\ō/

Montag 20. Juni 2016

# "Steigende Fluktuation in Unternehmen, hohe Personalkosten und der Mangel an Fachkräften bewegen viele Industrieunternehmen dazu, mehr Unabhängigkeit vom Arbeiter zu suchen, meint Mayr."

"In einem größeren Kontext, abseits von Arbeitslosigkeit und Existenzängsten, sei die Übernahme von Arbeit durch Roboter laut Girtler zu befürworten. Roboter seien wichtige Werkzeuge für die Forschung und die Weiterentwicklung der Menschheit, etwa im Weltraum. Der Mensch hätte durch Roboter außerdem die Chance, sich Zeit für schönere Dinge zu nehmen, etwa Philosophieren, Lesen oder Theaterbesuche."

Oh, ab ins Theater! \o/


# "Wieso sollen Bauarbeiter nicht, wie in der EU erlaubt, in Sondersituationen bis zu 12 Stunden am Tag arbeiten dürfen? Das könnte über Jahresarbeitskonten ausgeglichen werden."

Genau! Warum eigentlich nicht? Ist ja nicht so, dass einem nach 12 Stunden Teerarbeiten oder Dachdecken der Rücken abfällt oder solche komischen Scheinargumente der Arbeiterschicht?! Zudem kann man das dann ja im warmen Winter bequem auskurieren. Verstehe ich auch nicht. Außerdem sind die ja eh schon im Alltag üblich, also kann man gleich naturgemäß die 14 Stunden dann daraus machen. Beim gleichen Verdienst, denn dafür profitiert man ja von einem flexiblen Zeitkontingent, das man nach Lust und Laune - oder so irgendwie (husthust) - konsumieren kann. Sollte man wirklich forcieren. Ts. Also wirklich. ^^

Nachtrag: Besonders toll war unlängst ein Kommentar von einem Pensionisten in einem TV-Beitrag, der total für diese Arbeitsmodelle ist und die jungen Leute sollen ja viel mehr und länger hackeln und endlich was tun. Interviewt wurde der knapp 60-Jährige in seinem Schreber-Garten, in der Pension ist er auch schon seit Jahren und ein teures Auto stand auch dahinter und er wirkte recht entspannt mit der Zeitung in der Hand und der Kaffetasse am Tisch. Fit wie ein Turnschuh. Ging dann vermutlich Tennisspielen mit seinen Sportschuhen und dem umgehängten Pullover. Aber die Jungen dürfen ihn durchfüttert und kennen selber Früh-Pensionen, Kuren, Abfindungen, Altersvorsorge, Lebensversicherungen, feste Zinssätze bei Mieten, Ersparnisse und Eigenheim nur aus Erzählungen mehr. Aja.


# Boah. Zum ersten Mal nach Monaten und mehr mal wieder ganz ohne Werbeblocker, JS-Deaktivierung und Co. im Netz unterwegs gewesen... ja sind denn die Alle noch ganz dicht?!

Screenshot - ich sehe einen Titel. Aus. Der Rest ist nur... Werbung. Wer geht denn ohne AdBlocker auf so eine Seite bitte? Deren Besucherzahlen müssen doch mehr als nur im Keller sein??!

Screenshot - und sollte die Werbung nicht eine dezente, unaufdringliche Beifügung sein? Alles bewegt sich und blinkt, eindrucksvoller als jeder Text oder Meldung

Screenshot - die Newsseite ist generell Schrott, aber wichtig im Alltag, um über den Tellerrand in die Tassen der Anderen zu blicken, nur wo ist da der Inhalt? Und der untere Cookie-Hinweis mit "Zur Verbesserung Ihres Nutzererlebnisses" ist da ja schon fast pervers und kann doch nur ironisch gemeint sein, oder?!

Man hat nichts, aber rein gar nichts aus den letzten Jahren gelernt. Die ganzen Versprechungen der Werbeindustrie und der "Minimalisierung" waren umsonst und ganz toll sind zum Beispiel auch Autoplay-Videos bei der FAZ und Welt (und anderen Seiten), wo vor dem eigentlich Video-Beitrag erstmal eine 10-20 Sekunden-Werbung aus den Lautsprechern schreit, gerne auch im Hintergrund-Tab.

Meine Güte, wie kann man sich selber denn nur so gegen die Wand fahren? Mehr statische Werbung, kleiner und am Rande und ohne 76 externe Ad-Quellen bei einem Seitenaufruf und man könnte vielleicht schon eher auf Werbeblocker verzichten - und somit Einnahmequellen für die Seiten generieren. Aber so ist das ja wirklich eine Katastrophe. Absolut durchgeknallt!

Hatte ich vergessen. Meine "normale" Welt ist da wirklich eine Andere - ruhiger, übersichtlich, lesbar, keine Ablenkung, da bewegt sich nichts und gerne immer wieder... als DAU-User, der sich sowas nicht selber einrichten kann, würde ich wohl hingegen den Stecker rausziehen und ein Buch lesen gehen und danach im Park die Tauben füttern. Und gut ist es. \o/


# Was mir übrigens zunehmend aufstößt, ist der generell Umstand, dass mittlerweile nicht nur IT-StartUps, sondern auch simple Petitionen, Aufrufe, Projekte, Forschungen oder kleinste Events und Co. alle mit irgendwelchen tollen, weichgezeichneten, überblendeten Image-Filmen daherkommen oder vom Online-Auftreten her fast schon einem Hipster-Apple-Start-Up entsprechen. Oder anscheinend müssen, weil sonst klickt es wohl kein Mensch mehr an. Traurig und alles so weichgespült.

Und immer so die Klassiker... Nahaufnahmen der Gesichter, Emotionen, bedeutungsvolle, visuelle Botschaften, eine Kamerfahrt durch das Büro, wo gerade an der Rettung der Welt getippt wird, eine behutsame Hand, die einen Gegenstand streichelt und wichtige Handbewegungen, nochmal eine Emotion, dann ein bedeutungsvolles Nicken, das Zukunft, Innovation und den Mitmach-Effekt auszulösen versucht, dann folgt die Community, lachende und zustimmende Münder und Gesichter, vielleicht sogar ein zufriedenes Kind, nun das Kollektiv und die gemeinsame Power zum Abschluss. Wir haben die Macht! Und mit Eurer Kraft bin ich Captain Plan... irgendein unnötiger Aufruf, kollektive Gerichtsklage, Billig-Produkt, das schon beim Eck vorne seit Jahren im China-Shop verkauft wird oder ein irgendwie zusammengefrimmeltes Online-Tool, das keine 6 Monate durchhält und mit Schulden endet.

Und erstaunlicherweise kaufen es die Leute jedes Mal wieder ab und sind voller Zuversicht, dass... die... Welt... nun... besser wird. \o/

Dieses humanoide Hoffnung-Ding ist wirklich erstaunlich, weil es so konsequent durchgehend immer und immer wieder erneut funktioniert.


# Mal so eine Notiz aus meinem Leben: ich habe ja vor längerem die Farben unter Linux beim Terminal bzw. der Konsole und so weiter auf ein "Farbschema" eingestellt, das so irgendwie am ehesten an ein altes LCD-Taschenrechner-Display erinnert. Oder an die alten Organizer-Uhren.

Also der Hintergund ist so ein hell~mattes Grau~Braun und die Schrift dunkel, aber nicht komplett schwarz und auf sonstige "Farben" verzichte ich größtenteils, bis auf ein dünkleres, aber sattes, kontrastreiches Rot - für Cursor oder Meldungen, Hervorhebungen und so weiter. Stichwort i3. Hier ein Screenshot der grafischen Einstellung (allerdings wirken die Töne auf jedem Monitor unterschiedlich, das ist schließlich bei jedem Gerät und dessen Kontrastweise ein wenig anders, deswegen kann das bei Euch auch komisch wirken).

Außerdem dimme ich meinen Monitor am Laptop generell ein wenig, habe mittlerweile auch diverse Tools für die automatische Anpassung der Farbtemperatur am Abend und in der Nacht wieder komplett entfernt und fahre stattdessen das oben genannte feste Schema und passe manuell je nach Umgebung per Tasten-Kombi die Bildschirmhelligkeit an oder eben auch nicht. Denn das ist unterschiedlich - mal brennt das Zimmerlicht, manchmal sitze ich auch nur gemütlich mit ein-zwei Kerzen irgendwo oder mal beim Fenster (Das Fenster zum Hof), wo ein anderer Lichteinfall herrscht. Mal ist es am Abend draußen bewölkt, mal Abendsonnen-Stimmung und recht hell.

Und seitdem ich von den ganz dunklen als auch den hellen Farbschemen generell weg bin, geht es auch meinen Augen (noch) besser - vor allem am Abend und in der Nacht. Viele Computer-Heinis sind ja einigermaßen Nachtblind bzw. werden es und sind ebenso empfindlich auf direktes Sonnenlicht im Alltag ("Ich kann nichts sehen, alles blendet so!")... das ist mir zum Glück bis heute erspart geblieben, meine Augen waren bei mir auch immer durchgehend gut und sehr tolerant, brauche auch bis heute keine Brille und bin weder kurz- noch weitsichtig, aber ich merke dennoch, dass sie in letzter Zeit trotzdem viel entspannter und weniger belastet sind. Auch nicht mehr so oft trocken.

Auch wenn es mal etliche Stunden am Monitor werden (wie meistens) und man dann von hellem Tageslicht in die Abenddämmerung digital wandert (oder umgekehrt) und ja eigentlich daraufhin gegen die Tür im Dunklen laufen müsste, ist dieser Umstellungseffekt seitdem tagsüber, am Abend und in der Nacht viel geringer geworden und nicht von so harten Übergängen gezeichnet. Auch sehe ich in der folgenden Nacht deutlich "besser" (ohne Licht, im Dunklen) und nähere mich da wieder mehr meiner Batman-Augen-Kindheit an (war da immer stolz darauf). ^^

Kann also so ein analoges, fades Schema aus meiner Sichtweise nur empfehlen. Besser als diese ganzen Tango, Solarized und Co. Farb-Spielerein und vor allem ist die Farblosigkeit irgendwie viel neutraler und leichter (für die Augen).


# Nein?! Doch. Ooohhhh!

"Der Steuerzahler dürfte nun doch wieder für die frühere Hypo Alpe Adria zur Kasse gebeten werden. Entgegen den Ansagen von Finanzminister Hans Jörg Schelling, keine öffentlichen Mittel mehr für die Nachfolgeeinheit Heta lockerzumachen, soll es nun zu einem Zuschuss von... 1,5 Milliarden Euro kommen."


# Hach ja, jetzt wird es auch da "spannend". Ist halt mal wieder ein üblicher Welt-Titel, wo man natürlich gleich ein wenig Stimmung macht, anstatt sachlichen Journalismus, aber gut... kennen wir ja schon. Deswegen weiter zum Text:

"Gewissermaßen en passant kündigte er (Putin) eine neue Eurasische Wirtschaftsunion an. ... Eine solche Wendung kam derart unerwartet, dass sich das Publikum nicht einmal entscheiden konnte, ob es applaudieren sollte oder nicht. Am Ende blieb es still. ... "Wir sind nicht nachtragend und dazu bereit, unseren europäischen Partnern entgegenzukommen. Aber das kann natürlich keine Einbahnstraße sein" ... Vor allem die deutschen Unternehmer traten nicht laut auf. Auf den Podien waren sie kaum vertreten. Sie seien auch von der Politik dazu angehalten worden, den Ball flach zu halten, heißt es hinter vorgehaltener Hand. Die meisten haben die zweite Managerriege geschickt."

Und köstlich ist dieser Zusatz: "Russland bleibt indes bei seiner eigenen Lesart. Die EU habe in dieser Frage von Anfang an nicht eigenständig gehandelt, sondern tanze nach der Pfeife der Amerikaner, erklärte Putin mit leichtem Schmunzeln. Den Amerikanern selbst würden die Sanktionen ja nicht schaden, von ihren europäischen Partnern aber erwarteten sie Geduld: "Warum die Europäer Geduld haben, verstehe ich nicht." - ja, das ist eine gute Frage. Und auch, was daran kurios sein soll?! ^^

Nachtrag: Wer gute Laune und ein Magengeschwür benötigt, kann sich ja herrlich grinsend durch die Kommentare lesen. Wozu Doom spielen, wenn es Online-Communities gibt? \o/


# In Europa bewegt sich generell einiges... bin ja schon sehr gespannt wegen der Brexit-Sache. Man könnte bei dem ganzen Geschrei ja glauben, dass es denen da oben in den politischen Riegen vor allem um ihre privaten Anlagen und Quergeschäfte geht, die bei einem Ausstieg dann verloren oder wertlos wären. ^^

Und auch hier mal wieder eine Schlappe für die verstaubten Teppiche: "Die Juristin Raggi war als Favoritin in die Stichwahl gegen die Regierungspartei PD gegangen. Dass die politisch kaum erfahrene Quereinsteigerin den PD-Kandidaten aber mit rund 67 Prozent geradezu deklassierte, gilt als herber Schlag für Renzi. Raggi war bis vor wenigen Monaten in Rom praktisch unbekannt."

Erinnert mich an den Hofer bei uns in Österreich, den kannte vorher auch kaum einer bei uns und zack, plötzlich war er im Mittelpunkt und zog die Stimmen an. Ich denke, das wird jetzt generell öfter passieren... warum sollte das auch nur bei den Netz-Trends so sein, dass man morgen schon nicht mehr weiß, was der neue Hype wird?!

Nachtrag: Auch wenn bei einem Brexit der Teetrinker die Symbiose sicherlich noch Jahre so halbert dahintümpeln würde (an einen echten Brexit glaube ich nicht ganz, dazu wird man das Ganze dann einfach zu lange verschleppen und dahinsüffeln lassen), ist es trotzdem interessant, wie sich so eine Situation beispielsweise auf die Arbeitserlaubnisse in anderen Ländern und umgekehrt auswirken, auch bei der Reisefreiheit und so weiter. Da gehen sicherlich auch so manche Träume in Seifenblasen auf und platzen dann plötzlich. Heute kann man sich halt einfach auf nichts mehr verlassen... \o/


Samstag 18. Juni 2016

# Jetzt lauft tatsächlich eine Hochglanz-Werbung in einem Stream für ein Smartphone mit.... "erweiterbarem Speicher". Ich glaube, ich bin im Jahre 1999 gelandet. Jetzt verkauft man auch den Schmarrn schon als "neues Highlight"?! Ôo


# Das Gute ist übrigens, dass ich ja Chromium als Browser verwende, da ich ja wegen dem Laptop mit 32-bit fahre, Google den originalen Chrome-Browser aber selber seit März nun nur noch mit 64-bit ausgibt und die 32-Version eingestellt hat...

Diese aussterbende 32-bit-Welt wird mich wohl recht bald in den nächsten 1-2 Jahren wohl noch ziemlich beschäftigen (ungewollt). Nervt.


# Mir geht dieses ganze Pixel-Geheule wirklich am Nerv. Gerade wieder die Diskussionen wegen der empfohlenen Deinstallation von Flash so durchgelesen und da wird wegen der niedrigen Auflösung diverser Alternativen geheult.

Irgendwie habe ich das noch nie nachvollziehen können. Klar ist eine hohe Auflösung nett, aber wirklich relevant ist doch der Inhalt, das Video, der Film, der Beitrag an sich oder was auch immer... ob das jetzt 1000-Bla-Pixel hat oder 700-Bla-Pixel ist ein Unterschied, aber wenn der Film gut ist, ist das doch sowas von egal?!

Aber das sind vermutlich die gleiche Sorte an Menschen, die sich einen Film extra nochmal als Blueray damals gekauft haben, nur weil man die Poren der Gesichter noch besser sehen konnte und die CGI-Effekte noch schärfer waren (dabei wirken die leicht unscharf fast immer besser und realer, als wenn es zu hart, kantig und glatt ist).

Außerdem pfeife ich doch auf Flash, wenn ich mit einem geringen Auflösungsverlust das Ding dafür los bin und auch mir keine Gedanken mehr darum machen muss. Wofür braucht man denn wirklich noch den Kram? Die paar Streaming-Portale, die noch immer darauf setzen oder dabei bleiben, werden so gut es geht boykottiert - denn nur so ändert sich auch endlich was.

Nachtrag: Ist wie bei den Spielen. Da erscheint ein neues XY-Game und alle hypern sich in den Sauerstoff-Tod, weil die Auflösung jetzt im 4k-irgendwas-Bereich ist. Ganz toll, wow! Und rennen dann wieder blöd im Kreis und knüppeln die selben Gegner in den Boden und wiederholen das Ganze weitere 780 Mal, bis das Spiel nach 1 1/2 Stunden durch ist. Mit Verlaub: das ist doch Scheiße? In erster Linie muss das Spiel gut sein, die Grafik ist doch nur ein Nebenbei-Zuckerl... wenn das Spiel auch bei 640x480 Pixel Spaß und Freude sowie Immer-wieder-gerne-nochmal Fun macht, dann ist die Qualität gut.

Aber dieses Rumgesülze wegen zu grober Pixel oder zu niedrigen Auflösungen ist echt einfach nur so ein stupides Geheule. Sind vermutlich die gleichen Menschen, die sich die Lego-Bauwerke in ihrer Kindheit lieber von Mama oder Papa zusammenbauen ließen und sie heute im Glaskasten unangerührt stehen lassen - selber damit rumbasteln oder gar was ändern und Neues bauen, ist da nämlich nicht drinnen (und damit meine ich nicht das Lego-Ding). Die fangen mit Pixel genausowenig an und brauchen was fertig Definiertes. (Diesen inhaltlichen Bezug werdet ihr nicht nachvollziehen können, aber ich wollte ihn trotzdem loswerden...)


# Falls ihr eine Möglichkeit zum Ersticken sucht: ich empfehle einen gekühlten Frühstücksjoghurtdrink mit Müsli-Flocken aus dem Supermarkt-Regal. Herrschaftszeiten, wie beinahe tödlich so eine festklebende Mikroflocke im Rachen doch sein kann. Krächz, hust, röchel...


# Ich habe ja gestern das Forum mal in ein Archiv geschoben und dann drei Dinge überlegt, um dem nun freien Domain~Server einen Sinn zuzuweisen. Entweder eine Bookmark-Engine um meine Lesezeichen zu zentralisieren und auszulagern (sowie auch gleich durchsuchbar zu machen), einen Online-Kalender mit privaten Terminen als zentraler Organizer oder als (temporärer) Retro-Fun, Spielerei und Ergänzung für Nicht-IRC-Menschen statt Kommentaren ein modifiziertes... Gästebuch. ^^

Update: ist online, natürlich ohne JS nutzbar und im Textbrowser ebenso lauffähig. Hrhrhrhr, schon lustig irgendwie. ^^

Letzteres ist quasi die Umschiffung eines komplexen Forums mit Anmeldung und ebenso der Verzicht auf ein richtiges Kommentarsystem beim Blog und im Wiki, weil das wiederum viel zu groß wäre. Aber es gibt, wenn man sich da so im Netz umschaut, mal wieder eine interessante Sache zu beobachten:

Fast alle Gästebücher und Co. haben nämlich ihren Lebenszyklus mit dem Jahr ~2010 eingestellt oder alternativ plötzlich die generellen Updates und wenn sich noch was getan hat, dann wurden fast schlagartig überall komplizierte Spam-Filter und Block-Tools angeboten. Quer durch die Bank. Da wurden die Bots in der Zeit nämlich erst so richtig aggressiv und mehr und mehr "automatischer~autonomer".

Irgendwie kann man da generell recht gut die Trends und die Entwicklungen im Netz an solchen Dingen ablesen. Gilt auch für Foren übrigens, denn auch die sind in der Masse alle so um das Jahr ~2010 entweder eingestellt, archiviert oder schlafen geschickt worden (also im Sinne von Updates und Weiterentwicklung) und nur die Wenigen, die sich damals ungerührt durchgebissen haben, gibt es heute noch - leben aber dafür meistens mit schlechten, kaum beweglichen Communities und oft nur mehr von wenigen Stammpostern.

Nachtrag: Erinnert mich ja ebenso gleich an dieses Phänomen, als damals Jekyll und dergleichen als statische Blog-Engines plötzlich zum Hype in der Szene wurden und viele Blogger voller Begeisterung mal eben auf diese nicht-dynamischen Lösungen umgestiegen sind... und bereits nach drei Monaten bemerkte man ja bei den Meisten einen Einbruch bei der Anzahl der veröffentlichten Beiträge. Blogger, die ewig lange viel geschrieben hatten, waren nun ganz stolz auf ihre statische Engine, aber zugleich stürzten die Anzahl ihrer Beiträge im Monat bzw. Jahr recht schnell radikal ab.

Man konnte das bei den Jekyll-, Octopress- und wie auch immer Linksammlungen (zumindest damals) gut sehen, dass die dann nach den ersten ~10 Beiträgen mal eben die Schlapfen streckten und einfach nichts mehr oder kaum mehr kam - im Gegensatz zu den alten dynamischen Blogs wie mit Wordpress und Co.

Ich vermute mal, dass Viele auch zu faul waren für einen richtigen Umstieg, also mühsam alte Beiträge da und dort zu konvertieren, die Pfade der Bilder anzupassen, die Tags sowie Kategorien umzustellen und dergleichen... aber auch, dass Viele dann doch gemerkt haben, dass es eben durchaus mühsam ist, wenn bei jedem Mal Tippen alles neu erstellt werden muss bzw. man für jeden Rechtschreibfehler wieder alles neu generieren und uloaden müsste. Das nimmt selbstverständlich die Lust und die vor allem so wichtige Dynamik - und ich kann das aus eigener Erfahrung recht gut nachvollziehen... mir ist es genauso gegangen. Vor allem in der Anfangszeit, wo diese Lösungen noch nicht ganz ausgereift waren.

Denn mal eben dann unterwegs irgendwo einen Beitrag schreiben, gelingt dann oftmals nur mit dem eigenen Gerät - einfach ins Backend auf einem x-beliebigen Computer oder gar Smartphone via SSH und Co. fällt da oft weg oder benötigt zusätzliche Bastelei und Probleme, ebenso werden (oder wurden) Bilder nicht automatisch konvertiert, verkleinert und so weiter wie bei Wordpress und Co., wo man einfach das Bild einfügt und fertig - auch so ein Grund, warum viele der statischen Blogger dann plötzlich und schlagartig vermehrt auf puren, stylischen Text setzten, weil es natürlich bei häufigerem Schreiben mit vielen Bildern wiederum eine zusätzliche Aufgabe (Skript) war und ist.

Und dann kam noch dazu, dass Einige der statischen Blog-Engines zwar toll waren, aber nach 100, 500 oder dergleichen Beiträgen plötzlich einen Einbruch beim Rendern der Beiträge hatten und überfordert waren oder Minuten benötigten. Jekyll war ganz am Anfang noch so ein Kandidat und einige Andere ebenso. Da war jedes Ausbessern von einem Tippfehler zach und vor allem lästig. Hat sich dann je nach Engine gebessert mit einem Rendern der nur letzten, geänderten Beiträge und nicht mehr des kompletten Blogs und so weiter, aber es haben sicher Viele damals auch die Lust daran verloren und standen dann nun ohne dynamischen Blog mit unterschiedlich aufgebauten (je nach Engine) Markdown-Dateien da (die man damalig dann plötzlich nicht mehr so leicht in WP und Co. (zurück) importieren konnte oder dabei Tags und Co. verlor) und auf der anderen Seite gab es eben nur die schleppenden, unlustige Static Engine, die ebenso ihre Kanten hatte.

Das konnte man also eben gut beobachten, dass es da so in einem Zeitraum von ein~zwei Jahren einen Umbruch in der Blogosphäre gab, wo reihenweise oft und gut gefüllte Blogs von der Bildfläche langsam still verschwanden oder ihren Beitrag-Rythmus enorm ausdehnten. Zugleich und quasi in dem Zeitraum, wo auch die Foren und Co. ihren Einbruch hatten.

Steht natürlich und auch sicher auch im Einfluss von Facebook, Twitter und Co., die sich ja damals in der Zeit bei uns im deutschsprachigen Raum nun so richtig bemerkbar machten und die ersten User-Gruppen daraufhin abzogen, aber auch aufgrund der steigenden Masse an Spam und Angriffen auf Blogs und so weiter... aber dieser technische Faktor ist meiner Meinung nach nicht zu unterschätzen. Auch wenn es heute schon besser geworden ist, nur ist dafür dieser Trend der eigenen Blogs und Co. in der Zwischenzeit generell wieder gesunken. Da schreibt man heutzutage lieber in Whatsapp oder treibt sich auf Youtube, Snapchat und Co. rum.

Nachtrag: Es kommt übrigens schon oft vor, dass ich mir denke, dass ein simples Online-Backend für den~das Blog hier eine doch feine und angenehme Sache wäre. Einloggen, schreiben und fertig. Egal von wo. Tippfehler editieren und fertig. Alles gleich online. Und so weiter... ist schon naturgemäß verlockend.

Zudem ist ja auch diese Mär der Effizienz von statischen Blogs so eine Sache und mittlerweile wieder etwas gebrochen. Moderne, dynamische Engines belasten zwar mit oder ohne Datenbanken und Co. den Server mehr als in der statischen Variante, aber auch nicht mehr so massiv, dass die Relevanz so hoch ist. Vor allem bei den generell niedrigeren Leserzahlen aufgrund der mittlerweile breiten Über-Masse an Blogs.

Mein dynamischer Blog hier ist sicher genauso schnell und effizient wie eine statische Lösung. Und verbraucht zudem weniger Speicherplatz als fertig, rausgerenderte Einzelseiten. Eine Script-Datei und 50 Textdateien sind kleiner und überschaubarer, als in der statischen Ausgabe. Und Layout-Änderungen sind ebenfalls live möglich. Der naturgemäße Sicherheitsaspekt bleibt dafür den statischen Lösungen als Bonus.

So, jetzt sind wir aber abgedriftet... eigentlich ging es ja um das Jahr 2010, als das große Sterben in der Szene einsetzte und dann ja nochmals im Jahr 2014, als reihenweise Opensource Projekte aufgegeben und eingestellt wurden. Bei Letzterem weiß ich noch immer nicht so genau, warum eigentlich oder was da damals passiert ist. Snowdens Einfluss? ^^ Wie auch immer... auf jeden Fall immer interessant diese Bewegungen im Netz zu beobachten.


Freitag 17. Juni 2016

# Nur so am Rande: Deutsches Gericht: Werbeblocker sind zulässig. Nom nom. \o/


# Änderung: Unter Umständen wird vielleicht jetzt jemand fluchen, aber im Zuge der Einstellung des Forums habe ich mir irgendwie überlegt, dass der Klippenrand.com-Domain deutlich besser für die Suche passend ist, als der mit FrischeZitronen. Soll heißen, ich habe die Suche auf den anderen Server kopiert (läuft out of the box weiter und dauerte nur 1 1/2 Minuten) und sie ist jetzt eben hier.

Allerdings ist das eh auch schon hier unten im Blog angepasst, ebenso im Wiki und so weiter, sollte also kein Problem sein. Außerdem erstelle ich gerade dort einen frischen Index, damit die Ergebnisse ebenso wieder aktuell sind. Sorry für die Umtriebe, aber es muss sich einfach alles auch für mich selber gut und passend anfühlen. Es ist ein laufender Prozess. ^^

Nachtrag: Der WWW-Surfer im Logo passt auch besser zu dem Namen Klippenrand irgendwie... Meer, Küste, Klippen, Surfen und so weiter. \o/



Privater Meinungsblog von Emanuel aus Wien, ressourcensparend zusammengestoppelt aus aktuell 1707 Textdateien. Befüllt mit wechselnden Meinungen, chaotischen Gedankengängen und gemischten Gefühlen. Revidierungen finden immer wieder statt, Tippfehler runden das Ganze ab. Mein Blog = meine Meinung. Hier der schludrige RSS-Feed und hier der Kontakt. Keine Kommentare. Keine Herzchen. Kein Tracking. Kein Javascript. Keine Cookies. Keine Werbung.
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