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Sonntag 18. Oktober 2015

# Heute ist irgendwie so ein Tag für Pullover, Kakao, Kerzen und seichte TV-Unterhaltung. Ein paar Zeilen tippen, ein paar Dinge optimieren, ein paar Rückstände verklicken und zielbefreit sowie bequem Wissen schürfen. Zu lange wach gewesen, zu müde und eine träge Menschenmasse auf den Straßen - mehr bietet sich an diesem Sonntag nicht an. Eigentlich fehlen jetzt nur noch Palatschinken mit Schoko-Topfen-Füllung und Nussstreusel. Mmmhhh!
Nachtrag: Mega Shark vs. Kolossus ist wirklich mehr als nur billig. So quasi die Klasse 2c "Käferfüße" der Filmakademie Klein-Meisendorf haben da was gebastelt.


# Sehr fein. Ein Klassiker am Sonntag... seit einiger Zeit lädt der Akku vom Laptop immer wieder mal nicht, manchmal erholt sich das Ganze nach wenigen Minuten, manchmal braucht es dazu erst einen Neustart. Wirkt nach einer Mischung zwischen Software und Hardware-Problem.
Und jetzt gerade hat sich das Fluffi einfach mittendrin abgedreht und schweigt nun. Gut, mal testweise mit einem anderen Netzteil laden und einstweilen hier am Chromebook tippen. Aber diese Sache macht mich gerade etwas unrund. Update: Lädt wieder und läuft. Mh.


# Weil ich ja ein Menschenfreund bin (mwahaha) habe ich mich dazu durchgerungen, das Ganze hier etwas lesbarer zu machen und deswegen die Optik soweit angepasst, dass man den vielen Text ein bisschen besser und sauberer überblicken kann. Die Rahmen helfen da optisch etwas, einen Halt und eine Orientierung zwischen den Einträgen zu finden. Hoffe, das passt auch für Euch so... und weiterhin gilt: kein Javascript, keine Cookies, kein Tracking, kein externer Kram.


# Fukushima ist uns ja allen durch die Erdbeben und Tsunami-Tragödie ein Begriff - ein ganzer Landstrich wird mal eben ausgerottet, Tausende sterben und der Rest wird evakuiert. Die Menschheit wird also quasi von einem auf den anderen Tag verschluckt und aus der Geschichte gelöscht, während das Alltagsleben auch ohne sie unverändert weitergeht - Ampeln, Straßenbeleuchtung und so weiter.
Hochspannende Foto-Serie aus den gesperrten Arealen, die auf eine makabere Art wunderschön zeigen, wie es ist, wenn mal der Tag X eintreten sollte... was bleibt und kommt. Verwachsene Gehsteige, Supermärkte als Spinnen-Hort und Autos in der Apokalypse.


Samstag 17. Oktober 2015

# Wenn ich mal sehr müde bin, dann lasse ich mich so wie viele Andere im Netz auch einfach mal berieseln - zum Beispiel am Abend im Bett mit dem Tablet beim Einschlafen. Dabei habe ich einen Ausschnitt einer Szene aus der Aufzeichnung des Computerspiels SOMA (Trailer) aufgeschnappt:

"Wusstest Du, dass der menschliche Körper aus bis zu 75 Billionen Zellen besteht? Sie bleiben aber nicht alle bis zu unserem Tod bei uns... Einige leben nur ein paar Tage, andere dagegen ein paar Jahre. Ihre kurzen Lebensspannen beeinflussen die Versorgung unserer Körper aber nicht, da sie von neuen Zellen ersetzt werden. Ich glaube nicht, dass irgendjemand behaupten würde, dass wir bei diesem Prozess unsere Persönlichkeit verlieren würden, dennoch befinden wir uns in kontinuierlichem Wandel.
Wie also bleiben wir die Selben? Ein fortwährender Fluss aus Gedanken und Wahrnehmung bilden eine ungebrochene Kette der Kontinuität, die wir als unser Selbst bezeichnen. Unser Bewusstsein ist nicht das Muster unseres Gehirnes, sondern eine kontinuierlich aufstrebende Entität, die auf diesem Muster basiert."


Ich finde das einen spannenden Gedankenansatz, denn es stimmt ja - ständig bilden sich auf und in mir die Zellen neu, auch im Gehirn ändern sich permanent die Bedingungen sowie Teilchen und ich bestehe zudem auch fortwährend aus dem, das ich mir im Alltag zu Gemüte führe an Nahrung und sonstigen Stoffen, die mich auf deren Basis ständig neu bilden und zugleich erhalten. Und obwohl ich eben meinen Körper ununterbrochen überall in der Gegend verstreue sowie aufnehme und ständig Nachschub an neuen Zellen produziere - zugleich zusätzlich auch aus Billionen von Mikroben und anderen, autonomen Lebewesen bestehe - verliere ich mich aber nicht und bleibe weiterhin der Selbe. Mein Ich besteht also trotz des physikalischen Wandels. Eigentlich sehr interessant und ein spannendes Thema zum vertiefen.


Freitag 16. Oktober 2015

# Gerade aufgeschnappt, dass die Journalisten-Ausbildung erneuten Einschnitten bei der Förderung unterliegt. Stelle ich mir natürlich die Frage, worin genau die Ausbildung eigentlich so besteht - mal nachlesen:

Effizient recherchieren, Schreibcoaching, Reportage, Interview, Social Media für Journalisten, Moderationstraining, Inhouse-Trainings in den Redaktionen, eine berufsbegleitende Basisausbildung

Öhm, ja - vermutlich steche ich da jetzt in ein Wespennest und es summt dann bunt, aber jetzt mal ehrlich... ich folge auf Twitter und anderen Kanälen etlichen Journalisten und stolpere auch bei Veranstaltungen in diesen Metiers immer wieder mal rum. So wie in der IT sind Diejenigen gut, die es eben nicht direkt gelernt haben, sondern es einfach getan haben. Interesse, Steckenpferd, jahrelang von Gänseblümchen gelebt und sich ihre eigene Zeitschrift aus Spaß gedruckt haben und Sektempfänge hassen.

Effizient recherchieren ist mal schon nicht die Stärke der meisten Keimlinge, denn wenn man aufmerksam liest, ist fast alles mal nur 1:1 von der APA oder anderen Portalen abkopiert. Ungeprüft natürlich. Wird auch nicht korrigiert dann, wozu auch. Zahlen eins zu eins aus Wikipedia aus dem Beitrag von vor 3 Jahren entnommen. Zudem stimmen beim Nachprüfen die Hälfte der Sachen nicht oder werden einfach nicht wahrgenommen. Klassiker sind voreilig, ganz panisch verbreitete Newsmeldungen, die dann oft eine Ente sind oder auch zum Beispiel gepostete Videos bei Geschehnissen wie "Mann springt auf sein Opfer" - und zu sehen ist direkt über der Beschreibung im Video ein Mann, der mit einer Stange auf das Opfer schlägt. Springen? Nö. Da fragt man sich schon: Dafuq!? Regelmäßig.
Schreibcoaching - also gut, ich kann mal nicht schreiben und ich bin auch kein Wortphilosoph, der da über das Clever & Smart-Niveau gekommen ist... aber zu 80% ist davon auch nichts in den Tagesblättern und anderen News zu finden. Was macht man da also? In manchen News wiederholen sich Einleitung und Teaser gleich zweimal inhaltlich, oftmals wortwörtlich. Rechtschreibung prüft jedes Office-Programm. Und sonst?
Reportage & Interview: also wenn es nicht gerade solche Typen wie von Dossier.at und Co. sind, die da investigativ sich selber ein Thema raus suchen, dann ist das meiste Zeugs nur oberflächliches Bashing im Einklang mit passenden Aufreger-Themen, wo sich das Recherchieren und Reportagisieren auf ein-zwei Stunden Minuten beschränkt und dann wird die unlesbare, falsche Null rausgeschossen. Echte, gute Reportagen sind enorm selten - klar, Zeit & Gelddruck lassen grüßen, ändert aber das Ergebnis dennoch nicht... und das ist Käse.
Social Media: der Punkt, wo mein Magen durch die Niere bricht. Wer sich so durchliest, wie und worüber Journalisten der heimischen Szene twittern und untereinander streiten, blindlings unbekanntes Bildmaterial ungeachtet der Rechte posten, Namen mal eben veröffentlichen, heimische Opfer verpixeln, aber ausländische natürlich unverpixelt publizieren (speziell asiatische Opfer - weil es eh so viele von denen gibt, oder was?! WTF?), manchmal weder in der Lage sind richtig zu Zitieren, zu Teilen oder gar nützliche Tools zu verwenden um Bilder zu verkleinern, Credits beizufügen, Personenkreise zu setzen, Privatsphären-Einstellungen anzupassen und dann auch noch die eigenen Kinder-Fotos ungeachtet aller AGBs und der Vernunft hochladen... dann nehme ich mal an, dass dieser Part der Ausbildung in etwa einem ECDL-Kurs für Blindgänger entspricht oder nicht ernst genommen wird (Problem der Ausbildung). Fast täglich sehe ich ständig massivste Urheberrechtsverletzungen durch Journalisten und kein Gefühl für Social Media Plattformen und ihren Nutzungsbedingungen. Von technischen Kenntnissen rede ich eh nicht, die sind ein eigener Punkt, wo ich ausnahmsweise nicht streng bin. Kann ja dafür gut denken. Vielleicht. Oder so.
Moderationstraining - aha, gut. Dazu bin ich zu unqualifiziert, um sudern zu können. Wobei - sogar 13-jährige moderieren heutzutage ihre Youtube-Channels top und hochprofessionell inklusiver ihrer Fanbase, wenn sie das wollen und von Haus aus den Drive haben.
Und dann bleibt noch Inhouse-Trainings. Also ich durfte ja auch zwei junge Menschen kennenlernen, die mal bei den ganz großen Tageszeitungen arbeiten durften... das Fazit war stupide Textarbeit und das Chaos im Zaum halten sowie unter anderem sogar eigenverantwortliche Projekte, für die es nicht mal einen feuchten Händedruck gab und die dann noch dazu einfach abgekupfert wurde. Ohne Namensnennung versteht sich. Lernfaktor null, außer dass man von vielen Arschlöchern und Neidern umgeben ist.

Außerdem sollte Politik und Journalismus hoffentlich ebenso am Plan stehen - denn wenn man sich anschaut, wie massiv sachliche und seriöse Journalisten ihre persönlichen Ansichten bei den Wahlen, Amis, Putin, Flüchtlingen und Co. einbringen, dann weine ich den Förderungen keine Träne nach... Ruhe, vernünftige und sachliche Ansichten (ja, kann man trainieren und ausleben, wenn man will) sind unmodern, stattdessen ist es wie mit Selfies... anscheinend ist ein Journalist erst dann einer, wenn er besonders viele "Meinungen" mit seinem fetten Namen eingebracht hat. Noch besser in Form von Leitartikeln und Frontpage-Teasern. Und mal nett Kaffee-Schlürfen mit dem Sakko-Herren ist auch usus, auch wenn das zum Beispiel bei den Journalisten-Tagen dann gerne angeprangert wird. Aber wer will schon seine Karriere ins Knicken bringen und nicht an der Wand als der Journalist des Monats kleben?

Erinnert mich übrigens an Mediengestalter-Ausbildungen (das mit der Politik), wo dann die ärmer gewordenen Absolventen keine Kontrast-Ebenen in Photoshop zusammenbringen, keine Kenntnisse von Druckstufen haben und Illustrator vielleicht schon mal von weitem gesehen haben - und bei der ersten eigenverantwortlich erstellten Visitenkarte ins Trudeln kommen.

Die meisten qualifizieren sich eigentlich hauptsächlich durch den eigenen, unerschütterlichen Glauben an sich selber und der Ansicht, dass man top qualifiziert ist. Spieglein, Spieglein an der Wand.

Wir brauchen mehr unabhängige Journalisten-Nerds (ja, richtige Nerds) mit Eigeninteresse an der sachlichen Netiquette und am besten einem fundierten IT-Background. Und noch eines - und das meine ich ernst: ich glaube, es würde der Medien-Welt der Nachrichten gut tun, wenn man die Namen der Journalisten weg lässt. Komplett. Keine Namen, keine Fotos - einfach sachlich, nüchterne News ohne Personenbezug. Das würde sicherlich den Drive ein bisschen ändern, weil sich dann Texte ohne Referenz-Stütze durchsetzen würden. Und nicht anhand der Twitter-Follower.

Nachtrag: Außerdem - wo ist Medienkompetenz?? Also zum Beispiel, dass sich Keimlinge in der Journalistenwelt mal die Frage stellen, ob es eigentlich in Ordnung ist, in Artikeln eine Pro- oder Kontra-Haltung gegenüber einem Politiker, Firma oder Land einzunehmen? Nein, ist es nicht. Journalisten haben gefälligst sachlich und so neutral wie möglich zu berichten und anhand von Fakten - und nicht ob mir dem seine Nase gefällt oder es halt gerade üblich ist und alle Anderen ja auch so machen beziehungsweise um damit unter der Hand eigentlich meine persönlichen & politischen Ziele durchzusetzen. Besonders oft auffällig bei Hipster-Bobo-Keimlingen aus dem guten Haus und der 1+ von der Uni, die Journalismus mit einer persönlichen Redebühne ihrer Ansichten nach verwechseln. WTF?
Ich will Fakten, Sachlichkeiten - kein Emotionsgeflenne und "Jetzt erkläre ich mal den humanen DAUs meine intellektuelle Welt und ich weiß ja, was gut ist, weil ich gebildet bin, promoviert habe, schon als AuPair in anderen Ländern war und am liebsten in meiner Freizeit einen Blog über geopolitische Lager in der Welt tippse - und zudem natürlich auch auf jeder Veranstaltung und Pressekonferenz bin, zudem kenne ich ja den und den schon seit Jaaahren und bin da voll hautnah dabei, wisst ihr?!" Schamfu!! Trotzdem kannst Du unreflektierte Scheiße schreiben und Sachlichkeit mit den Füßen treten. Es geht darum, WAS ein Politiker sagt und nicht WIE und weil er ein Volltrottel ist. Ob eine Firma ein böser Großkonzern und eine Kleinstfirma lieb und süß ist, sollte anhand von Fakten entschieden werden, nicht anhand von persönlichen, globalen "Wir müssen kämpfen"-Parolen. Auch der Kleinstunternehmer, der die große Firma klagt, kann ein ausgemachtes, hinterhältiges Arschloch sein und seine Kunden betrügen. Ein bisschen mehr Objektivität und Sauberkeit im Umgang mit Inhalten und Aussagen fehlt viel zu oft. Die Landschaft braucht nicht noch mehr Meinungsblätter, sondern viel mehr Sachblätter. Und wer sich schriftlich verwirklichen will, soll bitte Bücher und Blogs schreiben - und nicht in die Welt der Tagesblätter stolpern. Klingt rau, aber Selbstverwirklichung ist da nicht so drinnen in dem Metier.


# "Durch ein neues Gesetz ist es Bürgern des US-Ostküstenstaates Maine nun erlaubt, Schusswaffen auch ohne staatliche Lizenz zu tragen. Der Beschluss beinhaltet Einwohner und Besucher im Alter über 21 Jahren. Die Waffen dürfen auch verborgen getragen oder mitgeführt werden, etwa unter der Jacke oder im Handschuhfach eines Autos." Kopf => Tischplatte. Irgendwann zweifelt hoffentlich Jeder an der Menschheit und ihrer Intelligenz.


# Vorgestern gab es ja einen erneuten Versuch eines Vlogs (Videotagebuch) meinerseits... mit dem netten Ergebnis, dass sich mein Laptop beim Schneiden der Clips mit einem Absturz verabschiedet hat. Das Problem der Schwäche bleibt also unverändert. Verrückt - denn ein anderer Blogger hat den Versuch gewagt und schneidet und publiziert das Ganze einfach über das... Smartphone - und es klappt.


# Ein kleines Geständnis so zwischendurch... nach Emacs vor ein paar Jahren im Org Mode bin ich schon vor langem wieder von dem Ungetüm abgekommen. Tatsächlich lebe ich ausschließlich in Nano und Gedit. Und nein, auch kein Vim. Ja, kein Vim. Voll unprofessionell, nicht wahr?


# Was mich ja zum Auszucken bringt, sind ja diese bescheuerten Hinweise auf Webseiten "Hey, wir verwenden Cookies! Klicke hier für Akzeptieren" - und das Teil verdeckt den halben Monitor und bietet auch kein "Nö, stimme nicht zu" an. Zudem besagt das Alles ja in Wirklichkeit nichts - ich weiß dadurch weder, ob da ein harmloses Cookie oder gar 35 Killer-Cookies von 5 Anbietern mitgeladen werden. Diese EU-Verordnung ist echt ein Schwachsinn.


# Weil mein Schlafrythmus auch nicht gerade aus dem Bilderbuch ist und Müdigkeit durchaus Bestandteil der Folgewirkungen sind, ist dieser Beitrag nicht uninteressant: "Sie haben die Schlafgewohnheiten dreier Naturvölker in Afrika und Südamerika systematisch untersucht. Diese leben nämlich – wenn man mal von kleinen Feuerstellen absieht – ohne künstliches Licht. Schlafstörungen sind ihnen so fremd, dass sie in ihrer Sprache nicht mal einen Begriff dafür haben." Ausgeschlafene Nomaden.


# Nachtrag: Weil anscheinend manche nicht mal bereit sind, selber nachzuschauen, wie so ein Linux heutzutage so ausschaut, hier mal ein paar Screenshots meines Laptops - nur wenige Minuten alt. Der Laptop ist übrigens ein billiges 300 Euro-Teil aus dem Online-Versand und schon etliche Jahre wieder alt und im Dauerbetrieb - und schnurrt trotzdem wie ein Kätzchen. WLAN, Akku, Bildschirm, Mauspad und so weiter... klappt zum Beispiel unter Linux Mint alles ohne Extra-Konfiguration.
Bilder: Desktop, Office, Bildbearbeitung, Surfen, Einstellungen, Installation, Settings, Dateien
Und jetzt soll mir jemand erklären, dass man dazu Frickelbastler sein soll, ein blasser Nerd im dunklen Zimmer an der Konsole oder erst Handbücher und groß Online-Tutorials lesen und man sich zudem "halt schon umstellen" muss?! Kommt schon, ihr Quacksalber-Fluffis... macht Euch nicht lächerlich.


# Wieder mal IT-Gequatsche: was mich ja unglaublich frustriert, sind Artikel im Netz, die darauf hinweisen, dass man alte Rechner mit Linux wieder neu beleben kann und dann aber dabei so herumseiern, dass man sich da halt umstellen muss und da gibt es eigene Anleitungen und so weiter. Im Endeffekt bleibt beim Leser wieder hängen: Bastelwerk, Frickelkiste, hab ich mal verbuggt und ruckelnd bei einem Kurs vor fünf Jahren ertragen müssen und so weiter. Katastrophe.

Was zu selten erwähnt wird: es hat sich vieles radikal verändert. Wer ein Linux Mint installieren will, braucht kein Handbuch, sondern nur eine Maus um auf die OK-Buttons zu klicken. Man braucht schon lange keine text-basierende Konsole mehr, sondern hat ganz einfach ein Start-Menü und das Ganze schaut nicht anders aus wie ein Windows XP zum Beispiel, nur moderner. Ich kann genauso surfen, lesen, schreiben, Office-Kram machen, Emails schreiben und lesen, mittlerweile dank Steam auch mehr und mehr Spiele spielen (wer's mag), Bilder bearbeiten und so weiter... teilweise mit den selben Programmen wie unter Windows. Warum macht man immer so ein "Das ist ein Sonderfall" daraus? Ich gehe ja auch nicht her und sage bei einem Wechsel von einem Ford zu einem Toyota "Ui, pass auf - neue Welt! Brauchst das Handbuch und einen Schraubenschlüssel, sonst geht gar nix!" Genervt bin.


Donnerstag 15. Oktober 2015

# Aja... Datendiebstahl bei den Wiener Linien. 20.000 Datensätze. Und gerade selber als Kunde das E-Mail dazu erhalten: Wir sind darauf aufmerksam gemacht worden, dass KundInnendaten aus dem Wiener-Linien-Online-Shop veröffentlicht wurden. Nach unserem derzeitigen Informationsstand wurden bei einem Dienstleister, der den Online-Shop für die Wiener Linien und viele andere Verkehrsunternehmen betreibt, Datensätze gestohlen. Es handelt sich dabei nicht um Zahlungsdaten, sondern um Angaben wie Name, Adresse, E-Mail-Adresse, Geburtsdatum, Kundennummer und Telefonnummer. Nach unserem aktuellen Kenntnisstand gehen wir davon aus, dass nur Daten, die erstmals vor 2010 eingegeben wurden, betroffen sind. Dazu noch ein Bla, dass man nichts dafür kann und dass sich das jemand nochmal anschauen wird, bla.

Die richtige Frage lautet: Warum wird man nicht dazu aufgefordert, das Passwort zu ändern? Und außer einem Sorry, ähm... was unternehmen die Wiener Linien genau, um zukünftig diese Vorkommnisse zu unterbinden? Und sind die digitalen Fotos beim Datensatz ebenso dabei inkludiert?

Nachtrag: und das Ganze ist halt auch so eine Sache... warum werden solche Daten bei Drittanbietern in Deutschland ausgelagert, anstatt In-House hier in Wien im Unternehmen!?

Wieder mal also ein guter Zeitpunkt, um generell aus allen Accounts so viele Personen-bezogene Daten wie möglich zu löschen. Das Tragische ist: man weiß nie, was mit den ganzen Backups, Datenbanken und Infos bei den Dutzenden Dienstleistern im Laufe der Zeit noch so alles passiert. Und es wird nicht der letzte Crack sein...
Frage mich außerdem halt, wo denn eigentlich die (hohen) Finanz-Strafen für unzureichenden Absicherungsmaßnahmen sowie beanspruchte Haftungen bei den Unternehmen bleiben?


# Du meine Güte!! Ein deutsches, sehr großes Unternehmen auf der Suche nach einer neuen Marken-Identität - und gestaltet gleich mal Logo und so weiter um. Und jetzt haltet Euch gut fest: DAS HIER ist das neue Logo!! Das erste Kommentar beim Beitrag dazu: Wow. Das ist so ziemlich das beschissenste Logo, das ich je gesehen habe. Selbst wenn es irgendetwas symbolisieren soll, ist es schlecht umgesetzt. Dem ist nichts hinzusetzen. #lachtränenwegwisch

Update: Es wird immer besser! Schaut Euch bitte den Schriftzug auf deren Webseite an - das könnte glatt aus der PC-Spiele-Generation von HALO, DOOM oder dergleichen von 1993 sein. Mwahahaha!! Da ist wirklich einiges schief gelaufen bei der Beratung. Speziell in Zeiten von mobilen Geräten so eine Schrift, die nicht besonders lesefreundlich ist... warum nur?!

Noch ein Nachtrag: OMG - es wird noch besser! Deren neue Broschüre entstammt wohl einem Word 97 unter Drogeneinfluss. Richtig psychedelisch, gell?! Und speziell die Farbkombinationen... ein Musterbeispiel für barrierefreies Lesen und Farbkontrast-Gestaltung. Hüstel.

Uff, ich bekomme kaum noch Luft vor lauter Grinsen Bauchschmerzen. Es geht weiter... der Background zu der Umgestaltung - seriös, ernst, professionell: "We will tell our story. Which begins with one word. Merck. We are Merck wherever we can. Just Merck." Wir sind die Borg. Einfach Borg. Oder Bond.

Es würde alles übrigens sehr gut passen, wenn sie Hundespielzeug herstellen würde. So Kaubälle und sowas!! Aber immerhin - sie sind mutig und trauen sich was. Soviel Respekt muss man natürlich haben. Würde sonst keiner so machen. Schon gar nicht bei den Kosten: Es sei allerdings signifikant mehr als die zwei Millionen Euro, die der Konzern vor gut zehn Jahren in den damaligen neuen Markenauftritt gesteckt habe: "Für diesen Betrag können Sie gerade einmal neue Visitenkarten drucken."
Ich verstehe einfach nicht ganz, warum sie nicht das alte Logo einfach etwas unsperriger gemacht haben? Etwas weicher und dicker... fertig. Mh.



Privater Meinungsblog von Emanuel aus Wien, ressourcensparend zusammengestoppelt aus aktuell 1707 Textdateien. Befüllt mit wechselnden Meinungen, chaotischen Gedankengängen und gemischten Gefühlen. Revidierungen finden immer wieder statt, Tippfehler runden das Ganze ab. Mein Blog = meine Meinung. Hier der schludrige RSS-Feed und hier der Kontakt. Keine Kommentare. Keine Herzchen. Kein Tracking. Kein Javascript. Keine Cookies. Keine Werbung.
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