: Nein, haben sie nicht geprüft!! Uff! Mahlzeit. Und nicht mal, ob es sich überhaupt um rechtlich beanstandbare Aussagen handelt oder gar um freie Meinungsäußerung, um die man Jahrzehnte in einem demokratischen Land gekämpft hat. Das ist wirklich ein gesellschaftlicher Wahnsinn gerade und völliges Versagen jeglicher Vernunft was hier zur Zeit passiert. Rechtsstaat ade. Selbstjustiz und Dorfpranger: willkommen zurück! Früher war man mal unschuldig, bis rechtlich die Schuld bewiesen ist. Heute ist es umgekehrt... und solche Aktionen ermöglichen nicht mal eine Revision mehr, wenn doch mal ein Ahnungsloser/Unschuldiger oder technischer DAU, der seinen einmal verwendeten Account dann vergessen hat und gar nicht weiß, was dort gerade so passiert, in die Mühle der gesellschaftlichen Pranger kommt. Dessen Leben ist dann einfach auf ewig zerstört - denn das durch Printmedien gefütterte Netz mit Fingerzeig vergisst Klarnamen dann nicht, abgesehen davon dass alle Ausgaben von Nachrichtenblättern in den Bibliotheken quasi auf ewig archiviert werden. Mir macht dieser Trend echt Angst, denn sowas schwappt dann gerne auch auf andere Themengebiete über.
Und das sage ich als jemand, der gegen rechts ist und der Meinung ist, dass auch Europa zu seiner Verantwortung zu stehen hat (Stichwort Flüchtlinge, Waffenexporte, usw...).


# Steht es um die TV-Welt - oder um mich - schlecht bestellt, wenn man sich fast diese Zeiten wieder in der Flimmerkiste herbeiwünscht?


# "Hasskommentare auf Facebook: Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Facebook-Manager" und alle freuen sich. Endlich wird was gegen die bösen Einträge getan!! Aja, genau. Aber zugleich öffnet man damit die Büchse der Pandora... bald braucht man als Seitenbetreiber wirklich keine Kommentare und so weiter führen, einfach weil es zu risikoreich ist. Ich bin ja gespannt, was passiert, wenn es mal soweit ist, dass Facebook und Co. ihre User für die Kommentare bei ihren eigenen Beiträgen verantwortlich machen. Oh, Du warst zwei Wochen auf Urlaub, als jemand unter dein Kinderfoto "Fickt Euch ihr Noobs" geschrieben hat? Und hast es zwei Wochen lang nicht gelöscht? Tja, Pech... musst schon stündlich kontrollieren. Ist ja dein Profil. Zack und Strafe. Ich wette ja, die Empörung in der Masse wäre sicher enorm ("Wie soll ICH jetzt dafür verantwortlich sein, was der da schreibt bitte??!!").
Wann versteht man endlich, dass es sich hier um eine gesellschaftliche Herausforderung handelt und nicht um ein Plattform-Problem? Das Löschen entfernt ja nicht die Ansichten und Meinungen von Menschen und das Abstrafen von Seitenbetreibern ebenso nicht. Aufklärung, Bildung und dergleichen sind die Schlüsseln, einfaches Löschen löst einfach keine Probleme. Grummel. Das ist naiv. Und zu bequem.


# Ah - man kommt gleich von Einem in das Andere. Die Frage, ob man als Blogger selbstverliebt ist, stellt sich eigentlich genauso wie bei Usern auf Facebook, Instagram, Twitter und Co. Es gibt für mich persönlich da nämlich einen gravierenden Unterschied... meinen Blog hier zum Beispiel kann man lesen. Man kann, muss aber nicht. Wem dieses Geschreibsel auf den Nerv geht, der braucht einfach diesen Domain nicht besuchen und bleibt damit ganz unkompliziert verschont und hat auch keine Arbeit damit. Auch den RSS-Feed kann man abonnieren, aber jederzeit ebenso wieder aus seiner Liste entfernen. So ein Blog ist also eine One-Way-Nahrung... ich bekomme sie nur, wenn ich selber hin greife. Greife ich nicht hin oder schaue ich nicht danach, existiert sie bzw. der Blog einfach nicht. Blogs ohne Eigenwerbung oder externer Anbindung leben also erst durch den User ("Ist die Katze in der Kiste noch am Leben oder schon tot oder beides?")

In diversen Social Media Kanälen wie Facebook, Twitter, Google+ und so weiter, spüle ich hingegen selber aktiv in den News-Stream aller meiner Kontakte meine Beiträge und forciere damit, dass auch Freunde mich zum Beispiel gezielt nicht als "Freunde" aufnehmen (wo immer ein Druck vorhanden ist) oder gar mich sperren oder filtern müssen. Es erfordert also eine vorsätzliche Ignoranz des Gegenübers oder eine Interaktion seinerseits, wenn er von mir genervt ist. Andernfalls bekommt er einfach alles zu sehen, was ich ihm so vorsetze durch Postings, Likes oder im schlimmsten Fall Selfies.

Darin liegt für mich der Unterschied - deswegen gibt es hier und auf den anderen Seiten und Blogs keine Likes, Shares und all diese Dinge, weil ich es als selber sehr lästig empfinde, wenn das jemand macht und mir quasi die Entscheidung aufdrängt, seine Sachen zu sehen oder eben auch zu ignorieren. Denn ich bin irgendwie dazu gezwungen quasi, eine Stellung zu beziehen und damit zu äußern. Und hier beginnt bei mir der Narzissmus in der Online-Welt, dem ich selber ständig entrinnen will. Deswegen liebe ich technische Mailinglisten und Channels - lange Diskussionen, aber es bleiben nicht die Namen hängen, sondern die Tools und Lösungsansätze. Es ist wesentlich neutraler und angenehmer und ich kann, muss sie aber nicht lesen - und es gibt keine Konsequenzen, egal wie ich mich entscheide.

Würde ich einen Blog führen, wenn es ein Gesetz gäbe, dass alle Blogs unter dem selben Pseudonym "VerfasserUnbekannt" zu führen sind, keine persönlichen Bezug aufweisen dürfen und es keine Nachvollziehbarkeit zur realen Person geben darf sowie auch Kommentare mit dem selben allgemeinen Pseudonym "VerfasserUnbekannt" publiziert werden...? Jap, definitiv. Denn das Tastenklopfen macht Spaß.
Aber ja, ohne Narzissmus kein Mensch. Vermutlich.


# Gestern hatte ich ein Gespräch mit einem analogen Menschen (ja! kommt selten, aber doch vor), wo die Frage auftauchte, ob man als Blogger Selbstverliebt bzw. Narzisstisch sei. Ein Thema, dass ich schon mal früher zwei-dreimal in alten Blogs vertippt hatte, aber die Frage bleibt unverändert interessant, weil es immer wieder den Zugang Anderer zu dem Gebiet der geschriebenen Tagebüchern aufzeigt und auch berechtigt ist.

Prinzipiell - schätze ich jetzt aus meiner persönlichen Erfahrung - würde ich mal sagen, dass 60% der Blogs dem Zweck der Selbstdarstellung und gesellschaftlichen oder beruflichen Reputation dienen. Schaut her, ich habe Euch was zu sagen, es ist gut gestaltet, es folgt einem Konzept und es verknüpft meinen Erfolg mit meinen Referenzen oder dient als Referenz. Spontan fallen mir da die vielen Beauty-BloggerInnen und Co. ein, die das ja vorwiegend aus Selbstzweck machen und zugleich die Illusion aufbauen "Ich bin schön, erfolgreich - schaut her und arbeitet mit mir". Gibt es aber natürlich auch bei politischen Blogs (ich möchte selber mal Politiker werden und kandidieren) ebenso bei Wirtschaftskram (bucht meine Agentur oder Kanzlei) oder Ich erzähle Euch jetzt mal meinen Kampf gegen die Depression (Aja, habe auch ein Buch geschrieben, hier am besten kaufen klick), aber auch Ich kritisiere die Gesellschaft und Euer Tun (Ich bin gerne einer, der auch mal aufs Podium geht und kratzige Meinungen loswerden möchte und mich dann in Euren Blicken suhle) und so weiter...

Von den restlichen 40% der Blogs würde ich mal sagen, sind 30% - speziell in der Welt der IT - die tatsächlich dem Wissen & der Teilung (Sharing) von Tools, Know-How und so weiter den Vortritt einräumen und selber dabei zwar durchaus auch mit ihrem Namen auftreten, aber dennoch bleibt eher das "Service" beim Leser hängen und es basiert dabei auf den Grundlagen des Netzes mit "Nehmen und Geben". Die würde ich nicht unbedingt als Selbstverliebt, Selbstbewusst, Selfpromotion und Co. wahrnehmen, sondern einfach Leute mit einem gewisse Steckenpferd, dass sie halt vertippen und teilen und auch selber wiederum einen z.B. technischen Nutzen/Feedback/Optimierung daraus ziehen - durch gemeinsame Lösungen, Adaptierungen oder kollaborative Projekte.

Dann gibt es noch ein paar Wenige in dieser Gruppe, die zum Beispiel privat über ihre Psyche, Probleme, Alltagskrise und Lebensalltag schreiben, das aber oft hinter einem User-Pseudonym und nur angeschnittene Fotos, wo man nicht wirklich weiß, wer der Mensch in der analogen Welt ist - ich behaupte mal, dass die einfach einen Weg suchen, sich ihre Inneres von der Seele zu schreiben und auch dabei Feedback suchen. Was legitim ist und ich für ok halte - ist die manchmal durchaus hilfreiche Selbsttherapie.

Und dann gibt es noch die restlichen 10%, die ein bisschen den Mainstream entfleuchen wollen, keinem Konzept folgen und verschiedene Themen chaotisch vermischen und mehr oder weniger keine Rücksicht auf den Leser nehmen, keine Werbung schalten, keine Kooperationen führen und auch mal ungeschliffen agieren - weil sie gerne mal aus dem Systemlicht in den Schatten stapfen und unbekannte Lichtungen finden wollen, ohne dass es Konsequenzen gibt.

Auf diese letzten 10% arbeite ich zumindest versuchsweise hin - zumindest bei dem Blog hier (gibt ja noch mehr =). Aus meiner eigenen Sicht, die natürlich nie neutral ist, kann ich zumindest definieren, dass ich einen "wilden, unkontrollierten" Blog nebenbei möchte, der sich keinen Regeln beugen muss, kein thematisches, festes Ziel hat, nicht den üblichen Anforderungen entspricht (grottiges Layout, keine Titel, keine Tags, keine Suche, keine Kommentare...) und wo ich gedankenlos einfach das rein schmeiße, was mich gerade in diesem einen Moment, wenn ich zufällig vor dem Beitrags-Skript sitze, beschäftigt. Ohne darüber nachdenken zu müssen, ob das Klickzahlen bringt oder gar kostet, ob das jemanden interessiert oder nicht und ob es meinen Referenzen schadet oder sie erhöht. Es ist so das persönliche Alltagstagebuch, das erst nach vielen Jahren interessant wird, ähnlich wie Kinderfotos, die man sich alle Jahre mal vielleicht anschaut und dann Sachen erneut entdeckt - aber die interessieren jemanden anderen auch eher nur Höflichkeitsbedingt, wenn überhaupt.

Selbstverliebtheit in der digitalen Welt setzt für mich also voraus (zumindest so verstehe ich es), dass der Schreiber gezielt damit hausieren geht und auf Zuspruch hofft.Und ich hoffe, dass ich dem entfleuche - auf der Grundlage dessen, dass der Blog hier nur meinen Vornamen führt und mein Portfolio selber keine Infos in sich trägt, die man per Zufall über die Suchmaschinen findet. Soll heißen, wer gezielt nach meinem Namen sucht, der will sowieso was von mir, kennt mich bereits und findet mich und meine Seiten dann. Kennt man meinen Namen jedoch nicht oder sucht nach unspezifischen Begriffen, dann findet man meinen Blog und die Seiten sowieso einfach nicht und ich bin im Netz unsichtbar - maximal zufällig aufgrund eines Eintrages durch einen Begriff, nur ist dann wiederum der Namen oder Schreiber hinter dem Text sowieso uninteressant. Es gibt also zumindest mit diesem Blog keine Möglichkeit der Reputation oder "Verwertung" - zumal ihn sowieso nur Freunde (und ein paar Feinde) lesen (schätze ich mal).


# Es knarrt mal wieder in der Welt der Finanzen und dieses Mal vor der Haustüre: die Bank Austria soll sich auch mal wieder erneut zersetzen. Der Bank Austria bliebe damit das Geschäft mit vermögenden Privatkunden und Vermögensverwaltung - diese würden aber in deren Schoellerbank übersiedeln, so der „Standard“: „Sollte all das wirklich kommen, bliebe von der Bank Austria ein Skelett aus Vermögensverwaltungsgeschäft, diversen Töchtern und allenfalls von der BAWAG nicht übernommenen Mitarbeitern.“ Für einen beachtlichen Teil alter Pensionslasten hafte die Gemeinde Wien.
Lalala. Die nicht vermögenden Privatkunden landen also bei der Bawag. Mahlzeit, genau dort wollte ich immer schon hin... Hüstel. Ernsthaft - mittlerweile ist das Geld unterm Kopfkissen fast praktischer und unkomplizierter. Aja, auch meine BA-Bank unten am Eck haben sie mal eben zugedreht so nebenbei und "übersiedelt" im Zuge von "Modernisierungsmaßnahmen".


Montag 19. Oktober 2015

# Also ich war gestern zu lange auf erneut und bin auch zu lange am Bildschirm gesessen, mit dem Ergebnis, dass sich meine Augen heute etwas gereizt geben und ich deswegen mal an diesem Montag hier aussetzen werde - aber zusammengefasst habe ich mich ein wenig mit der Optimierung der Seitenaufrufe gespielt. Das Ziel: weniger Datenstaub, geringere Ladezeiten, niedrigerer Traffic.

Also habe ich den Blog durch etliche Performance-Test-Services laufen lassen - Ergebnis fast überall an die 100 von 100 Punkten... kein Wunder, denn man findet hier ja nur Text. Leichte Übung. Einziger Flaschenhals war jedoch etwas überraschend die eingebunden Open Sans Schrift im ttf-Format, denn die verschluckt gleich mal 217,4 kb (gar nicht darauf geachtet) und damit weit mehr als die Hälfte des Traffics pro Seitenaufruf (wenn nicht im Cache). Die Seite bzw. das Gerüst an sich schlagen sich hingegen mit gerade mal 25,4 kb (aktueller Stand bei der Messung) zu Buche - dafür also, dass die Schrift nur eine nette Beigabe ist, ist das ein ganz schöner Brocken.

Aus unerfindlichen Gründen hat kein Ansatz zu einer gzip-Unterstützung via htaccess geklappt, also habe ich mich (zum ersten Mal tatsächlich) mit dem "neueren" Format von Schriften und zwar dem *.woff-Format beschäftigt. Ergebnis war eine Konvertierung der Open Sans bei FontSquirrel von ttf zu woff und dem Austausch in der @font-face-Sektion in den CSS-Anweisungen... mit einem klaren Gesamtergebnis:

HTML weiterhin auf 25,4 kb aktuell, Open Sans im woff-Format nur mehr mit 24,3 kb. Und DAS ist ein deutlicher Unterschied, denn der Kontrast gegenüber 217,4 kb ist schon enorm und die Ladezeiten verringern sich natürlich dadurch um weitere Millisekunden. Bei einem erneuten Aufruf wird zudem die Schrift aus dem Browser-Cache des Users geholt und damit bleiben nur mehr die 25,4 kb übrig (177 Millisekunden) bei einem Reload.

Klingt alles nach kleinen Zahlen, aber sie sind dennoch relevant, schließlich summieren sich bei 1000 Seitenaufrufen die Zahlen ganz schnell. Beim Wiki auf der Hauptseite sind die Summen noch geringer, weil dort die Ausgabe nicht wie beim Blog erst über Perl und via Listung (mit Pagination, Datum, usw...) geparst werden muss, deshalb sind wir dort in der Liga von klassischen 6,6 kb und 43 Millisekunden~ pro Seitenaufruf, die man aber eigentlich noch weiter drücken könnte (werde ich sicher noch in Angriff nehmen).

Ich empfinde diese Dinge immer wichtiger und werde da immer radikaler - eine Webseite sollte einfach sofort auf einen Klick da sein und einem nicht warten lassen. Ich reagiere schon allergisch mittlerweile, wenn ich bei einer Seite sehe, dass es da mehr als 2~3 http-Requests gibt.Nachdem PHP, MySQL und Co. schon wegfallen, Cookies und Tracker-Zeugs ebenso bietet sich noch die Minimierung der HTML-Ausgabe an und ein paar kleine Header-Dinge, dann bin ich eh am Limit angelangt und kann hier auf dem shared Server eh nicht noch mehr tun. Aber es spart unterm Strich im Laufe der Zeit viele MBs an Traffic, Zeit und weiteren Ressourcen. Und das sollte jeder Webbastler als Ziel haben (speziell auch, dass eingebundene Schriften am eigenen Server doch auch viel ausmachen können) - ich werde da jetzt verstärkt überall ein Augenmerk darauf legen und nach und nach da und dort optimieren.

Nachtrag: hier ein Online-Einblick bei GTmetrix. Die Werte ändern sich natürlich je nach Anbieter, Test, Uhrzeit, Serverstandort, usw... ständig.



Privater Meinungsblog von Emanuel aus Wien, ressourcensparend zusammengestoppelt aus aktuell 1707 Textdateien. Befüllt mit wechselnden Meinungen, chaotischen Gedankengängen und gemischten Gefühlen. Revidierungen finden immer wieder statt, Tippfehler runden das Ganze ab. Mein Blog = meine Meinung. Hier der schludrige RSS-Feed und hier der Kontakt. Keine Kommentare. Keine Herzchen. Kein Tracking. Kein Javascript. Keine Cookies. Keine Werbung.
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