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Sonntag 11. Oktober 2015

# Seufz. Wählen gehen. An einem Sonntag hätte ich eigentlich lieber eine andere Aufgabe, als die nächsten Vollpfosten von Parteien zu fördern, gar zu bestätigen oder bewusst niemanden zu wählen, weil eigentlich keiner tragbar ist.
Übrigens war man in den Medien ganz überrascht anscheinend, dass so viele die Briefwahl im Vorfeld genutzt haben. Ach, wirklich? Ich wette, würde man einen vorgefertigten, adressierten Wahlzettel bereits direkt von Anfang an per Post zugeschickt bekommen, würde der größte Teil der Bevölkerung faul, bequem und entspannt mal nebenbei irgendwann im Laufe einer Woche von Zuhause und dem nächsten Postkasten ums Eck wählen, als an einem Sonntag in der Früh zu einer Grundschule zu laufen, in einer Schlange bei trüben Licht auf einem Gang zu stehen und auf knarrenden Holzboden seinen Morgenflow zu vergeuden. Ja, ganz ernsthaft jetzt. Gewagte These, oder?


Samstag 10. Oktober 2015

# Ah, einen Nachschlag habe ich noch. Ein weiterer Grund warum ich ja immer schneller und versuchsweise effizienter probiere Text mal eben mit den einfachsten Mitteln in den Äther der digitalen Blase zu blasen, ist, dass ich merke, dass mir dieses Bildschirm starren oft zu anstrengend geworden ist. Also es tut wirklich gut, seinen Augen auch mal Entspannung anzubieten und nicht immer nur stundenlang auf diese leuchtende Briefmarke zu fokussieren. Beruflich ist das was Eigenes und Anderes, aber in der Freizeit sollte das wirklich entspannend und schonend bleiben und keine angestrengte Herausforderung. Geistig und körperlich. Und ja, nach bald 15 Jahren (oder mehr) am Gerät kleben - und das noch immer Brillenlos und scharf sehend - darf und sollte ich mich diesen Ansprüchen wirklich ohne schlechtem Gewissen hingeben.


# Noch was ist ganz wichtig... fast jeder Beitrag ist die ersten zwei-drei Minuten katastrophal mit Rechtschreibfehlern, fehlenden Wörtern und unvollständigen Zusammenhängen gespickt, ganz einfach deswegen, weil mir mal eben etwas einfällt, dann klopfe ich das (wirklich) rasend hier in Sekunden in eine Textdatei und ab geht es im selben Augenblick. Und erst DANN lese ich mir selber durch, was da so steht und passe oft in einem Zeitraum von Minuten oder Stunden immer wieder den Text an. Wer also sich mal wundert oder entsetzt ist, weil da Buchstaben fehlen oder ganze Wörter - dann nur Geduld.
In der Regel räume ich immer auf, aber ich klatsche lieber was online, bevor ich zum herumfeilen beginne und überlege, kontrolliere und so weiter. Das hemmt nur. Und lieber auch mal inhaltlich und menschlich Fehler machen und akzeptieren, als da das perfekte Bild zu schnitzen - weil genau davon will ich weg. Also nicht von der sowieso vorhandenen Nicht-Perfektion, sondern vom Schnitzen. Alles klar? Gut.


# Im Gegensatz zum ursprünglichen Plan, habe ich mir dann doch kein Tool zusammen geklopft, um auch online hier über's Smartphone Beiträge zu tippen, einfach weil ich da draußen in der Wildnis keine Lust auf den digitalen Schmafu habe... also bleibt es bei einem kleinen Skript zuhause am Laptop lokal, das per Knopfdruck eine neue Textdatei mit Datum und so anlegt, damit es schneller geht. Zur Zeit bin ich nämlich eh wieder auf dem Trip, dass ich online alles nur mehr statisch will - der Einblick in die Logfiles ist nämlich so frustrierend und bösartig, dass man... oh... meine Güte, meine Katze hat mich gerade richtig angelächelt, weil ich sie angelacht habe. Schon herzig. Ähm, wo war ich? Egal.


# Ach so, genau... ich hatte in letzter Zeit hier exzessives Caching des Blogs als Test betrieben, soll also heißen, dass ihr hier meistens nicht unbedingt den neuesten Inhalt sehen konntet (und manche vielleicht noch immer nicht). Das habe ich mal abgedreht, denn es ist auch so alles schnell genug und der Unterschied ist marginal. Also leert Eure Browser-Cache (schadet eh nicht) um am aktuellen Stand zu sein und dann geht es wieder munter weiter.


# Ich wollte heute schon ein paar Rants über den Anschlag in der Türkei, die politische Elite unserer Heimat und dergleichen hier getippt ausschwafeln, aber dann erkannt, dass zumindest heute das Ganze irgendwie eigentlich recht frustrierend und nichtssagend wäre.
Stattdessen bin ich heute zeitig in der Früh mit dem Auto eine kleine Bewegungsrunde gefahren und durfte einen rumänischen Kleintransporter beobachten, wie er eine Autobahnsteigung mit ca. 30 km/h erklommen hat. Hinter ihm eine verbrannte Geruchsfahne, da verschmierte sich vermutlich die Kupplung zu HubbaBubba, das ganze Gefährt am Boden schleifend durch die Last und Steigung, und der Fahrer weit vorgebeugt und den Fuß sicherlich bis weit ins Bodenblech gedrückt, während Schwer-LKWs plus Sondertransporter mit einem 80er schlingernd überholten.
Für den war das natürlich ein Kampf und sicherlich nicht lustig, sondern mühsam, gefährlich und mittelfristig kostenintensiv - aber ich hatte ein wenig diesen Hauch von verlorenem Abenteuer und Expeditionen emotional. Kein das Wohnzimmer rumfahren und dann entspannt aussteigen, sondern im wahrsten Sinne des Wortes der Weg ist das Ziel. Eigentlich wäre das großartiges Material für eine TV-Reportagen mal.


Freitag 09. Oktober 2015

# Zur Zeit läuft auf G+ eine interessante Diskussion mit anderen Usern, wo wir ein wenig darüber schreiben, wie man gegen den rüden Umgangston in diversen Entwickler-Foren vorgehen könnte. Die Ansicht eines Users z.B. ist es, sich eben darauf zu fokussieren, dass ein nettes Miteinander erstrebenswert ist. Und das eben auch sozusagen vehement zu forcieren ist.

Ich bin da jedoch ganz anderer Meinung. Überall in der Menschheit gibt es Alphatierchen und überall nützt ein gewisser Prozentsatz an Menschen das System auf irgendeine Weise aus. Das liegt in seiner Natur quasi und kann nicht mit Worten und Ansichten einfach abgeschaltet werden. Und speziell wo Menschen in größerer Zahl zusammen kommen, so wie zum Beispiel bei Mailinglisten, kommt es zu Konflikten - weil man Mensch ist. Es wird immer wo jemand wortgewaltig überfahren werden, jemand gekränkt und frustriert über ein Feedback sein oder sich angegriffen fühlen und es sich zu Herzen nehmen. Anderen fällt das hingegen wiederum gar nicht auf - ganz im Gegenteil, die fühlen sich damit erst recht bestätigt und treten quasi weiter und sogar noch fester.

Ich bin vielleicht zu pessimistisch, aber ich glaube nicht mehr ganz an die Fortentwicklung des Menschen in diesem Bereich - auch wenn jede Generation auf das Neue davon überzeugt ist, es dieses Mal nun wirklich zu schaffen. Seit wievielen Jahrhunderten und Jahrtausenden werden Konzepte, Gebote, Netiquetten, Bücher, Empfehlungen, Verfassungen, Bekenntnisse und was auch immer verfasst, besprochen, diskutiert, empfohlen, erhofft, erbetet, erwünscht, ausgelebt, erzwungen und so weiter...? Und dennoch schlagen wir uns unverändert weltweit weiter die Birne gegenseitig ein. Und noch immer gibt es Psychopathen, narzisstische Persönlichkeiten, Egoisten und Empathielose, die an der Spitze von Unternehmen, Gesellschaften und eben auch in der digitalen Welt da und dort stehen. Es hat sich da nichts geändert. Noch immer wird gestritten und in anderen Ländern der Kopf abgeschnitten, in Schulen gemobbt und in Firmen Kollegen boykottiert. Und jede Seite trägt für sich die eigene, richtige Wahrheit und Korrektheit und zeigt mit dem Finger auf die Anderen.

Und aus diesen Gründen - der menschlichen Humanität wegen (negativ besetzt) - glaube ich nicht an dieses heroische Ziel des Weltfriedens, des immerwährenden Miteinanders und freundlichen Entwickler-Mailinglisten. Es ändert sich bruchstückhaft da und dort was und bessert sich punktuell, unterm Strich aber rotten wir uns weiterhin in analoger und digitaler Weise regelmäßig aus. Und wenn man sich aktuell Facebook, Empörungswellen, die zwei politischen und emotionalen Lager (z.B. Blau und die Anderen, Feminimismus und Anti-Feminismus, Gendern - ja, nein, Reichtum - Armut) anschaut, die sich gegenseitig auf Facebook, Twitter, G+ und Co. stalken und Unmenschlichkeit und Starrsinn vorwerfen... dann zeigt sich, dass die Netiquette im Netz erneut verloren gegangen ist. An sie also zu glauben und darauf zu hoffen, dass man damit eine schöne, neue Welt schafft, halte ich für illusorisch. Deswegen ist für mich der Schlüssel für ruhige, freundliche Diskussionslisten, Foren, Chats und Co. einfach die Pöbler zu ignorieren. Dann geht ihnen die Luft von selber aus - nur das schaffen nur ganz wenige. Warum auch immer?

Egal ob ein Linus aus der Linux-Welt, ein umstrittener Fefe, ein gehasster Danisch oder auch ein politischer Strache - alle leben eigentlich vor allem durch Empörungswellen und Kritik. Das macht sie bekannt, das gibt ihrer Meinung Gewicht und lässt sie zu Leadern werden. Aber nur deswegen, weil sie eben nicht ignoriert werden bzw. es die Leute nicht schaffe, sich auf die Lippen zu beißen. Und bei der Sarah Sharp-Geschichte, die aufgrund der rüden Töne Entwicklerkreise nun meidet, ist es das Selbe. Es wird ein Politikum (nicht nur durch sie, auch vor allem durch die anderen) daraus gemacht und befeuert damit erst recht wieder die Grabenkämpfe und hebt den Kult des jeweilig Anderen.

Und nein, ich kapituliere nicht. Sondern es sollte einfach richtig ignoriert werden - denn nur so kann man Sümpfe richtig austrocknen.


Donnerstag 08. Oktober 2015

# Köstlich. Erst beschwert sich ein User ganz professionell auf G+ über den rüden Umgangston in diversen Maillinglisten und das sprachliche Niveau in der IT-Branche. Und dann schaut man in dem seinen News-Stream mal ein wenig nach und was liest man da an Einträgen?
"Boooooah, XY. Halt doch einfach die Klappe. Du hast von der ganzen Diskussion bisher Nüsse mitbekommen, dir ist erwiesenermaßen alles dran neu, du hast das bisher komplett verpennt, und jetzt spielst du dich zum Oberauskenner auf? ... Schreib dir das einfach selber hinter die Ohren."
Jaja, beim Predigen von Wasser trinken... sind die Weintrinker immer ganz vorne.


Mittwoch 07. Oktober 2015

# Versteht ihr mich jetzt?
"Google kündigt Open-Source-Initiative Accelerated Mobile Pages an - Mit dabei sind unter anderem ZEIT Online und die Frankfurter Allgemeine Zeitung, auch Twitter, Wordpress und Pinterest haben ihre Unterstützung zugesagt, wie der Konzern mitteilt." Auch wenn es sehr fein ist, dass es sich um Open Source handelt und eben ein Angriff auf Facebooks News-Ansatz, hat man jetzt eigentlich extra wieder ein Framework gebastelt, um überladene Seiten schneller zu machen. Man bastelt sozusagen eine Lösung für eine Lösung für eine Lösung für eine Lösung... anstatt die News-Seiten an sich zu entschlacken.
Na, eh sinnlos, sich da auch noch aufzuregen. Zuschauen und Popcorn rausholen - denn wie in einem Kommentar richtig erwähnt wurde... die Verlage setzen plötzlich doch auf Google? Kein Kommentar.


# Noch ein Nachtrag zum vorherigen Beitrag und als Beispiel: eine größere Firma mit vielen Mitarbeitern verschickt täglich an die 800 Emails. Darunter sind 350 interne Emails, die zwischen den Kollegen und den Chefs hin und hergesendet werden. Jedesmal hängt auch bei der internen Kommunikation das Logo in der Firmen-Fußzeile unten dran, weil das nicht näher berücksichtigt wurde bei der Konfiguration.

Nehmen wir mal an, dass das Logo lächerliche 10 kb groß ist. Zusätzlich kommen noch ein paar Zeilen an Kontakt-Adresse, Name und idiotischen Hinweisen, dass man bitte die Natur retten soll und dieses Email nicht ausdrucken sollte und all diese seltsamen Hinweise, die man oft lesen kann. Und noch lustige Trennlinien, vielleicht sogar noch eine nette Grafik als Zierde. Kommen wir großzügig auf 12 kb pro Email.
Nun wird dies eben 350 Mal am Tag verschickt... wir sind damit bereits bei 4,2 Megabyte.
Jetzt kommt aber noch dazu, dass viele Mitarbeiter oftmals immer auch den bisherigen Text als Re: in der Email unten dran lassen bei der Antwort. Gehen wir von einem kürzeren Text aus, ca. 1 kb groß - das Ganze mehrfach summiert, weil viele Re:'s auf eine Nachricht, immer mit dem kompletten Text unten dran erneut. Sind wir nett, machen wir 100kb an unnützem Text pro Tag (nur intern wohlgemerkt).
Also haben wir am Ende des Tages 4,3 MB Datenstaub. Klingt wenig natürlich.
Bei ca. 250 Arbeitstagen im Jahr 2015 summiert sich diese Summe jedoch bereits auf ~einen Gigabyte. 1 GB an unnützer Information für wirklich völlig sinnlosen Inhalt.

Natürlich mag das heutzutage kaum noch eine Rolle spielen, rechnet man aber zusammen, was das in Summe in ganz Österreich dann bedeutet und dann weltweit bei den zig-Millionen Firmen, Institutionen, Schulen, Private und so weiter, die so arbeiten und archivieren - dann betrifft das sehr wohl die Leitungen, Server, Speicher, Backup-Zeiten, Energie-Verbrauch, Techniker, Tools, usw... in deren Infrastruktur ja auch wiederum investiert werden muss. Womit? Richtig, mit Steuergeld oder direkten Firmeninvestitionen. Es ist also ein Schnitt in das eigene Fleisch. Mehr Verbrauch, mehr Kosten, mehr Belastung. Also ja... in Hinblick auf solche Klassiker, finde ich es somit erst recht absurd, PDFs für Einzeiler-Kommunikationen zu verwenden.
Übrigens... bei der Berechnung da oben sind die lustigen Powerpoint-Emails und GIFs, die sich Mitarbeiter täglich zur Belustigung untereinander schicken, nicht einberechnet - die sprengen solche Datenmengen sowieso um ein Vielfaches.


# Ich bin ja dafür, dass man manchen Firmen die Betriebslizenz entzieht. Heute ein Email gesehen - eine Antwort auf eine Bewerbung. Das Mail besteht aus der Fußzeile mit den Unternehmensdaten... und sonst nichts. Dafür sind zwei Anhänge dabei. Zwei fette PDF's mit einer Absage - doppelt. Schon wieder! Man muss sich das vorstellen... es geht im Prinzip bei so einer Kommunikation um EINEN Satz. Ja oder Nein. Warum man das im Jahr 2015 noch mühsam als PDF sowie als Anhang verschickt, zugleich ein leeres Email ansonsten, ist nicht nur fragwürdig, sondern zeigt auch, dass hier Firmen anscheinend noch sehr alten Mustern nachhängen.
Und kommt mir nicht mit "Das dient zur eigenen, hausinternen Archivierung" - wenn eine Firma Zeit und Backup-Ressourcen für doppelte Anhänge, doppelte Logos und so weiter verschwendet und das für eine Absage (von der weder die Firma noch der Bewerber nach dem Lesen des Inhaltes eine weitere Verwendung hat - sprich sicherlich nicht ausdrucken und an die Wand hängen), dann verbraten die sicherlich auch anderweitig unnütz Geld und sind schlecht organisiert.

Ich bin aber sowieso immer wieder erstaunt, wie viele Firmen generell an PDFs, Excel-Tabellen und Co. für die kleinsten Kleinigkeiten festhalten und damit unglaublich viel Zeit und Finanzkraft durch Zeitverschleppung liegen lassen (in Summe).
Ebenso noch immer PowerPoint-Präsentationen für reine Bilderserien (warum nicht die Bilder so aus dem Ordner zeigen?) oder drei Seiten Text (ich kann ja auch ein Word-Dokument im Fullscreen-Modus einfach so an die Wand via Beamer werfen?). Tut mir leid, ich verstehe es nicht... vor allem machen es sich die Angestellten und Firmenchefs selber mühsamer und aufwendiger, als es denn eigentlich sein müsste. Kurz, bündig, effizient, so wenig umständliche Formate wie nur irgendwie möglich - das muss das Ziel sein.


# Dieser Moment, wenn man im Stiegenhaus vor der Wohnungstüre steht und versucht mit dem Autoschlüssel per Signal die Türe zu öffnen. Und nichts passiert. Und man nochmal drauf drückt. Und wieder nichts passiert. Und erst DANN realisiert, dass es der falsche Schlüssel und Vorgang ist. Das sind auch irgendwie so Lebensklassiker. Aber es regnet dafür - mag ich gerade sehr.


# Einblicke in die Welt des Friedennobelpreis: "Und Jahr für Jahr soll der Plan am „Njet“ von Kommissionsmitglied Gunnar Stalsett gescheitert sein, der nicht nur konservativer Politiker und Preisrichter, sondern auch lutherischer Altbischof ist."
Ich weiß ja, warum ich von den ganzen Preisen nichts halte. Wo Menschen sitzen, wird Fehlbares gemacht... ich bin ja dafür, dass zukünftig Computer über Auszeichnungen entscheiden. Sachlich, nüchtern, ohne Emotion, Glaube und persönlichen Meinungen. Fehlt nur noch der Algorithmus dazu.


Dienstag 06. Oktober 2015

# Ich habe heute in einer schlaflosen Nacht (danke Katze) für eine Freundin ein paar Buchstaben getippt und sozusagen meinen bisherigen Lebenswandel in einige Zeilen gepresst. Und bei der Beschäftigung für diese Themen, speziell meiner Online-Kenntnisse, merke ich erst recht, wie unglaublich wir uns alle verrannt haben.
...
In zugepflasterte Webseiten, Online-Tracking, Werbe-Netzwerk-Systeme, dutzende Libraries, die da und dort im Hintergrund geladen werden, der ganze mobile Kram, die Umwandlung von Webseiten in Apps und tausende Slider, DropDowns, Rolls, Switches und so weiter... halt alles, was man eben so da online finden kann.
Es schüttelt mich mittlerweile richtig, wenn ich an meine eigenen Seiten von früher denke und dieses sektenhafte Mittragen von Trends. Es ist echt alles ein Dauerunfall geworden. Erst gestern habe ich zum Beispiel wieder mal von jemand Anderem dessen Aufgaben-Webseite sozusagen mal so durchgetestet - und da saugen sich gleich mal 8 Javascript-Libraries rein und fast 20 externe Quellen. Wuha. (Und ja, so einen Text habe ich erst vor kurzem hier getippt. Wiederholen schadet aber nicht.)
Klar packen das die Server heutzutage, interessiert eigentlich kein Schwein (und vor allem User), denn unsere Online-Infrastruktur ist ja auch moderner, schneller und besser geworden - aber zeitgleich stopfen wir sie wieder mit visuellem Zeugs zu.
Warum eigentlich?
Der Inhalt ist ja nicht mal besser geworden im Netz, sondern im Gegenteil... alle werden immer kürzer und einfacher, oder kommt das nur mir so vor?
Ironie irgendwie. Mehr und mehr Technik-Stuff und immer weniger gehaltvoller Content (und der, der gut ist, ist entweder sowieso schon lange da oder gehört zur Minderheit). Das muss echt aufhören. Wir alle, die im Netz tätig sind, sollten uns zusammenreißen und das Alles ganz anders angehen.
Klar, wir haben alle Angst, dann nicht mehr ernstgenommen zu werden, uncool zu sein, hinten nach und out und bleiben asoziale Digital-Loser mit unseren nicht dynamisch-flexiblen-modular Webseiten, aber ist das nicht armselig dann? #blickinmeinenspiegel
Ich glaube, ich werde ab jetzt in dem Bereich missionarisch tätig und regelmäßig allen auf dem Senkel gehen. Sinnlos, aber das ist meistens so bei diesen Dingen. Sagt mir Bescheid, wenn/sobald ich in diesem Feld extrem unsympathisch geworden bin - weil dann ist es der richtige Weg.


# Wahnsinn. Ich bin auch Teil dieser Ära - fühle mich aber trotzdem relativ normal. Übrigens: schon der erste Cat-Content.



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