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Donnerstag 05. November 2015

Sehr gute Ausführung und trifft den Punkt mit der nicht gewollten Eigenverantwortung sehr gut (und ich möchte hier den Fokus auf zum Beispiel naturwissenschaftliche Dinge legen wie Zoologie, Ökologie und so weiter): "Das Konzept der erlernten Hilflosigkeit zieht sich hier quer durch die Gesellschaft und plötzlich fühlen sich 99% der Bevölkerung als Opfer des Bankensystems. Eines der sicher vielfältigen Motive dafür, sich gegen das Erlernen mathematischen Fähigkeiten zu entscheiden, scheint mir die damit steigende Verantwortung zu sein. Ernsthaft Verantwortung zu übernehmen ist derzeit aber völlig out, Opfer sein hingegen total in. Die Geringschätzung für Menschen die sich mathematische Fähigkeiten (und darüber hinaus auch naturwissenschaftliche, abseits der Biologie) aneignen würde ich recht stumpf mit narzisstischen Motiven und Kognitiver Dissonanz begründen." Den kompletten Beitrag lesen.
10:21 Uhr / 05.11.2015 / 20151105101906.txt

Noch ein Einblick in die Welt der Verschlüsselung, Sicherheiten und anderen digitalen Blasen, die so gerne platzen... ein Blick in die Geschichte:
"In the safety critical systems domain there was an enormous focus on systems engineering at every stage in development and a great deal of rigour was involved in developing requirements and in translating these into forms from which designs could be developed and then measured for conformance. There was an equally rigorous approach to the documentation of the design itself, and to the development and management of the interfaces and the design specifications for the component parts and in the development, documentation and operation of the systems tests and systems monitoring both during development and in eventual operation."
"In the security critical systems domain, however, there was none of this rigour at a systems engineering level with the result that systems were 'put together' rather than being designed. And there was no senior management Board that had resonsibility for approving the operational deployment of security critical systems."
Und das Prinzip der Nachlässigkeit gilt sicher heute auch noch in den meisten Konzernen, Unternehmen, Behörden und Militär - wie man ja oft genug mitbekommt.
10:14 Uhr / 05.11.2015 / 20151105100814.txt

Eh schon vergrippt sein und dann in der Nacht mit offenen Fenstern schlafen plus (!) gleichzeitig einheizen, ist nicht nur ökologischer Schwachsinn... sondern auch Raubbau am eigenen Körper. Aua. Schnauf. Röchel.
09:50 Uhr / 05.11.2015 / 20151105094924.txt

Neue Pläne für "Bundestrojaner" in Österreich: Aus dem Justizministerium (BMJ) kam auf Anfrage von ORF.at dazu am Mittwoch eine indirekte Bestätigung und ein Dementi. ... Damit wird folgender Sachverhalt beschrieben: Die Behörden infizieren einen Rechner mit einem Trojaner-Schadprogramm und übernehmen damit die Kontrolle über den befallenen PC. Technisch ist damit Vollzugriff auf alle Komponenten des PCs gemeint, das Auslesen aller Speichermedien, wie etwa der Festplatte, ist dabei selbstverständlich inkludiert. Dauert noch etwas, kommt aber sicher.
09:39 Uhr / 05.11.2015 / 20151105093641.txt

Mittwoch 04. November 2015

Öhm... und jetzt traue sich das mal einer bei uns in Österreich: Blaue Schafe gegen Fremdenhass.
06:50 Uhr / 04.11.2015 / 20151104064747.txt

Dienstag 03. November 2015

Der Videotipp des heutigen Tages: Codegirl: Die Dokumentation über programmierende Mädchen kann man sich jetzt bis zum 5. November noch auf Youtube anschauen. "By 2017, the app market will be valued at $77 Billion. Over 80% of these developers are male. The Technovation Challenge aims to change that by empowering girls worldwide to develop apps for an international competition. From rural Moldova to urban Brazil to suburban Massachusetts, CODEGIRL follows teams who dream of holding their own in the world’s fastest-growing industry. The winning team gets $10K to complete and release their app, but every girl discovers something valuable along the way."
12:47 Uhr / 03.11.2015 / 20151103124518.txt

Und was halt die freudige Masse der Empörten nicht einplant vermutlich, dass man durch den Druck des Fingerzeigens dem Gesetzgeber wieder ein weiteres Loch zur Verfügung stellt, mal eben nach Bedarf gegen "unbeliebte" Inhalte vorzugehen. Und dabei wissen wir alle eigentlich, dass damit langfristig nicht nur Hass und Hetze gegen Flüchtlinge gemeint sind. Man weicht die Büchse der Pandora zu den eigenen Ungunsten weiter und weiter auf und freut sich noch darüber.
12:39 Uhr / 03.11.2015 / 20151103123649.txt

"Die Düse des Triebwerks der ersten Stufe verursachte ein Drehmoment, das nicht ausgeglichen werden konnte. Die Stufe fing an, sich zu drehen. Wegen der Rotation wurde der Treibstoff im Tank an die Wände gedrückt und gelangte nicht mehr zum Ansaugstutzen des Triebwerks." Spannende Dinge und Probleme aus der Raumfahrt, an die man vermutlich auch eher selten denkt.
12:02 Uhr / 03.11.2015 / 20151103120107.txt

Autobahn. Leichter Nebel. Viel Verkehr. LKWs. Ein kleines, graues Auto rollt vor uns gemächlich gegen Osten. In einem Tempo, so dass auch Sattelschlepper bereits überholen. Und je näher ich komme, umso klarer wird die Aufschrift auf dem Fahrzeug... "Radio Maria" - der kirchliche Lokalsender des Landes.
Mhm, sollten die nicht endlich besser auf der Überholspur sein, anstatt alle an sich vorbei ziehen zu lassen und zu blockieren? Nein, nein... kein Bashing. Nur bittere Ironie. =)
Wobei: Radio Maria Italien trennt sich wegen Kritik an Papst Franziskus von zwei katholischen Intellektuellen.
11:48 Uhr / 03.11.2015 / 20151103113243.txt

Ein neuer Morgen und mir platzt gleich ein wenig der Kragen: „Wir gestalten den Content, dann kamen die Googles und Facebooks, haben den Content abgegriffen und vermarktet“, äußerte Burda. so die Blase rund um die Verleger. Kann dem Mann bitte jemand erklären, dass er seine Inhalte nicht für Google zugänglich machen oder seine Sachen auf Facebook teilen muss?! Die Verlage hatten von Anfang an die Möglichkeit, ihre Inhalte für Google zu sperren oder anders zugänglich zu machen. Das kann auch jeder Betreiber mit seiner Webseite machen... niemand muss in Google auftauchen mit seinen Inhalten, wenn er nicht will. Und kein Verlag muss mit der Facebookschwemme mitjapsen, sondern auch diesen Verlagen steht es frei, ihre eigene Suchmaschine auf die Beine zu stellen, ihr eigenes Amazon zu gründen, ihr eigenes, literarisches Social-Network, ihre eigenen digitalen Vertriebswege und Kooperationen.
Erinnert an ein Kleinkind, das rumläuft, einen Spielplatz freudig entdeckt, begeistert in die Sandkiste läuft und sich dann lauthals beschwert, dass es nun voller Sand ist und deswegen wieder heim will.
Update: Amazon verkauft Bücher erstmals in Geschäft. Lalala.
07:02 Uhr / 03.11.2015 / 20151103065250.txt

Montag 02. November 2015

Ich habe generell die Tendenz, Menschen mit technischen Sachen zu nerven, weil ich dann gerne einen Schritt weiter gehe und Details erläutern will - schlicht und ergreifend weil ich der Meinung bin, dass das langfristig genau diese Thematik wiederum unglaublich vereinfacht und abkürzt. Aber damit trete ich regelmäßig in Fettnäpfchen, weil nicht gewollt. Eigentlich wöchentlich. Ich lerne nicht dazu.
19:58 Uhr / 02.11.2015 / 20151102194819.txt

Weil ich heute unterwegs in den Öffis einen Beitrag gelesen hatte, wo wieder mal ein Blogger angegriffen wurde, weil er sich als Mittelpunkt der Welt sieht, hatte ich mich nicht nur geärgert, sondern muss hier nochmals ein paar Zeilen loslassen:

Die unaufdringlichsten Menschen im digitalen Netz sind die, die ihren eigenen Server zahlen, ihre eigenen Domains, ihre eigene Email-Adresse und Blogs führen, wo es kein Sharen, Teilen, Liken und Herzen gibt. Selbstgebaute Inseln, auf der nur sie selber leben. Die auch kaum auf anderen Social-Media-Portalen vertreten sind oder dort gar überhaupt eigene Accounts besitzen. Eben weil sie sich finden lassen und nicht selber aktiv daran arbeiten, dass man sie liest. Solche Menschen mögen von sich selbst massiv überzeugt sein, aber das ist Jeder zuhause in seiner Wohnung, der alleine zur Musik tanzt und sich dabei auf der Weltbühne mimt und erfolgreiche Shows gedanklich auslebt. Stört auch niemanden, weil es bleibt ja in seinem Wohnzimmer - macht so ein Vogel das aber irgendwo in der Öffentlichkeit draußen vor allen gezielt und bewusst, dann ja... egozentrischer Volltrottel (meistens).
Aber ein privater, kleiner Self-Made-Blog ist im Universum der digitalen Netze sowas wie ein kleiner Planet am Rande der Galaxie. Ich kann dort hinfliegen oder lande zufällig bei einer Expedition auf ihm... aber wenn er mir nicht zusagt, dann fliege ich ganz einfach weiter und komme nicht nochmal zurück. Ist wie Urlaub machen - gefällt mir der Zeltplatz nicht, na dann werde ich dort wohl kaum nochmal lagern. Diese großartige Freiheit hat jeder!
Menschen im Netz ärgern mich jedoch ungemein, die sich echauffieren, dass ja der Blogger XY ja ein Idiot ist und der glaubt auch nur, weil er bekannt ist, kann er sich alles erlauben und warum laufen dem Alle nach, alles nur Schmafu, usw... erfüllen aber dabei selber genau diese Share-Funktion und pushen den Blogger ja damit selber noch zusätzlich. Kopf > Tischplatte.
Bitte: Wenn mir ein Blogger nicht zusagt und ich der Meinung bin, dass er nur Schwachsinn verbreitet... ja, Kinder... dann lest ihn einfach nicht mehr. Erwähnt ihn auch nicht irgendwo oder diskutiert ihn lauthals, weil dadurch bleibt er weiterhin schwach glimmend am Rande der Galaxie. Es gibt aber tatsächlich Welche, die unentwegt auf gewissen Bloggern rumhacken und jedes Wort durch die Walze ziehen und nach Blasen suchen, weil sie einfach nicht in der Lage sind, sich selber abgrenzen zu können oder einen eigenen, besseren Blog zu führen. Und füttern damit das System munter weiter.
Passt mir was nicht, ignoriere ich es. Fertig. Und verschwende doch keine Lebenszeit damit, über einen Blog im Niemandsland herzuziehen. Mächtige Menschen haben fast immer nur deswegen die Macht, weil man sie ihnen schenkt. Google ist nur so mächtig, weil halt jeder Google verwendet, anstatt einen der Dutzenden anderen Suchmaschinen. Das böse Monster Amazon ist nur deswegen in der Krösus-Position, den stationären Kleinhandel auszulöschen, weil jeder dort bestellt - anstatt bei den unzähligen Alternativen. Windows kann sich deswegen so viele Fehltritte leisten, weil halt jeder bequem ist und umsteigen auf eines der anderen unzähligen Betriebssysteme "geistig anstrengend" ist und es "anders ausschaut". Apple ist deswegen so "erfolgreich", weil Menschen das Einfache bevorzugen und ungern Fragen stellen und lieber einem fragwürdigen Kommerz-Trend hinterher laufen, als mal experimentierfreudig zu sein und Vergleiche zu studieren... und so ist es mit Blogs.
Würden die User von heute auf morgen aufhören, den einen, bösen Blog zu besuchen, bei Amazon zu kaufen, kein iPhone mehr und ein anderes System als Windows zu installieren, würden all diese Bastionen einfach zusammenbrechen... innerhalb weniger Wochen, Tage oder Stunden sogar. Ganz einfach, weil - auch wenn das keiner hören will - jeder User verdammt nochmal in der glücklichen Lage ist, SELBER und alleine zu entscheiden, WAS er liest und was er bevorzugt im Alltag.
Der Blog ist scheiße? Jo, lies woanders. Und alle sind glücklich. Aber nein... Menschen wollen leiden, wollen sich reizen lassen, wollen sich aufspielen und mit dem Finger zeigen und allen Anderen erklären, was Sache ist - mit einem ironischen Resultat: denn es zeigt, wer tatsächlich das egozentrische Spiegelbild erfüllt.

Nachtrag: Ja, klar gibt es Blogger, die sich selbst im Blog feiern und das munter und fleißig überall teilen und jedem auf das Auge drücken müssen, ein fettes, geschöntes Studio-Profilfoto von sich daneben klatschen und sich selber als Profis und Experten oder was auch immer bezeichnen und marktschreierisch ihre Dienst anpreisen - also all diese Dinge, wo nur der Leser entscheiden kann ob gut oder schlecht... nur... die nimmt ja sowieso keiner ernst bzw. werden hier nicht mal gestreift.
18:10 Uhr / 02.11.2015 / 20151102175216.txt

Ich habe gerade etwas nachgelassen hier, aber das liegt daran, dass ich mich A) etwas grippig fühle und B) gestern Abend noch alte Blogtexte von vor ein paar Jahren entdeckt habe. In Summe mehr als 900 Stück (Dafuq!), gespeichert glücklicherweise als Textdateien und ich überlege zur Zeit, ob und wie ich die nochmals verwerten werde... denn die alten Blogs gibt es ja alle nicht mehr - zugleich ist so ein Archiv aber natürlich schon ein kleines "Werk" für mich persönlich, das ich nicht ganz vergessen möchte.
Schauen wir also mal - wäre halt ganz schöne Arbeit, mal überall reinzuschnuppern und zu schauen, ob da gar arg verfängliches darin zu finden ist, hinter dem ich nicht mehr stehen kann und zudem müsste man halt ein paar Skripte zusammenklopfen, um die alle zu sortieren, zu benennen und für die Ausgabe hier lesbar zu machen. Der Drive fehlt mir aber gerade etwas. räusperkratz
17:52 Uhr / 02.11.2015 / 20151102174857.txt

Sonntag 01. November 2015

Auszug aus der aktuellen Diskussion in der Cryptography mailing list, wo es gerade darum geht, ob Compiler dem Entwickler unterstützend unter die Arme greifen sollen oder eher nicht: "C programmers operate under the illusion that because they are writing in the same language as some of the legendary programmers of lore, they, too can write perfect code, and they don't need some compiler complaining a them. (In fact, if you look at the code in early Unix or in some of the early tools, you'll find that in general it was deliberately written very conservatively, by people who understood their own limits and used various conventions and other techniques to do what compilers today, running on vastly faster machines using much improved algorithms, can do easily.) One of the early Unix guys - I forget which - has a line something like: Everyone knows that debugging is much harder then coding. So if you write code to the very limits of your ability, by definition you can't debug it.
It appears the gcc developers continue to operate in the world of the 1970's. Nice little utopia - unfortunately, hardly anyone actually lives there."
Der letzte Satz ist köstlich.
07:22 Uhr / 01.11.2015 / 20151101071753.txt

Samstag 31. Oktober 2015

Kann mir das jemand als Nicht-Konsument erklären? Eine Frau pflanzt 838 (!) Cannabispflanzen an, weil sie so "schön" (!) sind und das Ganze auch noch mit hohem THC-Gehalt... und bekommt aber auch keine Strafe, weil ja noch (!) kein Handel angelaufen war. Und woanders steht die Polizei vor der Türe, weil ein Typ auf Instagram mal eben ein Foto aus seiner Wohnung mitsamt seiner handvoll Pflanzen hochgeladen hat? Öhm, wie jetzt?
12:32 Uhr / 31.10.2015 / 20151031122414.txt


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