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Samstag 21. Mai 2016

# Der Film Der Schakal von 1973 ist wirklich großartig. Einfach ein guter Film, von dem sich der Nachfolger/Remake doch deutlich unterscheidet, aber vor allem auch durch den teilweise fast dokumentarischen, visuellen und akustischen Stil. Und natürlich die großartige, ungeschönte Kulisse von Paris und sogar von Wien.

Spannend aber auch: "Der Film hatte nachhaltigen Einfluss auf die Regelungen britischer Melde- und Passämter. Von da an war es nicht mehr möglich, ohne weiteres Einblick in Geburtsdaten anderer Personen zu nehmen, mit der damit verbundenen Möglichkeit, sich eventuell eine andere Identität zu verschaffen." \o/


# Ich habe es schon früher gesagt: da hat man sich einen fetten Nagel eingetreten. "In der Europäischen Union herrscht nach Spiegel-Informationen Ärger darüber, dass die Türkei im Rahmen des Flüchtlingsabkommens hoch qualifizierte Syrer nicht in die EU ausreisen lässt. ... Inzwischen habe die Türkei dem UNO-Flüchtlingshilfswerk UNHCR offiziell mitgeteilt, dass syrische Akademiker nicht mehr über den 1:1-Mechanismus ausreisen dürften." Hier wird wohl taktiert. ^^

Nachtrag: Auch toll: "Die EU hat der Türkei bei dem Verfahren Sonderrechte eingeräumt, die dem Bericht zufolge international unüblich sind. Normalerweise entscheide das UNHCR, wer für ein Umsiedlungsprogramm infrage kommt. Die türkische Regierung habe dagegen durchgesetzt, dass sie die erste Auswahl treffen darf." Kopf > Tischplatte.


# IBM: Drucker soll vor Copyright-Verstößen schützen. "IBM hat beim US-Patentamt ein Patent für einen Drucker beantragt, der Dateien nach urheberrechtlich geschütztem Material absuchen kann. Falls das Gerät fündig wird, gleicht es den Text oder das Bild in einer Datenbank ab und sucht nach den Lizenzierungsbedingungen sowie der Anzahl der erlaubten Ausdrucke für das jeweilige Werk..." \o/

Userkommentar in weiser Voraussicht: "Ich konnte meine Hausarbeit leider nicht ausdrucken, weil mein Drucker das Zitat aus dem Fachbuch für eine Urheberrechtsverletzung hielt!" Hrhrhr, hätte ich in meiner Schulzeit anno dazumal auch brauchen können... ^^


# Wir leben in verrückten Zeiten: Polen tilgt kommunistische Vergangenheit aus Straßenbild - "Die Vorlage räumt den Städten und Gemeinden eine Frist von zwölf Monaten ein, um Straßen, Plätze oder Brücken entsprechend umzubenennen. Sollten die lokalen Behörden dieser Vorgabe nicht nachkommen, kann die Regierung in Warschau die Umbenennung selbst vornehmen."

In Deutschland hingegen mokiert man sich darüber, dass man sich die neuen zusätzlichen Kampfpanzer vom Typ Leopard 2 und ein neues Taktisches Luftverteidigungssystem nicht leisten kann, die Krim ist mehr oder weniger an die Russen gefallen, der kalte Krieg erwacht, die Rechten erstarken in Europa, die politischen Systeme werden generell mehr und mehr "diktatorischer", die Türkei kippt anscheinend in eine ganz neue Ära, die nahtlose Überwachung steigt...

Wir fallen irgendwie überall da und dort mehr und mehr in die alten Zeiten zurück. Mh, ob sich meine Großeltern das nach dem 2. Weltkrieg und ihren Wehen je gedacht hätten? In den 70ern und 80er hatte man da auf jeden Fall ganz andere Visionen.


# Danke - endlich wird das mal auch so geschrieben: "Das populärste Passwort auf LinkedIn war übrigens "123456", das über eine Million mal genutzt wurde. Es deklassierte "linkedin", "password" und "123456789" deutlich, die aber immer noch jeweils weit über hunderttausend Mal zum Einsatz kamen. Doch Witze über dumme Anwender mit viel zu simplen Passwörtern kann man sich getrost sparen. Im Gegenteil: Wer ein solch einfaches Passwort verwendet hat, kann sich jetzt freuen, dass er keine unnötige Gehirn-Kapazität an ein extra sicheres Passwort wie "zhengbo645917" verschwendet hat. Das wurde nämlich genauso geknackt wie mehrere tausend mindestens 16-stellige."

Denn das ist auch meine immerwährende Kritik. Da wird stundenlang da und dort um die Länge und Komplexität von Passwörtern diskutiert und errechnet, wie lange es denn dauern könnte, bis es geknackt wird (was auch so eine Sache ist, denn auch ein komplexes, elendslanges Passwort kann mit Pech und per Zufall bereits mit dem ersten Versuch geknackt~erraten werden), man schwafelt über den richtigen Aufbau mittels Groß- und Kleinbuchstaben sowie Sonderzeichen... aber wenn man in der Geschichte schaut: die meisten Passwörter platzen sowieso aus den großen Datenbanken direkt raus - egal, wie lange oder kurz und komplex es ist.

Als würde man dutzende Experte einladen, um eine komplexe Schloss-Kombination beim Tresor einzurichten... der "Cracker" jedoch schraubt in der Nacht darauf einfach hinten mit einem Schraubenschlüssel die Rückwand ab und räumt ihn aus. Das Problem ist generell nicht der User mit seinem 1234... (vor allem werden das meistens Test- bzw. "Ich schau mal kurz was nach"-Accounts sein und sind somit sowieso nicht relevant - das fehlt mir auch oft in solchen Statistiken und Beiträgen), sondern es sind die Datenbanken, die Art der Speicherung und die fehlende, doppelte Absicherung generell.

Und wie schon oft geschrieben wurde - solche geplatzten Datenbanken bzw. Massenpasswörter dienen auch dazu, Passwort-Cracker-Tools noch effizienter zu machen und noch besser zu schulen... damit stolpert auch die gestiegene Komplexität der Passwörter, wenn Bots ihr Schemata genau daraufhin anpassen. Außerdem ist manches sowieso absurd, wenn man ausgerechnet bei Behörden, Banken und so weiter zum Teil noch 4-5 stellige Passwörter verwenden muss bzw. Sonderzeichen nur Fehlermeldungen erzeugen.

Ich finde ja generell, dass diese Passwort-Sache einen Fehlschlag ist und für das Bot-durchsetzte Netz einfach nicht tauglich ist. Schon alleine der ganze Aufwand mit der Prüfung, Speicherung und so weiter von Passwörtern, Forumlaren, Logins und so weiter ist gigantisch in der breiten Masse gesehen, Passwortmanager sind ja ebenso auch nur eine Symptom-Behandlung und bis heute nicht wirklich konsistent umgesetzt (zwischen Geräten und OS zu wechseln ist da teilweise echt mühsam) und meistens geht der ganze Aufwand eben ins Nichts, so wie bei LinkedIn. Und das werde wir noch oft erleben, auch wenn jetzt mehr gehasht~gesalzen wird. Es braucht irgendeine ganz neue Idee...


# Eine Hängematte mit Polster und Decke und ein sonniger Garten abseits der Stadt wäre halt jetzt auch fein. Gähn!


# Hinweise auf zwei Mega-Tsunamis auf dem Mars gefunden. Also ich bin ja immer vorsichtig, wenn es um solche Meldungen geht, weil rückblickend haben sich vieler solcher Aussagen immer wieder dann noch stark geändert, aber generell finde ich die Forschung und Meldungen in diese Richtung hochinteressant.

Vor allem auch aus dem Grund, weil sie in einer dermaßen Diskrepanz zu den alten Büchern meiner Kindheit stehen, also diese Dinge wie Wasser auch auf anderen Planeten und so weiter, denn da galt es teilweise noch als recht unwahrscheinlich und so weiter. Und so alt bin ich aber nun eben auch nicht... da merkt man, wie sehr sich der Wissensstand der Menscheit binnen kurzer Zeit ändern kann. Spannend, ich mag das.

Und vor allem würde es mein Ego begrüßen, irgendwann mal einigen Menschen (bessere) Fakten präsentieren zu können und ihrer Meinung, dass sie und wir einzigartig und allein und sozusagen "das Beste im Universum" sind, einen Dämpfer zu verpassen. Es braucht mehr Demut im Leben, um offen zu bleiben für das wirklich Große.

Nachtrag: Airbus bereitet den nächsten Mondflug vor - "Die Amerikaner fliegen zum Mond - und die Europäer dürfen mit: Erstmals lässt die US-Raumfahrtbehörde Nasa bei einer bemannten Mission ein Modul zu, das nicht in den USA gefertigt wird. Bei Airbus Defense and Space beginnt die Endmontage des Europäischen Servicemoduls (ESM) für das US-Raumfahrzeug Orion, das 2018 um den Mond fliegen soll."


# Also langsam nerven mich diese ganzen Python2, Python3, Python-Dev, Python x.x.xxxx und so weiter Versionen, wenn man nur ein kleines Tool mal eben ausprobieren will und es wiederum erneut eine andere Version erfordert. Langsam aber sicher müllt man sich so wirklich das System mit dutzenden Bibliotheken, Versionen, Erweiterungen und so weiter zu und ich beginne langsam den Überblick zu verlieren...

Warum gibt es (illusorisch gesehen) nicht einfach nur eine einzige, offizielle, breit genutzte "Programmier"-Sprache in einer einzigen, aktuellen Version, die alle zwei~fünf Jahre weltweit zeitgleich getauscht wird und aus? Snief. \o/


Freitag 20. Mai 2016

# Ja, toll. Werden wir Österreicher sicher wieder binnen kürzester Zeit nachmachen... "Neues Anti-Terror-Paket - Deutsche Bundesregierung will Identifikationspflicht für Prepaid-Mobilfunk im Eiltempo beschließen". Wir steuern auf eine großartige Zeit zu. /o\


# Weil Statistiken zufällig ein Thema im IRC waren, habe ich mir - auch aus anderen Gründen wegen so einem dahinschleifenden Dauerprojekt von mir (Stichwort Chorded Keyboard) - mal die Anzahl der Buchstaben und dergleichen der letzten 1000 Einträge hier angeschaut. Unabhängig von den detaillierten Zahlen, ist auf jeden Fall für mich klar, dass die Buchstaben x, q, y und j ja wirklich eigentlich recht unnötig sind, da sie im Vergleich zu den Anderen einfach zu selten (hier) genutzt werden.

Ist jetzt nicht weiter lösbar naturgemäß, aber ich war ja immer schon so ein Anhänger von Reduktion im digitalen Alltag (kann sich jemand noch an mein "Minmu" von früher erinnern, die selbstgebastelte, reduzierte Sprache mit weniger Buchstaben/Tasten? Monate meines Lebens darin investiert, ich muss glatt mal die alten Texte ausgraben... ^^) und bin der Meinung, dass man da ja wirklich durchaus mal mit dem Rotstift drüber fahren sollte. Auch die Umlaute sind doch irgendwie lästig auf der Tastatur, oder? Dann schreibt man halt Haeufigkeit oder Oertlichkeit... Was solls, ist ja nur eine reine Gewohnheitssache bzw. könnte so etwas auch ein Skript, das auf den Betriebsystemen installiert ist, einfach bei der Ausgabe dann austauschen bzw. die richtige Variante anzeigen (wenn es jemand unbedingt braucht). Aber auf der Tastatur stören mich diese Tasten einfach. Ich will weniger "Schreib-Tasten" und zugleich auch weniger Tastenkombinationen. ^^

Nachtrag: Und was eh auch schon modern geworden ist, Groß und Kleinschreibung sollte man auch prinzipiell einstampfen. Erspart einiges an Umschalten und wieder eine Taste weniger.


Donnerstag 19. Mai 2016

# Der Ein-Dollar-PC, sagen wir besser Platine, erinnert an die alten Tage: "Ausstattungstechnisch kann der kleine Rechner freilich nicht mit dem Raspberry Pi mithalten. Betrieben wird er mit einer 8-Bit-CPU, dazu gibt es acht KB RAM, der auf bis zu 256 KB erweiterbar ist." Gefällt mir aber prinzipiell, da lernen die Kids hoffentlich etwas Code-Minimalismus von Haus aus.


# Früher hieß es ja immer "Kauft keine Drogen, schon gar nicht auf der Straße!" Heute müsste der Rat jedoch schön langsam anders lauten - zum Vorteil beider Seiten: "Kauft die Drogen einfach und freut Euch!"

"Weil zwei Männer einem 16-jährigen Drogendealer bei einer U6-Station in Ottakring keine Drogen abkaufen wollten, ist es in der Nacht auf Donnerstag zu einer Massenschlägerei mit etwa 30 Beteiligten gekommen. Es gibt mehrere Verletzte." \o/


# Spiegel Online verteilt anscheinend laut einiger User Malware auf ihren Seiten... und liest man in den Kommentaren, dürfte das schon seit dem Wochenende laufen. Und wieder einmal: ohne (Ad/Script) Blocker geht halt heute nichts mehr.

Nachtrag: Also nicht anscheinend, sondern ja, haben sie. Wurde mittlerweile (angeblich) behoben. Ich frag mich ja, wie es denn eigentlich so ausschauen würde, wenn man als ein betroffener Nutzer, dessen System einen Schaden genommen hat, so eine Seite mal klagt. Denn schließlich informiert mich die Newsseite nicht über diese Gefahren...


# Nur so nebenbei, weil gerade im Hintergrund in einem Fensterchen der Film Die Klapperschlange läuft - die Präsidentenmaschine wird am Anfang des Filmes aus Protest gegen die amerikanische Politik... in ein Hochaus gesteuert. Gedreht 1981. \o/

Nachtrag: "Während Plissken mit dem Segelflugzeug über Manhattan einschwebt, sieht er auf seinem Monitor eine computergenerierte Sicht auf die Stadt in Drahtgitterdarstellung, d. h. man sieht die Kanten der Häuser als dünne Linien. Als der Film gedreht wurde, war allerdings ein Computer, der derartiges darstellen konnte, noch sehr teuer. Deshalb drehte man die Szene, indem man ein Modell von Manhattan errichtete und dann alle Häuser schwarz anmalte und mit weißen Kanten versah. Dies wurde dann bei entsprechender Beleuchtung gefilmt und sah täuschend echt aus. ... Die Szene, in der Maggie tot auf der Brücke gezeigt wurde, ist in der Garage von John Carpenter gedreht worden. Man hatte vergessen die Einstellung in den Studios zu drehen." ^^


# Und? Wer ist bei dem unnötigen LinkedIn, das ja angeblich eine Art von Business Network darstellen soll?

"Passwort-Leck hat desaströse Ausmaße. Beim Passwort-Diebstahl gab LinkedIn bereits 2012 eine erbärmliche Figur ab. Jetzt stellt sich auch noch heraus, dass nicht nur die damals veröffentlichten 6 Millionen Passwörter geklaut wurden, sondern über 100 Millionen im Untergrund gehandelt werden."



Privater Meinungsblog von Emanuel aus Wien, ressourcensparend zusammengestoppelt aus aktuell 1707 Textdateien. Befüllt mit wechselnden Meinungen, chaotischen Gedankengängen und gemischten Gefühlen. Revidierungen finden immer wieder statt, Tippfehler runden das Ganze ab. Mein Blog = meine Meinung. Hier der schludrige RSS-Feed und hier der Kontakt. Keine Kommentare. Keine Herzchen. Kein Tracking. Kein Javascript. Keine Cookies. Keine Werbung.
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