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Sonntag 22. Jänner 2017

# Leute, ich brauche Eure kreativen, erfahrenen Köpfe! Ich suche entmutigt unter Windows (ja, stellt Euch vor!) ein Tool, um leicht und unkompliziert Dokumentation bzw. Manuals zu erstellen - allerdings mit zwei besonderen Herausforderungen - das Tool muss portabel sein und nicht in der Registry rumpfuschen oder heimtelefonieren und es muss das Manual dann als HTML ausgeben können, gewünscht wird dabei zusätzlich von mir ein Baumverzeichnis in der Sidebar. Ein Beispiel wäre das etwas zu teure Windows-Tool helpndoc (die eigene FAQ ist genau so wie ich es gerne hätte und auch das Tool wäre eigentlich genau die Richtung, aber ist etwas zu "fett" schon wieder). Ich will allerdings auch bei diesem Tool direkt den Text darin erstellen und bearbeiten können sowie auf Knopfdruck die Dokumentation - und nein, ich will und kann keine CLI-Tools installieren oder will irgendwelche Ruby-Perl-Whatever-Konverter, um vorhandene, einzelne Markdown-Dateien zu konvertieren. Es steht nur eine eingeschränkte Windows-Umgebung zur Verfügung, mit wechselnden Rechnern. Im Idealfall ist es ein kostenfreies Tool ohne Lizenzvorgaben, darf aber dafür ruhig einen rudimentären Aufbau besitzen... ich stelle keine besonderen Anforderungen.

Falls jemand alternativ ein Tool kennt, um vielleicht als Notlösung Windows Hilfe-Dateien zu erstellen (CHM) - allerdings ohne wiederum vorab in einem anderen Programm manuell Einzel-Dateien zu erstellen, wie es HTML Help Workshop und Co. macht, sondern eben mit direkter Erstellung der Inhalte, dann auch nur her damit. Ich selber werde anscheinend nicht wirklich fündig. Auch hier gilt nämlich, es muss portabel sein bzw. nicht am Rechner rumpfuschen, sonst bekomme ich keine Freigabe dafür und kann es nicht einsetzen. \o/

Nachtrag: Ich habe mir auch diverse Outliner angeschaut, alias Treepad, Keynote und dergleichen, aber die bieten keinen ordentlichen HTML-Export mit Baumverzeichnis an. Keynote Fn könnte vermutlich, tut aber nicht mit unterschiedlichen Problemen je nach Version oder Bedarf von Änderungen am Zielrechner. Andere Ideen? Ich freue mich über alle Tipps - danke! :)

Nachtrag: Nein, kein HTML-Code-Getippe und kein Latex und dergleichen. Simple Texteingabe gleich direkt in das Tool und Baumverzeichnis-Ausgabe mit Inhalt per statischem HTML.


# Kann mir jemand den Sinn der elektronischen Karten in Hotels erklären? Sie gehen genauso verloren, werden genauso kaputt und bieten mehr Angriffsvektoren als einfache, simple Schlüssel? Ob ich eine Karte mit Kundendaten bespiele bzw. einer Buchung oder den Schlüssel aushändige, ist der gleiche Aufwand und in den meisten Hotels ist die Abfrage nach der Karte beim Aufzug, Saunabereich und anderen Dingen zwar ein netter Gedanke, aber meistens auch simpler und analog ebenso umzusetzbar. Also wozu diese technische, teure und anfällige Investition in ein solches System? Und nein, ich rede jetzt nicht von einem 2000 Betten-Hotel oder einer Kette, die Daten sammelt und verarbeitet, sondern von Hotels wie diesem hier mit 180 Gästen.../o\

Hotel zum vierten Mal von Hackern lahmgelegt.


Samstag 21. Jänner 2017

# Wir erinnern uns ja Alle an diesen Eintrag hier vor wenigen Tagen, nicht wahr?

Ja, schaut mal... nachdem es da politisch und gesellschaftlich gleich mal Ablehnung quer durch die Bank (offiziell) gab, haben wir nun praktischerweise einen Gefährder entdeckt und die Gefahr gebannt! \o/

"Es wurde ein potenzieller Anschlag in der Bundeshauptstadt verhindert ... es liege aber möglicherweise ein radikalreligiöser, salafistischer Hintergrund vor ... Mögliches Anschlagsziel sei die U-Bahn gewesen ... "Die Wege, die der Täter in den letzten Jahren genommen hat, und auch das Täterprofil möchte ich heute noch nicht bekanntgeben" ... Die Hinweise auf den Burschen kamen aus dem Ausland - von wo, wollte Sobotka aus ermittlungstaktischen Gründen nicht bekanntgeben... „Es ist in diesen Hinweisen davon die Rede gewesen“, sagte Sobotka auf die Möglichkeit eines geplanten Anschlags mit einer Bombe angesprochen...."

Nichts Genaues weiß man nicht! ^^ Aber genau aus dem Grund ist es nun ganz wichtig:

"Der heutige Fall zeigt einmal mehr, dass Österreich keine Insel der Seligen ist“, sagte Sobotka. Österreich und ganz Europa müssten in diesen Zeiten stets mit einer Bedrohung durch Terror rechnen. Deshalb seien „stärkere polizeiliche Instrumente“ nötig, betonte Sobotka. ... Heimische Spitzenpolitiker bedankten sich umgehend bei der Polizei und lobten deren Arbeit ..."

Man stelle sich vor, da würde es... möglicherweise... einen Zusammenhang geben. Aber vermutlich habe ich das Ganze... wahrscheinlich... ganz falsch aufgefasst. ^^

Nachtrag: Und eine aktualisierte Meldung: "Der mögliche Anschlag eines Freitag in Wien verhafteten 18-jährigen Terrorverdächtigen war möglicherweise „sehr zeitnah“ geplant. Er hätte kurz bevorstehen können, wie der Generaldirektor für Öffentliche Sicherheit im Innenministerium, Konrad Kogler, im Ö1-Morgenjournal am Samstag sagt. Ein mögliches Szenario sei ein Anschlag auf die U-Bahn in Wien gewesen, so Kogler. Weitere Hausdurchsuchungen und Festnahmen seien möglich."

Nachtrag: "Dabei seien Ausrüstungsgegenstände wie Mobiltelefone sichergestellt worden, die nun ausgewertet werden müssten." Ausrüstungsgegenstände.... ein Handy ist nun bereits ein Ausrüstungsgegenstand. \o/

Nachtrag: Interessant auch: "Der aktuelle Fall zeige aber, dass die Zusammenarbeit auf polizeilicher Ebene offensichtlich funktioniere, es sei früh genug gewarnt worden. Da das Abwehramt nicht im Vorhinein informiert worden sei, geht Doskozil davon aus, dass es sich um einen „rein polizeilichen Fall“ handelt." ^^


# Ich muss ja nochmal feststellen, dass das Jahr 2000 nicht erst 7 Jahre her ist, sondern bereits 17 Jahre. Das ist immer wieder erschreckend. In jeglicher Hinsicht... und es fühlt sich auch nicht so an. Außer, dass die Zeit immer schneller vergeht. Ebenso erschreckend schnell. \o/


Mittwoch 18. Jänner 2017

# Ein treuer Leser hat übers Eck bemängelt, dass es hier so still ist, aber da darf ich darauf hinweisen, dass ich mir die letzten Tage Abends ein Sofa selber zusammengestoppelt habe. Wiedermal ein paar einfache Holzbretter aus dem Baumarkt, ein paar Fundus-Schrauben und eine prähistorische Herangehensweise in der nicht vorhandenen Planung mit einem überpowerten Bohrer mit Hunderten Watt und einem zu stumpfen Schraubenzieher. Grund dafür war, dass ich einfach kein mir gefallendes Sofa im Handel finden konnte... entweder haben sie ein Metallgestell oder einen visuellen, grausigen Schnickschnack wie Metallfüße oder komische Einbuchtungen, gehören zu der Sorte der "Wir kleben mit 15 Kilo Klebemittel, Schaumstoff und billigen Textilstoff auf Spanplatten ein 50 Kilo-Sofa zusammen" oder sie haben irgendwelche Funktionalitäten, die kein Mensch braucht - oder sie sind generell so unglaublich hässlich, dass man verzweifelt daran herumkratzt und schabt und dabei die Hoffnung in sich trägt, dass es sich bei den Form-Kisten nur um die Verpackung und nicht das Sofa selber handelt.

Ich selber wollte also einfach nur eine große Liegefläche, keine Seitenelemente und so einen Kram, also darauf schlafen und sitzen - mit einer möglichst großen Sitztiefe, weil wer sitzt denn am Sofa tatsächlich mit den Füßen im 90-Grad-Winkel und aufrechter Körperhaltung und starrt nach vorne? Niemand. Auf einem Sofa hängt, liegt und rollt man rum, sitzt im Schneidersitz oder streckt sich aus... dazu braucht man Platz. Auch um ein Tablet, Laptop, Nahrung oder die Katze neben sich zu verstauen.

Und dazu reicht ein schlichter Holzkasten mit Verstrebungsbrettern und langen Fichtenholzbrettern als Auflagefläche. Aus. Wer anderer nimmt Paletten, aber die sind mir zu schwer und wuchtig (und ohne Lagerzugang auch nicht billig oder chemisch behandelt). Ein Schönheitspreis interessiert auch niemanden, sondern die Form folgt ganz klassisch der minimalen Funktion, es ist somit auch sehr leicht, weil ja nur Bauhaus-Fichtenholzbretter, besitzt keine Klebstoffe oder sonstige Dinge, es lässt sich leicht wieder zerlegen und das unbehandelte Holz anderweitig weiter verwenden bei Bedarf. Und auch wenn es nur ein "Kasten" ist, ist es trotzdem in Summe um die Hälfte billiger, als irgendein Standard-Sofa aus dem Handel und zudem lässt es sich mit jedem Klein-PKW in zerlegtem Zustand transportieren. Wer mehrfach Ausdauer hat, sogar in der Straßenbahn, man ist also nie auf Transporter und Co. angewiesen. Und ja, wenn man darauf sitzt, könnte es auch ein handelsübliches Sofa sein.

Foto, Foto, Foto, Foto, Foto und noch ein Foto. Matratze drauf legen, eine Zweite umknicken, 2-3 Tage mit Bändern fixieren, um sie zu formen Foto und noch zusätzlich einen weichen, kuschligen, dicken Bezug über das Ganze werfen (der fehlt aber noch und ist hier nicht zu sehen). Was will man mehr? Provisorisch passt es schon mal. ^^


# "Hallo XY, für meine Kunden suche ich hochwertige Artikelplätze mit thematischem Bezug. Ein konkretes Interesse meines Kunden auf Ihrer Seite zu buchen besteht bereits. So bin ich auf Ihre Seite aufmerksam geworden. Ich würde gern bei Ihnen einen thematisch passenden Artikel buchen.
Ich liefere Ihnen gern einen sehr hochwertigen und professionell geschriebenen Text, welcher von meiner hauptberuflichen Redakteurin aufwendig recherchiert und getextet wird. Alternativ können Sie aber auch gern den Text verfassen. Der Text sollte mindestens 2 Jahre online bleiben.
Bieten Sie so etwas an? Können Sie mir bitte ein Beispiel und Ihren Preis mailen? Haben Sie evtl. noch weitere Seiten, auf denen so etwas möglich ist?
Ich danke Ihnen für Ihr Feedback."


Die klassische Anfrage... ich dachte ja, dass die schon ausgestorben sind, aber scheinbar gurken die Seelenkäufer weiterhin durch das Netz. Nachdem die Anfrage auf mehrere Adressen in Bezug auf bestimmte Domains zeitgleich eingegangen ist, gehe ich ja mal davon aus, dass sich die das recht einfach machen und schlicht und ergreifend Domains abscannen, das verwendete System abtasten (in dem Fall handelt es sich in beiden Fällen um Wordpress, also nicht diesen Blog hier, sondern einen Anderen) und dementsprechend ein simples "Hö, ist ein Wordpress, also Blog, also Texte, passt, schicke Email an Domain-Inhaber"-Skript einsetzen.

So weit so gut, so weit so klar... eh allseits bekannt. Aber was mich wirklich interessieren würde, wie hoch da wohl der prozentuale Rücklauf mit Zusagen bei solchen Anfragen ist und was Blogger dann sich vorstellen und schlussendlich finanziell bekommen. Sicherlich versaut das Ganze und man will es dann gar nicht wissen, wenn man dann hört, wie dreckig die Bloglandschaft in Wirklichkeit so ist. ^^


Mittwoch 11. Jänner 2017

# Tun Euch auch Bäume leid, die ganz alleine auf Parkplätzen irgendwo in der Mitte in der Betonlandschaft stehen und sich mit keinem anderen Baum unterhalten können? Mir schon. :(


# Ich bin echt schon so genervt von dem Thema. Mal wieder ist die Neugestaltung der Mariahilferstraße in eine Fußgängerzone schuld daran, dass dort Geschäfte sterben. Weil ja damals so viele Menschen mit dem Auto auf die Mariahilferstraße einkaufen gefahren sind... mhm. An dieser Stelle bitte Ironie einsetzen und wer in Wien lebt, weiß, wie unrealistisch es schon früher mit dem Parken, der Zufahrt und dem Rumgestaue in der Einkausmeile war. Auch damals musste man schon zumeist in die Parkhäuser oder umliegende Seitengassen ausweichen, aber das kollektive Vergessen hat mal wieder eingesetzt und plötzlich ist es ein Drama. Wenigstens sprechen ein paar Betreiber eher von dem Mietpreisen und nennen das Kind mal beim Namen.

Aber jetzt kommt noch eine große Überraschung... schon mal in letzter Zeit auf der Meidlinger Hauptstraße, Favoritenstraße und so weiter spaziert? Oder in den kleinen, lokalen Einkaufszentren in den Bezirken? Schau mal einer an... völlig unerwartet findet sich auch dort das gleiche Bild!? Na sowas aber auch! \o/

Dass das liebe, digitale Netz heutzutage auch beim Verkauf mitnascht und die Online-Bestellungen deutlich zunehmen, wird aus völlig unerfindlichen Gründen thematisch meistens ausgelassen - auch dass viele Geschäftsbetreiber - kurz und bündig gesagt - den Zug verpasst haben und da natürlich nicht (mehr) mithalten können, auch preislich, wo eh schon ein großer Druck herrscht. Natürlich wandern die Leute ab, natürlich kauft man vermehrt online, schlicht und ergreifend, weil es oft einfacher und auch billiger sogar mit Versand ist, als einen halben Tag durch die Stadt zu gurken, Sprit oder Öffi-Ticket zu verfahren und dann eh kaum Alles heimtragen zu können oder vor einem leeren Regal zu stehen.

Das hat aber alles nichts oder kaum damit zu tun, dass nun die Mariahilferstraße plötzlich eine Fußgänger-Zone ist, es ist vielleicht nur einer von vielen Dominosteinen, aber nicht mehr und weniger. Das sind die Anderen nämlich schon lange und die billigeren Geschäftsflächen am Rande der Stadt sind ja auch nichts Anderes als Fußgängerzonen... denn es fährt wohl niemand mit dem Auto durch die Shopping City Süd und wenn dann sicherlich nicht sehr weit - und klar gibt es so ein Parkplatz-Angebot nur dort, das gab es weder heute noch früher bei der Mariahilfer. Es ist vor allem ein Preisfrage von den Mieten her und auch einfach die neue Konsumenten-Schicht, die nun mehr und mehr digital, berührungslos und bequem heim bestellt. Man muss mal den Tatsachen und der Realität in die Augen sehen. Und das was dort in dieser Einkaufsmeile in der Stadt passiert, ist bei anderen, ehemaligen EInkaufsstraßen schon die letzten Jahre zuvor massenweise passiert. Ein Handyshop nach dem Anderen, Imbiss-Buden und sonstige Ramschgeschäfte kommen in Scharen und die Traditionsgeschäfte wandern ab, schließen oder steigen in das Online-Geschäft ein..

Man hat schlicht und ergreifend die Hausaufgaben nicht gemacht und wer davon redet, dass nun Parkplätze fehlen, der ist wohl selber im Alltag so gut wie nie dort mit dem Auto einkaufen gewesen, übersieht auch, dass Lieferanten nach wie vor zufahren können, die Busse noch immer fahren und man rundherum trotz Einbahnregeln und Co. weiterhin parken kann. Die Suche nach einer freien Stelle an irgendeinem Eck oder fünf Gassen weiter dauert nämlich heute noch immer genauso lange, wie damals auch schon. \o/

Nachtrag: Dass es einen Einbruch während der ewig langen Umbauten gab, liegt aber auf der Hand. Ja. Das hätte man aber meiner Meinung nach sowieso ganz anders anpacken müssen. /o\


# Skynet ist noch greifbarer geworden. Man schaue sich mal das Video der Übung an und beachte die visualisierte Darstellung der Drohnen. Es kommt bald eine dunkle Zeit auf uns zu und wiedereinmal wird die Fiktion die Realität schlussendlich überholen. Auch wenn sich das noch nicht greifbar anfühlt.


Sonntag 08. Jänner 2017

# Die letzten Tage mehrfach und immer wieder gehört "Jaja, hier bei uns am Land liegt Schnee, bei Dir etwa nicht?!", während ich gerade in der Sonne mitsamt blauem Himmel und auf trockenem Boden durch die Stadt stapfte. Aber jetzt schneit es auch endlich bei uns. So gehört sich das im Winter. \o/


Samstag 07. Jänner 2017

# Es klingt immer so unglaublich lächerlich und herzig, wenn ein energischer Computer-Mensch von heute auf morgen plötzlich die Vorzüge der analogen Technik betitelt, während andere Menschen dies schon von Anfang an zu einer Lebensaufgabe gemacht hatten oder zumindest sehr wohl auch die Schattenseite kennen und gleichzeitig den Fortschritt als Segen erfahren. Ich gehöre da zu der Sorte der Verlorenen, also all Jenen, die begeistert vor bald 20~ Jahren in die digitale Welt gestürzt sind, alles wie ein Schwamm an sich zogen und mit dem Flash-Plugin in der Hand auf missionarische Tour durch die Welt wanderten und dabei versuchten, die armselige, ungläubige Bevölkerung im Busch zu einem Glauben an den intelligenten Fortschritt und die Sinnhaftigkeit zu verführen oder auch sanft zu zwingen. Hat auch teilweise geklappt, aber selber sitzt man heute gealtert vor den Ruinen der digitalen Klostermauern und blickt beschämt auf die triefende Sünde des Kommerz, der überzogenen Idealisierungen und dem Egoismus sowie ketzerischen Gedanken an die Rettung vor dem pixeligen Fegefeuer.

Lange Predigt, kurzes Amen: seitdem ich mit dem kleinen Retro-Tastenhandy und dem fast analogen MP3-Player durch die Welt laufe und auf der Stand-Kiste auch auf Bluetooth-Headset und Funk-Tastaturen verzichte, meine Maus mit Kabel arbeitet und mein altes Smartphone ebenso mit der Leine gesichert wird, ist das Leben deutlich besser geworden. In den letzten Tagen beziehungsweise bald wieder Wochen, habe ich noch nie so wenig und selten Dinge an die Steckdose gehängt und mich geärgert. Ich musste nichts konfigurieren, einstellen, Batterien oder Akku-Zellen suchen, Ladekabel oder eilig kurzfristig hinaus in die Welt eilen und mit einem toten, Stromschwachen Display frustriert im Zug sitzen oder lästige Updates laden und wegklicken. Einfach ein lebloses, eigenständiges Klinken- oder USB-Kabel einstecken und es läuft ohne weiteres Zutun. Stundenlang, Tagelang. Wochen, Monate oder auch Jahre. Keine Gedanken machen, keine Software-Probleme bei einem Headset, keine Verbindungsabbrüche. Und die Mobilität ist in der realen Welt in Wirklichkeit kaum eingeschränkt.

Man muss immer erst mal auf den kalten, harten und windigen Berg der Errungenschaften und des Triumphes, um unten das warme, sonnige und grün leuchtende Tal mit seiner einfachen Hausmannskost genießen und die primitiven Stammesrituale der Kabeltänze und Tastensprünge schätzen zu können. \o/

Nachtrag: Ach ja... und ich laufe schon seit Längerem mit so einer simplen Plastik-Uhr um 9 Euro herum. Spart im Alltag auch Smartphone-Akku und erinnert mich zudem an meine Jugend bzw. Kindheit in Knight Rider-Zeiten, wo ich auch schon mit so einem Modell durch die Welt stampfte. Uhrzeit, Datum und Alarm. Hält auch Duschen aus. Ende, mehr gibt und kann sie nicht. Herrlich. Sogar ohne Updates und irgendwo anstecken oder verbinden müssen. Ich bin frei! \o/


Donnerstag 05. Jänner 2017

# Ah - und noch etwas Absurdes. Ich habe ja seit Kurzem einen kleinen MP3-Player. So ein Old-School-Zeug, gerade mal Daumengröße, wenn überhaupt und das Ding hat nur manuelle Tasten, sowie ein schlichtes, ganz kleines, schmales beleuchtetes LCD-Display zum Darstellen des Titel und Spielzeit.

Feine Sache im Alltag, aber nach wie vor merke ich, dass ich extrem vorsichtig im Umgang damit bin - und zwar weil ich immer "Angst" habe, aus Versehen das leuchtende Display zu berühren und Etwas ungewollt dabei zu drücken, in der gewohnten Annahme, dass es es sich dabei um ein Touch-Display handelt. Ist es aber natürlich nicht, das Ding kann man einfach angreifen, in die Hosentasche stecken, eine Schmierspur wegwischen oder an der Jacke rumreiben... egal, ob das Display aktiviert ist oder nicht.

Es passiert nichts. Man ruft niemanden an, man löscht keine Playlist, man schaltet es nicht aus, man überschreibt Nichts und man verändert auch die Lautstärke nicht. Sehr angenehm und mittlerweile richtig ungewohnt. ^^


# Hach... wenn ich hier in diesem Blog-Ding schreibe, dass sich die Welt rabenschwarz entwickelt, dann meine ich vorwiegend die digitale Form davon, nicht so sehr das analoge Leben da draußen. Na klar ist es heute leichter und bequemer geworden, man muss nicht im Bunker sitzen und Angst vor Giftgasangriffen haben, die Lehrer können einem nicht mehr verprügeln, man hat Hausärzte da und dort, stirbt nicht an der Ruhr und zumindest in unseren Breitengraden wird niemand mehr am Dorfplatz wegen Ketzerei verbrannt, ebenso gibt es keine Massenhinrichtungen mehr bei uns. Zumindest in Europa und im richtigen Alter lebt es sich bequem und rücksichtslos. Wenn ich hier von "Das geht in die falsche Richtung" schreibe, dann beziehe ich mich vorwiegend auf die geschlossene Blase in ihrer digitalen Form. Und natürlich gibt es tolle Apps, solche die Herzpatienten helfen, Diabetikern, in Katastrophenfällen, solche, die Kindern ermöglichen Dinge selber zu erlernen und Andere, die unseren Alltag sicher und besser machen. Aber es braucht schon auch immer Kritik von irgendeiner Seite, damit das Ganze in Bewegung bleibt und zumindest eine Nuance geformt wird oder man sich wenigstens dessen bewusst ist, was da so abläuft. Sich nicht einwässern lassen und plötzlich Probleme lösen wollen, die es gar nicht gab, dann aber schon und plötzlich ein reales Ding sind, das man nun tatsächlich lösen muss - ob man dann nun will oder nicht. Da verschwindet oft das kollektive Vergessen, wenn es um diese Dinge geht. Und genau deswegen wird man hier mehr an kritischen Meinungen meinerseits lesen, als vielleicht immer so angebracht ist, aber ja... gehört auch dazu. Aber man darf ja meine Texte wegfiltern... dazu gibt es sicher auch irgendeine App. ^^

Nachtrag: Aja, völlig losgelöst davon... ich mag dieses Telefon-Ding wirklich. Die Tasten sind gut, es lässt sich relativ gut damit SMS schreiben und man kann eben sonst nichts damit tun. Fühlt sich richtig an. Und endlich keine Updates mehr oder Hänger bei der Bedienung. ^^


# Atemmaskenschal mit App, Zahnbürste mit App, Mülltonne mit App, Kleidung mit App,... CES-Messe. Ich sag nix. Wer da noch für mehr Privatsphäre heutzutage demonstriert, kann wohl endgültig den Blues spielen. \o/


# "Brasilien ist der wichtigste Kaffeelieferant weltweit - viele Farmen tragen mittlerweile namhafte Gütesiegel. Sie sollen nachhaltigen, umweltfreundlichen Anbau und eine faire Entlohnung der Arbeiter garantieren. Nicht immer ist das aber auch der Fall - eine brasilianische Investigativplattform hat mehrere Fälle aufgedeckt, in denen Saisonarbeiter weit unter dem Mindestlohn und an der Grenze zur Ausbeutung beschäftigt werden, oft ohne Papiere."

Nein? Doch. Ooohhh! Wir sind jetzt ganz überrascht... wie kann das nur sein? Konnte man nicht davon ausgehen, dass so Etwas unmöglich ist? Sapperlot aber auch.

Nachtrag: Nachdem die jüngere Generation mit Ironie nicht mehr zurecht kommt - es ist ironisch gemeint.



Privater Meinungsblog von Emanuel aus Wien, ressourcensparend zusammengestoppelt aus aktuell 1707 Textdateien. Befüllt mit wechselnden Meinungen, chaotischen Gedankengängen und gemischten Gefühlen. Revidierungen finden immer wieder statt, Tippfehler runden das Ganze ab. Mein Blog = meine Meinung. Hier der schludrige RSS-Feed und hier der Kontakt. Keine Kommentare. Keine Herzchen. Kein Tracking. Kein Javascript. Keine Cookies. Keine Werbung.
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