Mittwoch 07. Oktober 2015

Einblicke in die Welt des Friedennobelpreis: "Und Jahr für Jahr soll der Plan am „Njet“ von Kommissionsmitglied Gunnar Stalsett gescheitert sein, der nicht nur konservativer Politiker und Preisrichter, sondern auch lutherischer Altbischof ist."
Ich weiß ja, warum ich von den ganzen Preisen nichts halte. Wo Menschen sitzen, wird Fehlbares gemacht... ich bin ja dafür, dass zukünftig Computer über Auszeichnungen entscheiden. Sachlich, nüchtern, ohne Emotion, Glaube und persönlichen Meinungen. Fehlt nur noch der Algorithmus dazu.

Dienstag 06. Oktober 2015

Ich habe heute in einer schlaflosen Nacht (danke Katze) für eine Freundin ein paar Buchstaben getippt und sozusagen meinen bisherigen Lebenswandel in einige Zeilen gepresst. Und bei der Beschäftigung für diese Themen, speziell meiner Online-Kenntnisse, merke ich erst recht, wie unglaublich wir uns alle verrannt haben.
...
In zugepflasterte Webseiten, Online-Tracking, Werbe-Netzwerk-Systeme, dutzende Libraries, die da und dort im Hintergrund geladen werden, der ganze mobile Kram, die Umwandlung von Webseiten in Apps und tausende Slider, DropDowns, Rolls, Switches und so weiter... halt alles, was man eben so da online finden kann.
Es schüttelt mich mittlerweile richtig, wenn ich an meine eigenen Seiten von früher denke und dieses sektenhafte Mittragen von Trends. Es ist echt alles ein Dauerunfall geworden. Erst gestern habe ich zum Beispiel wieder mal von jemand Anderem dessen Aufgaben-Webseite sozusagen mal so durchgetestet - und da saugen sich gleich mal 8 Javascript-Libraries rein und fast 20 externe Quellen. Wuha. (Und ja, so einen Text habe ich erst vor kurzem hier getippt. Wiederholen schadet aber nicht.)
Klar packen das die Server heutzutage, interessiert eigentlich kein Schwein (und vor allem User), denn unsere Online-Infrastruktur ist ja auch moderner, schneller und besser geworden - aber zeitgleich stopfen wir sie wieder mit visuellem Zeugs zu.
Warum eigentlich?
Der Inhalt ist ja nicht mal besser geworden im Netz, sondern im Gegenteil... alle werden immer kürzer und einfacher, oder kommt das nur mir so vor?
Ironie irgendwie. Mehr und mehr Technik-Stuff und immer weniger gehaltvoller Content (und der, der gut ist, ist entweder sowieso schon lange da oder gehört zur Minderheit). Das muss echt aufhören. Wir alle, die im Netz tätig sind, sollten uns zusammenreißen und das Alles ganz anders angehen.
Klar, wir haben alle Angst, dann nicht mehr ernstgenommen zu werden, uncool zu sein, hinten nach und out und bleiben asoziale Digital-Loser mit unseren nicht dynamisch-flexiblen-modular Webseiten, aber ist das nicht armselig dann? #blickinmeinenspiegel
Ich glaube, ich werde ab jetzt in dem Bereich missionarisch tätig und regelmäßig allen auf dem Senkel gehen. Sinnlos, aber das ist meistens so bei diesen Dingen. Sagt mir Bescheid, wenn/sobald ich in diesem Feld extrem unsympathisch geworden bin - weil dann ist es der richtige Weg.

Wahnsinn. Ich bin auch Teil dieser Ära - fühle mich aber trotzdem relativ normal. Übrigens: schon der erste Cat-Content.

Montag 05. Oktober 2015

Die EU ist in der Flüchtlingskrise dringend auf das Wohlwollen der Türkei angewiesen. Doch Präsident Erdogan hat bei seinem Besuch in Brüssel deutlich gemacht, dass er Bedingungen für seine Mitarbeit stellt - wie etwa freie Hand beim Kampf gegen die kurdische Arbeiterpartei PKK. (...) Ein EU-Beamter bestätigte am Montag die Existenz des Plans. Aja. Kein weiteres Kommentar notwendig, oder? Schizophrene EU.

Weil es gerade passt und viele sich oft die Frage stellen, was man als Webdesigner eigentlich so "ist".... dann gibt es darauf eigentlich nur die Antwort:
WebdesignerIn heißt sozusagen mehr oder weniger prinzipiell:
x dass man der Trottel vom Dienst ist
x dass immer dann, wenn Etwas gezeigt wird, es noch nicht fertig ist
x dass immer dann, wenn Etwas gezeigt wird, es gerade nicht geht
x dass immer im ungünstigsten Fall ein Fehler auftaucht oder die Seite zusammenbricht
x das Backup nie so funktioniert, wie es sollte
x jede Arbeit mindestens 3 mal neu gemacht werden muss
x der Kunde nie zufrieden ist und immer plötzlich alles ganz anders will
x dass nach langem Stillstand das Projekt schlagartig HEUTE fertig werden muss
x dass dein Geschmack und der des Kunden Lichtjahre und noch mehr auseinander liegen
x dass Du besser als der Kunde weißt, was für ihn gut ist und er es dennoch besser weiß
x dass Du für Geld arbeitest und damit eine Dienstleistung zu erbringen HAST - so der Kunde
x dass Du, egal wie viel Mühe Du investierst, nie das passende Danke bekommst
x dass Du, egal wie viel Mühe Du investierst, dennoch angezweifelt wirst
x es prinzipiell so läuft, dass nach getaner Arbeit ein ahnungsloser DAU prompt einen radikalen, gut sichtbaren Fehler mitten bei der Präsentation entdeckt
x es prinzipiell so läuft, dass nach getaner Arbeit ein Unsicherheitsgefühl entsteht und man ahnt, dass da was vergessen wurde
x es prinzipiell so läuft, dass nach getaner Arbeit 4 Tage später die Seite einfach so nicht mehr geht und man weiß nicht warum
x dass nach Monaten der Anpassungen und kollektiver Abstimmung die Seite und alle Plugins endlich stehen... und der Provider dann in der Nacht ein Server-Update macht und sich die PHP-Versionen ändern und plötzlich auf der neuen Seite Fehler zu sehen sind - und Du Stunden investieren kannst, um andere Plugins zu finden, nachzubasteln, umzuändern, zu retten, usw... natürlich unbezahlt, denn was kann der Kunde für Sicherheits- und Neuerungsupdates!? Was ist das überhaupt? Du zahlst ja auch nicht, wenn ein Autohersteller dich verpflichtet, ein Update deines Motors in seiner Werkstatt zu machen, weil er sonst wegen einem Programmierfehler oder Ampel-Update morgen kaputt wird.

Ich glaube, ich muss bald Twitter auch vollständig wegschmeißen... nach den heutigen Einträgen zu Mankell, Israelis und Palästinensern wird mir gleich noch mehr schlecht dort. Die Palästinenser sind keine Unschuldslämmer - wissen wir alle - aber sie sind trotzdem auch Menschen - und den Konflikt dort heizen beide Seiten seit Jahrzehnten immer wieder erneut an. Ja, auch die Israelis.
Ich finde ja zudem jede Roadmap sinnlos, weil sie eh nie zu etwas führt - außer dass sie anderen Ländern Geld, Nerven und Zeit kostet... es hat sich einfach nichts geändert bis heute. Und beide Seiten wollen es im übergeordneten Sinn nicht, zwecks Machterhalt. Eigentlich müsste man glatt eine Mauer um das Land generell ziehen und in einem Jahrzehnt dann mal vorsichtig nachschauen, ob sie endlich zueinander gefunden haben. Denn dieser Hintertür-Konflikt zum jeweiligen Status-Quo-Jahr nervt. Und jede private Antimeinung ist dann gleich ein Drama und das große, gebrochene Tabu. #meinaugezuckt

Übrigens habe ich für all jene unter Euch (und mich), die immer wieder online rumbasteln müssen, eine kleine Service-Seite erstellt, um schnell Zeitstempel, IP-Adresse und sowas angezeigt zu bekommen. Es werden noch mehr nützliche Infos im Laufe der Zeit folgen - schauen wir mal, was man noch so braucht an Daten!? Anregungen und Ideen sind willkommen.

Mmmhhh, sehr fein... die NASA hat an die 8400 unveröffentlichte Bilder der Apollo-Missionen am Mond auf Flickr veröffentlicht.

Sonntag 04. Oktober 2015

Ist es jemanden aufgefallen? Nein... sicherlich nicht. Aber ich habe das Blogtool im Hintergrund getauscht und jetzt läuft wieder ein gutes, altes Blosxom hier. Keine Datenbank, keine Updates, nur purer Text.
Wer mich schon länger kennt, weiß damit sofort, dass es sich hier um eine Rückkehr zu meiner früheren Zeit des Bloggens handelt... und die war gut und kreativ. Es fühlt sich auch gleich wieder alles hier besser an. Und schneller. Und passt besser zur Wiki-Philosophie. =)

Die Türkei soll eine Schlüsselrolle bei der Flüchtlingskrise führen. Ich gratuliere.
Ausgerechnet das Land, das unter der Hand IS-Milizen lange Zeit unterstützt hat, das nach Syrien Waffen liefern hat lassen und das generell nicht gerade für einen soliden Umgang mit Flüchtlingen anderer Volksstämme bekannt ist und nebenbei Kurdeneinheiten bombardiert, um eigene strategische Interessen durchzusetzen... soll nun als Förderer der Flüchtlingskrise prompt Partner und Lagerstätte der EU in der Flüchtlingsfrage werden!?!
Ganz ehrlich? Eigentlich sind diese geopolitischen Spiele wirklich nur mehr zum Kotzen.

Email als Alternative zu Facebook. Mal wieder ein Hype von altem Zeugs, das einfach neu aufgegossen wird… nur als Fan des Minimalismus gefallen mir die alten Kommunikationswege prinzipiell. Ich hoffe ja sogar, dass irgendwann IRC auch wieder Massentauglich wird. Sei’s drum. „TinyLetter“ ist also nichts anderes als ein Newsletter-Tool für Jedermann/frau, um seine Fanbasis regelmäßig mit Texten am Laufenden zu halten. Sozusagen ein Bloggen direkt in das Email-Postfach… also eben nichts Neues.
Auch wenn ich dieses externe Service nicht verwenden möchte, den Ansatz mit den Emails überlege ich schon länger. Nicht umsonst gibt es eine Mailingliste auf meinem Server, die natürlich kein Mensch nützt und leider auch zu komplex ist… aber ich bin stark am überlegen, ob ich nicht – nachdem ich ja jetzt den Back-to-the-roots zu dem Wiki und Short-Blog gemacht habe – einen kleinen Newsletter anbieten will, in dem ich einmal monatlich die wichtigsten Einträge, Neuerungen und Co. in ein paar Sätzen zusammenfasse.
Der Vorteil der Leser wäre es, dass sie nicht ständig acht geben müssen, was wo wie auf meinen Seiten passiert, sondern sie bekommen es bequem und faul per Email. Fertig.
Die Idee von Newslettern ist auf der anderen Seite schon so alt, dass es eigentlich schwachsinnig ist und es hat ja einen Grund, warum sie an Kraft verloren haben… gleichzeitig lerne ich Emails wieder vermehrt zu schätzen. Keine Likes, keine Herzchen, keine direkten Kommentare, keine zeitnahe Interaktion, keine umrandete Werbung, keine Bilderchen, keine Katzenvideos,… sondern einfach Text. So soll es sein. Ich ziehe sie zum Beispiel auch Whatsapp und dergleichen vor. Lässt sich auch leichter archivieren, ist Geräte-unabhängig und benötigt keine Updates.

Gestern übrigens an die 8 Kilometer Sightseeing zu Fuß und im Kollektiv inklusive einer Fremdenführer-App mit Sprachausgabe am Tablet quer durch die eigene Heimatstadt Wien gemacht. Beginnend beim MQ, am Volkstheater vorbei, am Parlament, Rathaus, Altes AKH, bis hin zur Volksoper und WUK und von dort wieder in die Innenstadt, Naglergasse, Tuchlauben, hoher Markt, Stephansplatz, quer durch bis zum Volksgarten und wieder MQ. Interessant mal die eigene Stadt als Tourist zu sehen – vor allem war ich bei einigen Gebäuden überrascht, wie jung sie eigentlich sind. Sowas sollte man ruhig öfter machen – auch als Wiener. #lernfaktor

Samstag 03. Oktober 2015

Die Russen, die völlig ungeplant in Syrien rumbomben und irgendwelche Ziele zerstören nach Gutdünken. Wie können die nur? Die ruinieren ja den Status Quo und außerdem sterben dabei Zivilisten und Verbündete. Russen halt, die hauen immer einfach blindlings drauf und ruinieren alles. Oh. Tote bei US-Luftangriff auf Klinik von Ärzte ohne Grenzen in Afghanistan. Na, kann ja passieren, nicht? Nachdem Amis allerdings keine Fehler machen wie die dummen Russen und noch dazu die Gegend dort ja seit Jahren in- und auswendig kennen… kann es ja dann eigentlich nur Absicht sein, oder? Oder das hier. Man stelle sich vor, die Russen hätten sich sowas erlaubt! Der Aufschrei und so.

Was mich übrigens auch zur Zeit fertig macht ist, dass mein Laptop beim Aufwachen sich nicht mehr auf Anhieb in das UPC-Modem einhängen kann. Jedesmal kann ich entweder bis zu 20 Minuten warten, bis das wieder klappt (oder das Modem es zulässt) oder ich surfe erstmal über das Handy und verbinde mich dann erneut. Das ist aber kein Zustand und der Grund dafür ist weiterhin unbekannt. #andiewandklatsch

Guter Beitrag, denn so geht es wohl den Meisten heutzutage. Da werden neue spannende Bilder vom Pluto veröffentlicht, das Weltbild gefestigt, dass wir aus Myriaden kleiner Mikroben bestehen, die uns und wir sie zugleich steuern, und so weiter… aber staunen wir noch? Irgendwie hat man doch das Gefühl, dass wir unser Wissen nur mehr genauer ausformulieren, aber nicht mehr um ganz neue Dinge bereichern, stimmts?


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