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Mittwoch 13. September 2017

Und wenn wir schon bei Marken sind, habe ja ein bisschen Windows zuhause laufen (aus beruflichen Gründen) und bin knapp an der unterschwelligen Aggression. In der Früh macht das Ding gerne seine Updates, Scans und Übertragungen an wen auch immer und diese Vorgänge lassen sich teilweise nicht abbrechen, während man nur ein paar stille Zeilen tippen möchte. Und das nervt. Der Hintergrund ist einfach - ich will in der Früh akustische Ruhe haben. Stattdessen schnurrt und rechnet die Kiste minutenlange "dezent" im Hintergrund vor sich hin und im Taskmanager springen lustige Prozesse hin und her. Schon alleine das nimmt mir die Lust augenblicklich. Ich hasse dieses Geräusch, generell gehen mir Computer-Geräusche im Alltag ziemlich auf den Keks. Ich will weder die Festplatte hören, noch den Lüfter noch sonstwas. Vor allem dann, wenn ich selber kein Teil dessen bin und es ohne mein Zutun werkt. Die Tastatur ist ok, weil sie ein direktes Feedback auf meine Eingabe gibt, absolut ok. Aber sonst... seufz. Ich glaube, ich werde mir heute Abend wieder eine Prise Puppy Linux oder dergleichen auf einen Stick klatschen. Oder was anderes Portables, das etwas mehr Kontrolle ohne Spezial-Tweaks meinerseits unterliegt. Außer ein paar Zeilen schreiben und mal ein Foto hochladen und etwas Surfen oder Youtube-Katzen-Fails-Videos schauen, tue ich ja eh nicht. Und den beruflichen Haufen werde ich doch wieder auf den Arbeitslaptop umlagern. Wie heißt es so schön? Plug and Play, bitte ohne - akustische - Komplikationen.
05:49 Uhr / 13.09.2017 / 20170913034932.txt

Ich habe ja den großen Fehler gemacht, mal eben heute in der Früh einen Blick in die Technik-News der Welt zu werfen. Dort finden sich gerade hunderte Artikel rund um das neue Blabla von der Firma mit dem angebissenen Apfel. Und der nächste Fehler war dann, auch noch weiter in die Kommentare zu schauen. Du meine Güte, wie sehr kann man sich denn den Tag vermiesen? Verklärte Jünger und Anhänger vs. hippe Whatever-Fanboys. Uff, das nervt. Und das jetzt sogar ein fehlender Button als Revolution verteidigt wird oder ein randloses Display, tut irgendwie einfach nur mehr weh. Zudem dachte ich ja, dass man diese Phasen schon überwunden hat und man von dem ergebenen "Ich liebe es!" weggekommen und heutzutage in diesem Sektor eher bei "Aha, ja, das ist auch ok, so wie das hier oder das hier" angekommen ist. Aber nope, noch immer der gleiche Schmafu.

Nachtrag: Irgendwie fehlt mir dieses Marken-Gen. Bis heute kratzt mich der Firmenname, Marke, Logo oder was auch immer nicht und war auch noch kein Reiz, etwas deswegen zu kaufen (höchstens, es nicht zu kaufen). Bei mir muss das Ding funktionieren und im Idealfall habe ich mit dem Hersteller bereits mal gute Erfahrungen gemacht oder es ist leistbar zu einer vernünftigen "Ausgabe-Gewinn"-Rechnung. Aber wie sich das Ding nennt und ob dort alle mit weißen, schwarzen oder getupften Pullovern rumlaufen oder dergleichen und ob sie Marktführer sind oder nicht, ist irgendwie völlig schnuppe. Beispiel Converse-Schuhe... ja, ich habe auch welche, aber nicht wegen der Marke oder weil sie in sind, sondern weil ich als Jugendlicher mal welche hatte und deren Sohle ewig gehalten hatte. Das war die Zeit, wo man den Schuh weggeworfen hatte, weil er komplett verfärbt oder verwaschen war - heutzutage hingegen gehen die Schuhe bei mir deswegen flöten, weil die Sohlen schnell löchrig, brüchig oder ablösbar werden und zeitgleich oben das Material bricht. Also war der Kauf der Schuhe in Anlehnung als "Mh, mal schauen, damals hatten sie gehalten, vielleicht ist es ja bei denen, mit denen alle rumlaufen, jetzt auch so". Aber ob die jetzt Converse, Kontrast, Conrid, Kasterse oder was auch immer heißen und ob mindestens 20% der umgebenden Menschen auch damit rumlaufen, ist ja echt schnuppe.

Nachtrag: Ein anderes Beispiel ist die Geschichte mit der Seiko-Uhr. Das Ding ist absolute Massenware, das Uhrwerk selber sowieso vom Fließband aus dem asiatischen Raum und Millionenfach oder noch mehr im Umlauf und überall in den Online-Shops mal eben zu bestellen. Diese Uhrserie ist billig, leicht zu erwerben und sie hat(te) ein gutes Preisleistungs-Verhältnis. Und das ist der Hauptgrund. Wenig Geld für viel Leistung bzw. auch qualitatives Aussehen. Aber die Marke Seiko selber ist halt auch nur eine Marke irgendeines kommerziell agierenden Konzerns. Wenn es die nicht mehr gibt oder plötzlich eine neue Firma auftaucht, die sich Miauwerkuhr nennt oder was auch immer, aber Gleichwertiges anbieten, dann ist eher die Frage, ob das Logo auf der Uhr verdaulich ausschaut. Mehr aber auch nicht.

Nachtrag: Aber dieses "Fan" sein, fehlt mir auch bei Bands oder anderen Dingen. Ja, ich bin ein Fan von Zelda oder Nintendo, aber eher wegen der Erinnerungen und der verbundenen Emotionen, aber die Marke, deren Geschichte, Herkunft oder was auch immer sonst noch so dahinter steht, berührt mich nicht weiter. Bei Musikbands bin ich generell schlecht - ich kenne kaum die Namen oder Gruppenbezeichnungen, dafür kenne ich die Lieder bzw. Melodien. Wer das aber singt oder spielt, sprich ob Michael Jackson oder Beatles oder Miles Davis oder Skrillex.... wenn kratzt das? Der Name ist für mich eher die Suchmöglichkeit nach ähnlicher Musik bei Bedarf, aber der Rest... puh?! Wie man völlig ausflippen kann, wenn sein Idol auf der Bühne steht oder nur vorbeigeht... keinen Plan, erschließt sich mir nicht. Oder auch Menschen wie Konrad Lorenz oder solche Typen aus der Forschung - klar interessieren sie mich und ja, ich schaue mir auch deren Biografien an, aber eher aus Interesse an der Materie und der Entstehung dazu. Aber der Mensch als solches ist so wie die Marke sekundär und etwas, das kommt und geht. Das Resultat zählt.

Nachtrag: Natürlich kauft man aber auch Dinge, die man aus dem Alltag (Marke) kennt. Aber das ist halt wie mit einem Wegweiser. Wenn man zwei Abzweigungen hat und zur nächsten Stadt will und bei einem Weg steht "Hasenstadt, 2 km" und auf dem anderen "Igeldorf, 3 km" geht man halt zu Hasenstadt bzw. kauft das Ding. Ob das Igeldorf aber vielleicht größer und schöner ist, weiß man dann meistens nur durch Zufall. Aber deswegen ist man kein treu ergebener Fan von dem Einen oder Anderem.

Nachtrag: Das Alles ist auch ein Mitgrund, dass ich oft^absolut keine Ahnung habe, von wem oder was meine Kleidung, Shampoo oder was auch immer ist, weil es mich nicht interessiert oder mir schlicht und ergreifend auch nicht merke - was oft Unverständnis hervorruft. Hätte ich ein Parfüm, wüsste ich vielleicht maximal, wo ich es gekauft hätte. Aber das war es dann auch schon... ^^
05:41 Uhr / 13.09.2017 / 20170913034142.txt

Dienstag 12. September 2017

Nicht weiter interessant zum Lesen und schon durchgekaut, aber diese kleine Textsammlung ist ja auch sowas wie ein Tagebuch und somit will ich es festhalten. Ich bin nämlich, zumindest abseits von der nervenden Digital-Welt, den klassischen Weg der üblichen Nerds gegangen - und zwar bei den Uhren. Ich habe ja da mit den Plastik-Casios um wenige Euros vor einiger Zeit begonnen, wie so mancher Leser, Leserin, Lesex, Lesums und was auch immer vielleicht noch wissen, und bin dann mittlerweile und schlussendlich bei einer klassischen Seiko-Automatik-Uhr gelandet. Seitdem habe ich dieses Ding nicht mehr abgelegt und nun verstehe ich auch die Anderen aus diversen Foren, die genau den gleichen, bei ihnen halt früheren, Weg 1:1 beschrieben und sogar mit den gleichen Marken bzw. Uhren und dass wenn man einmal umgestiegen ist, einfach nicht mehr wegkommt und endgültig verfallen ist (und als nächster Schritt dann im ultimativen Verderben landet). Irgendwie macht eine Automatik-Armbanduhr vielleicht nicht Zeitlich in der heutigen Zeit einen Sinn, weil unrunde Zeiten und man nicht mit der Genauigkeit von Quarz mithalten kann und immer wieder nachstellen muss, aber alles Andere fühlt sich nun plötzlich einfach charakterlos an. Genieße zwar am Wochenende die kleinen Casios just for fun und ist perfekt, aber im grauen Alltag der Hamsterräder will ich da meine kleine Automatik am Armgelenk spüren und fühle mich ihr tatsächlich verbunden. Absurd, weil auch nur mickriger Kommerz aus dem Massenkonsum, aber immerhin. Wenig Geld, viel Gefühl, das schaffen viele andere Dinge nicht. Und jetzt schweige ich wieder zu diesem Thema, um Euch nicht weiter zu nerven! \o/
05:47 Uhr / 12.09.2017 / 20170912034702.txt

Hach ja, die lieben Systeme der digitalen Welt. Ich könnte sie alle reihenweise in die Tonne werfen und bin ja schwer genervt von dem Kram. Momentan kümmere ich mich um die Digitalisierung von Wissen, klassisch wandert der Inhalt in eine Datenbank und wird ausgelesen und dann wieder formatiert im Browser ausgeworfen und so weiter - natürlich mit Zillionen an Zusatztools, Bibliotheken, Javascript-Kram und so weiter, also Dinge, wo man sich den örtlichen Voraussetzungen beugen muss. Aber es macht mich unrund.

Habe also mal wieder Zeit rund um dieses Thema im Netz verloren, weil ich meine Neugierde ausleben und wissen wollte, was es denn da draußen in der weiten Welt noch so an Tools (mal wieder) gibt... zum Beispiel an Text-Editoren und portablen Office-Lösungen, die auch einen HTML-Export intus haben. Einiges ausprobiert, Vieles detaillierter getestet, aber das Fazit ist vernichtend... der ausgeworfene Schmafu ist grauenhaft, spaghettisiert, verworren und man folgt allen Regeln, nur nicht den Standards. Nicht brauchbar, dabei wäre es mein Ziel gewesen, ein Word-ähnliches Tool zu nutzen, dass mir dann aus den Überschriften ein verlinktes Inhaltsverzeichnis erstellt und die jeweiligen Kapitel als einzelne HTML-Seiten speichert und alles querverlinkt. Klingt aufwendig, wäre und ist es eigentlich nicht wirklich. Geht nämlich sogar mit den Standard-Office-Lösungen teilweise (Libre, usw...), aber die Ergebnisse sind eben dramatisch und lassen sich auch nicht mit Templates koordinieren oder zusammenfassen.

Falls also jemand ein gutes Dokumentations-Ding abseits von Wiki-Lösungen kennt, die eine statische Ausgabe auswerfen und nicht HelpNDoc und dergleichen heißt (wäre das was ich möchte, nur zu teuer für meinen Zweck), sogar portabel ist und ohne vorherige Inputs auskommt alias WinHelp und Co., sondern einen Editor von Haus inkludiert, dann her damit. Und nein, kein Kompilieren in der Konsole oder über irgendwelche Node.js und andere Geschichten, sowie lauffähig auf einem Standard-Windows-PC ohne großartige Systemrechte. Und ab diesen Voraussetzungen wird es bereits in der Vielfalt sehr mau... seufz. \o/

Nachtrag: Da muss ich ja noch nachwerfen, dass ich mich auch durch ganz alte Tools geklickt habe, also so diese Lösungen aus den Windows-95 bis 200er Zeiten und man kann sagen was man will, die damaligen Ansätze waren viel vernünftiger, klarer und simpler - interessanterweise hat sich an den Ergebnissen heutzutage nichts geändert, außer, dass alles viel komplizierter, abhängiger und aufwendiger ist. Der Inhalt ist jedoch der Gleiche... da sieht man wieder schön, wie der Kommerz nicht nur schaffen, sondern auch verhunzen und unterbinden kann. Genervt bin.
05:31 Uhr / 12.09.2017 / 20170912033151.txt

Samstag 09. September 2017

Weil ich es eh schon vor Tagen in meiner digitalen Text-Sammlung drüben eingeschrieben haben, verlinke ich den Eintrag nun noch hier offen einsehbar, damit der analogen Liebe ein wenig gehuldigt wird und ihr vielleicht auch angesteckt werdet und das Fieber der Interessen erleidet. Den zweistelligen Luxus hier in diesem Fall leiste ich mir nämlich ganz bewusst, denn der restliche Alltag ist sowieso von puristischer Lebensweise geprägt - ein kollektives Frühstück außerhalb in der Beinahe-Innenstadt mit etwas Ei, Oliven, Humus und Tomaten sowie Fladenbrot und indischem Tee mit einer Prise Zimt um 6 Euro plus 3 Euro für das Geschlürfe war da die letzten Wochen schon die große Ausnahme und erkaufter Lebensflair der Extravaganz. Aber man kommt ja zu Nichts sonst im Hamsterrad mit seinen Wegstrecken, also sind solche Momente rar gesäht und genehmigt. \o\

Wie dem auch sei, habe ich mir also etwas Geld und Zeit gegönnt und diese Kombination zusammen hat zu diesem analogen Exemplar geführt. Sie ist wunderbar.

Dieses Hobby macht übrigens schon fast soviel Spaß wie das "Rumcomputern" und "Gameboyen" in den alten Freak-Tagen und ist sogar billiger, einfacher und netter. Zumindest ist mein Stresslevel hier eindeutig niedriger und seitdem auch sehr wohl gestimmt. Der surrende Lebenslauf im Kreis erfreut das Herz oftmals im Stundentakt, so zum Beispiel wenn man tagsüber in einer Besprechung seine Augen unauffällig am Handgelenk entlang streifen lässt und kurz schmunzelt oder beim Sweater die kaum auffallende Ausbuchtung berührt und mehr weiß, als alle Anderen rundherum und die Freude in ihre mentalen Formen gegossen wird.

Nachtrag: Und das, obwohl dieses Dokument der Zeit ein farbiges Element aufgesetzt am Ziffernblatt trägt, welches ich üblicherweise aus Prinzip verabscheue, da ich damit augenblicklich Ramsch- und Proletariertum verknüpfe und lauthals innerlich über so ein Niveau normalerweise lache. Aber im gesetzten Alter darf man durchaus über die eigenen Stränge schlagen und den kindlichen Weltmann für ein paar Sekunden aufflackern lassen. Es ist in Ordnung so. \o/
21:39 Uhr / 09.09.2017 / 20170909193918.txt

Donnerstag 31. August 2017

"Der Wiener Filmemacher und Mitgründer des Filmmuseums, Peter Kubelka, bezeichnet Wohnungskatzen gern als die Kuschelprostituierten des Menschen." Unrecht hat er damit wohl nicht. /o\
06:31 Uhr / 31.08.2017 / 20170831043130.txt

Montag 28. August 2017

Gerade keine Zeit für lange Worte, aber schnell mal noch nebenbei vor dem Einschlafen und falls jemand etwas Ruhe und Ausklang zum heutigen, langen Tag sucht - und auch wenn man über den optischen Geschmack definitiv streiten kann - das Video hier mit den mittleren Abschnitten und der Handarbeit ist auf jeden Fall faszinierend anzusehen.
20:36 Uhr / 28.08.2017 / 20170828183638.txt

Vielleicht liegt es daran, dass ich unausgeschlafen und leicht genervt bin... aber wenn man sich die Gesichter der Menschen im Zug so anschaut, ihre Mimik, ihr Verhalten alleine und gegenüber Anderen, ist irgendwie klar, dass bei einem Zusammenbruch der Gesellschaft sich diese Humanoiden in Gruppen zusammenrotten und marodierend durch die Straßen ziehen würden.

Bei Manchen hat man das Gefühl, dass sie nur darauf warten, dass die gesellschaftliche Klammer versagt und eine gewisse Konsequenzlosigkeit eintritt.
07:00 Uhr / 28.08.2017 / 20170828050014.txt

Sonntag 27. August 2017

Übrigens - weil ich mich in Abendstunden oder auch zeitig in der Früh oft durch das Netz klicke und man sich dort anschauen kann, wie sehr wir alle dem Kommerz unterliegen und uns leiten sowie an der Nase führen lassen (muss mich da zur Zeit bei den Uhren zusammenreißen), möchte ich eine kleine Lanze brechen und zur Abwechslung mal an die einfachen Dinge des Lebens erinnern. So zum Beispiel an dieses Kochfeld - das Foto - das meine Wohnung treu und zuverlässig bereichert. Ich habe die vor vielen Jahren bereits online um ungefähr 25 Euro (wenn ich es richtig im Kopf habe) erstanden und seitdem tatsächlich tagtäglich in Verwendung. Wie man am Foto eventuell erkennen kann, meistens die linke, größere Platte.

Das Teil ist robust, massiv und schwer, auch unkompliziert, da es nur den Drehregler und eine LED-Lampe gibt. Und Ende. Das war es und mehr kann sie auch nicht. Sie ist vielleicht nicht unbedingt die Schnellste in Relation zu den modernen, tollen Kochfeldern mit Touch-Funktion - aber dafür zerbricht da nichts, Kratzer sind nur schwer möglich und sogar wenn, völlig bedeutungslos, es kann kaum Etwas kaputt gehen, denn das Innenleben besteht eigentlich nur aus dem Schleifregler und den Platten an sich, plus noch ein paar Widerstände und das war es eigentlich schon. Sehr puristisch.

Und läuft über die Steckdose, wo ich eine Mehrfachverbindung mit einem Kippschalter dazwischen im Einsatz habe. Wenn ich die Wohnung verlasse, ist das Ding auch vollständig aus und Stromlos. Kein Standby, kein digitales Innenleben und noch dazu: portabel. Ich kann das Teil überall hinstellen, auf der Küchenplatte nach rechts oder links, ohne, die schöne Arbeitsholzplatte zu zerschneiden und mühsam darunter zu verkabeln, zu silikonisieren und blabla, aber genauso kann ich im Wohnzimmer oder im Schlafzimmer kochen, wenn ich mal Lust dazu habe. Und bei einem Umzug würde ich das Teil in den Rucksack packen und auf Wiedersehen!

Und sogar wenn das Teil mal kaputt geht und sich das Problem nicht lösen lässt - komplett verschmort zum Beispiel - dann ist eine Neuanschaffung unkompliziert, recht schmerzlos und schnell erledigt. Manche Menschen zahlen ab 100 Euro aufwärts für Kochfelder, viele oft sogar 300 oder 400 Euro, die ihnen dann aber nach zwei Jahren mit dem ersten geschmiedeten Topf zerbrechen, bei denen sie zudem eh nur meistens maximal zwei Kochfelder tatsächlich gleichzeitig nutzen und die oftmals nach 5 Jahren generell kaputt sind und mühsam über Garantie und Co. ausgetauscht oder repariert werden. Ich schätze, dass meine Kochplatte jetzt die 5 Jahres-Grenze erreicht hat... Bin mir aber nicht mehr sicher, aber bei dem Preis fahre ich auf jeden Fall auf der günstigen Schiene, sogar wenn das Ding heute noch seinen Geist aufgibt. Beispielsweise alle 5 Jahre 25 Euro, da komme ich preislich auch gegen eine Marke an, die 10 oder auch 20 Jahre durchgehend die Küche ergänzt, aber drei Stellen aus dem Geldbörserl verschluckt. Und das emaillierte Metallgehäuse bei meiner Wühlkistenplatte lässt sich auch materialtechnisch und ressourcenschonend - Stichwort Nachhaltigkeit - einschmelzen und wiederverwerten, ebenso wie das Innenleben der Kabel. Und die Produktion von solchen Platten ist auch recht simpel, da es nur sehr wenige Teile sind. Was will man mehr?

Das mal nur so am Rande und als Wort zum heutigen Tage (wie dramatisch) - Qualität und Sinnhaftigkeit findet man also nicht nur im oberen Preissegment. \o/

Nachtrag: Natürlich hat sie visuell ein paar von Suppen und Co. eingebrannte Gebrauchsspuren, aber das ist einfach das Alltagsleben und hat nichts mit der Funktionalität zu tun - sowas stört mich überhaupt nicht. Gefällt mir sogar mehr, als eine aalglatte Keramik-Oberfläche, wo man sich vor jedem Kratzer und Fingerabdruck fürchtet oder insgeheim dann ärgert. Die Platte lässt sich nämlich übrigens auch mit einem Stahlwolle-Schwamm hervorragend und seit Jahren bereits gut reinigen. Und sie kann vor allem eines: einen Topf erhitzen, während andere noch ihre Platte einstellen und Zeiten programmieren. ^^

Nachtrag: Kluge Geister werfen jetzt sicherlich noch das Argument in den Raum, dass solche Gusseisen-Kochfelder energietechnisch ordentlich verlieren, weil es länger zum Aufheizen dauert und die Abkühlphase auch meistens nicht sinnvoll genutzt wird. Ja und nein. Ich denke, das hängt vor allem vom persönlichen Umgang damit ab. Ich nutze beispielsweise die Nachhitze zum Aufwärmen eines Zusatzes recht oft und das Aufheizen selber lässt sich - dank Gas-Durchlauferhitzer bei der Wasserzufuhr, wo bei Bedarf fast kochendes Wasser aus der Leitung strömt - stark reduzieren, zudem - wenn wir schon rechnen - müsste man dann wirklich alle Faktoren miteinbeziehen. Von der Produktion, dem Aufbau, dem technischen Aufwand bei der Herstellung der einzelnen Komponenten eines modernen Kochfeldes vs. gestampftes und gepresstes Gusseisen-Kochfeld und so weiter.
09:07 Uhr / 27.08.2017 / 20170827070745.txt

Samstag 26. August 2017

Nicht nur um mich herum, sondern auch im gelebten Alltag der Blogs rumort es bereits herum: der Sommer ist vorbei. Merkt man ja auch, wenn man spät am Abend in das Bett wandeln möchte, sich dabei von den Glühbirnen geblendet fühlt und dann im Bett überrascht feststellt, dass man eigentlich irgendwie um gefühlte zwei Stunden zu früh dran ist und die Zeiger sich erst langsam der 21. Stunde nähern. Also: noch schnell alle Behälter, die man so hat, mit Sonnenstaub und Wolkenkörnern befüllen und für die dunkle Zeit unter dem Bett horten! \o/
15:23 Uhr / 26.08.2017 / 20170826132315.txt

Heute in der Früh mühsam durch den unerwartet dichten Verkehr in den Osten des Landes gerollt, um dort - endlich und nach langer Vorarbeitszeit in dunklen Werkstätten in dunklen Seitengassen - einer offiziellen Prüfstation meine fahrende Schüssel aus Metall, Plastik und Glas anzuvertrauen. Ein wenig Klopfen da, ein Reifenquietschen dort, ein aufheulender Pensionistenmotor und es sind wieder ein paar weitere Wochen oder Monate oder länger gewonnen. Das Siegel klebt und tüchtig rollte ich mit der Kleinen wieder in die Großstadt zurück. Es bleibt maximal ein Wochenendauto für den zarten Verkehr in den Morgenstunden, denn Stau, Arbeitsweg, Steigungen oder "mal eben wo hin fahren" tue ich mir generell und prinzipiell sowieso nicht mehr an. Es lohnt nicht und kostet nur Nerven, die man auch noch bezahlen muss. Auch spiele ich weiters kein Taxi mehr, denn da gibt es genug andere Menschen mit eleganteren Schüsseln der Moderne und der Fortbewegung da draußen in der weiten Welt, die hier viel dienlicher sein können - und es auch wollen. Im Gegensatz zu mir.

Willkommen in einem weiteren Lebensjahr meine Kleine, zumindest solange das an einem Aufmerksamkeitsdefizit leidende Lichtmaschinenlager - mein persönliches Sorgenkind und auch die der Prüfer - noch mitspielt. Aber jetzt heißt es mal, Sonnenstrahlen sammeln und ansonsten und zwischenzeitlich schonend auf den Lieblingsparkplatz stellen... bis zur nächsten Morgenstunde auf leerem Asphalt und guter Musik, wo man den Moment des Lebens spürt.
14:55 Uhr / 26.08.2017 / 20170826125545.txt

Freitag 25. August 2017

Dadurch, dass ich fast alle Einträge am Smartphone tippe, sind Rechtschreibfehler hier Standard. Tut mir leid, aber bis heute hasse ich Touchscreens und Wortkorrektur-Lösungen sowieso und ohne geht es auch nicht. Ignoriert sie einfach, speziell Groß- und Kleinschreibung.
06:58 Uhr / 25.08.2017 / 20170825045807.txt

Genau das stelle ich mir als Worst Case vor und ein Mitgrund, warum ich generell keine Leihautos nutze: zertrümmertes Car2Go-Fahrzeug der gehobenen Klasse mit Frontalschaden in einer Parklücke bei mir am Eck. Unfallspuren und Trümmerteile daneben an der Kreuzung.

Aja. Ein übermotorisiertes Mietfahrzeug ausborgen und damit prompt einen Totalschaden erleiden. Wie unangenehm! \o/

Moment, denn es geht noch weiter! Dann auch noch ein zweites Auto daneben mit eingedrückter Seite und geöffneten Airbags. Mhm. Ein Mietfahrzeug ausborgen und dann an einer Kreuzung den Rechtsvorrang verletzen und prompt einen Unfall verursachen. Mmhh. \o/

Aber es geht noch weiter! Ein übermotorisiertes Mietfahrzeug ausleihen, damit eine Rechtsvorrangverletzung begehen und damit einen Unfall verursachen mit einem.... Polizeiauto. Nanananaaaaa. /o\
06:33 Uhr / 25.08.2017 / 20170825043342.txt

Weil das gerade in anderen Text-Kreisen da und dort ausgebreitet wird, möchte ich nochmal anmerken, dass heute wirklich niemand mehr sagen kann, er hatte keine Möglichkeit dazu - wenn er in einem der klassischen Europa-Ländern lebt und einen Computer-Zugang oder etwas Taschengeld hat. Kein Mann - und auch keine Frau - können mehr sagen, dass die Welt des Programmierens, Webseiten-Erstellung, Grafik und Multimedia und so weiter nicht zugänglich ist, weil sie daran gehindert werden. Jeder und jede kann sich heutzutage jederzeit eine Raspberry Pi oder vergleichbares Pendant um wenige Euro selber online oder im Geschäft kaufen kaufen, ebenso finden sich genug nachgeworfene, alte Rechner da und dort, die einen schnellen und leichten Einstieg in diese Welten ermöglichen. So gut wie alle der Programmier- oder Gestaltungsmöglichkeiten sind frei zugänglich, lassen sich einfach herunterladen sowie installieren und sind oftmals sogar unter einer freien Lizenz. Ebenso kann Jeder und Jede seine Ideen, seine Produkte und Ergebnisse auf einer eigenen Webseite um wenige Euro publizieren. Daran wird man nicht gehindert, sofern man sich nicht auf die politische Ebene niederlässt. Dass sich vielleicht niemand dafür interessiert, ist eine andere Geschichte, aber bei der richtigen Präsentationsart und Publikation im Netz unabhängig von dem Geschlecht. Der Markt ist groß, der Markt ist übersättigt und der Markt war und ist noch nie "nett" gewesen, aber dafür funktional.

Und wie kommt man dazu? In dem es einfach gemacht wird. Man muss sich für die Materie interessieren und das Wichtigste - und das ist der große Unterschied in dieser ganzen Diskussion um Benachteiligung und andere Dinge: man muss solche Dinge auch in der Freizeit ganz alleine und nur für sich machen wollen. Und dabei Spaß haben. "Computern" kann man nicht lernen, man kann auch nicht lernen, ein Nerd zu werden oder ein Freak. Das ist man entweder oder man wird es durch das Beschäftigen mit den Dingen.

Mein kleiner Blog hier hat keinen Zweck, er hat kein Ziel und er wird kaum gelesen - aber schon alleine durch Stunden an Beschäftigung damit und den Hintergründen und den Millionen Änderungen lernt man jedes Mal eine kleine, neue Sache dazu, erhascht eine neue Erkenntnis und wird sattelfester. Das gilt für alle Projekte, die ich je mit oder am Computer gemacht habe. Alleine die Rumspielerei mit Linux ist lernintensiv. Da heißt es stundenlang - freiwillig und in Eigeninitiative - in der Nacht oder um vier Uhr in der Früh - sich durch Manuals und sonstige Anleitungen quälen, nur weil man irgendwo eine Partikel-Winzigkeit ändern möchte. Und nein, das ist nicht immer Spaß. Manchmal ist es unglaublich frustrierend, manchmal ist es sterbenslangweilig und manchmal dauern solche Phasen nicht nur Stunden, sondern Tage oder gar Wochen. Oder noch länger. Und manchmal hat man Tagelang kleine Buchstaben am Bildschirm herumgeschoben und wirft dennoch alles am Ende in die digitale Tonne. Da vergeht ein halbes Leben am Monitor, wo andere Humanoiden in der "realen" Welt herumhüpfen oder einen Kaffee trinken. Wer die Materie aber mag - oder "es wissen möchte", der macht es dennoch und das konsequent.

Und dazu brauche ich niemanden. Dazu braucht es keine Gruppe, dazu braucht es keine Schule (nett, wenn sie die Basis vermitteln), dazu braucht es aber auch keine Förderungen, keine eigenen Strukturen, keine Workspaces und keine speziellen Förderungen, wo man künstlich etwas auffüllt, das nicht da ist. Der beste Ort, um zu "Computern" ist das Wohnzimmer oder Kinderzimmer oder was auch immer in den eigenen vier Wänden. Monitor, Tastatur, Maus und ein billiger Rechner am WWW und es geht los. Das Netz platzt vor Tutorials, man findet überall Hilfe, Anleitungen und Lösungen - ohne, dass man je mit Jemanden diskutieren, sprechen oder wie auch immer sonst kommunizieren muss - man wird hier also nicht ausgeschlossen, denn lesen kann ich was ich will, ohne, dass ich hier benachteiligt werde. Mir hat nie jemand all diese Dinge hier je beigebracht, außer vielleicht mal ein Austausch mit Freunden... es ist so gut wie alles eigenständig erarbeitet und erlernt. In den Ferien, im Urlaub, unter der Woche nach der Schule oder nach der Arbeit heutzutage. Ich habe tausende Stunden darin investiert und kann dieses Wissen heute auch beruflich einsetzen - ohne großartiger Ausbildung oder einem Förderprogramm.

Und so wie in allen Bereichen - und speziell in der Welt der nüchternen, kalten, emotionslosen und faden Computern - setzt sich die beste oder einfachste Lösung durch. Wer genau ein Tool geschrieben hat, ist mir als Anwender ziemlich egal und schnuppe, solange es nicht verseucht ist, meinen Rechner zerstört und das Ding eine sinnvolle Ergänzung für meinen digitalen Alltag und leistbar ist. Aber das muss man halt einfach machen - und nicht jammern und darauf warten, dass da irgendwo via Gesetz, Quote, Förderung oder Workspaces mein Bedürfnis gelöst wird - weil so funktioniert diese Welt einfach nicht. Dazu ist sie zu statisch, zu komplex und zu Einzelgängerisch. Computer ist nichts Kollektives per se, den Einstieg muss man halt schon selber finden und suchen. Und es vor allem auch wirklich wollen.
06:04 Uhr / 25.08.2017 / 20170825040416.txt

Donnerstag 24. August 2017

Ohoha.... wer hätte das gedacht? Falls sich jemand noch an dieses leidige Thema der Armbanduhren erinnert, der hat vielleicht mitbekommen, dass ich anno dazumal auf ein Paket gewartet hatte, das sich ganz schön dahinzog und irgendwo durch die Welt eierte. Der eine Teil landete ja dann doch noch irgendwie bei mir, der Andere allerdings blieb ein bisschen verschollen. Kurioserweise ist beispielsweise ein Armband um 4 Euro schon seit Wochen unterwegs und erreicht mich erst vermutlich Mitte September laut Tracking-Status, das Ding ist allerdings schon längst bei mir eingetroffen und war sogar bereits auf einem Ausflug dabei. Bin ja gespannt, wie nachher die Begründung lautet, wenn das geplante Lieferdatum erreicht ist. ^^

Unabhängig davon, ist der tatsächliche zweite Teil eingetroffen und manifestiert die Lust auf Armbändchen mit der tragbaren, von Menschen konstruierten Zeit auf ein Neues - ja, ich hatte es Euch verschwiegen, weil es mir auch ein wenig peinlich ist. Momentan wechsle ich die Retro-Plastik-Bomber, die verchromten Resin-Gehäuse, täglich aus. Und je nach Lust und Laune und vor allem emotionaler Stimmung landet ein anderes Teil auf den behaarten Greif-Stäbchen, die aus dem Körper ragen. Die hier kennen wir bereits - Foto - und ich mag ja das klare Bild eines Ziffernblatt, wo man die Zahlen in Nanosekunden deutlich bestimmen kann, aber die Farbe weiß und Chrome bzw. Silberplastikwasauchimmer sind manchmal schon fast zu edel für mein Streuner-Dasein zwischen billigem 5 Euro Polo-Shirt aus der Reduktion und König der Löwen-T-Shirt in Kombination eines Augenringe-Erwachsenen, dessen 40er am Horizont nicht allzuweit steht. Deshalb: wo eine zeitlose, helle Schwester streunt, findet sich auch schnell ein düsterer Bruder, der ein wenig dezenter aus dem Schatten tritt - widersprüchlich für meinen erst vorhin erhobenen Anspruch mit einem schwarzen Ziffernblatt ohne Ziffern: Foto. Und es ist eine Freude, die mich nun heute durch den Tag begleiten wird.

Nachtrag: Was mich übrigens so beruhigt ist, dass wirklich keiner davon Notiz nimmt oder der ständige Wechsel bisher jemanden aufgefallen ist, obwohl so manche Mitmenschen schon mehrfach nach der Zeit gefragt und darauf gestarrt haben. Ich finde solche Dinge enorm angenehm, denn die kleinen Alltagsfreuden sind eben die, die man ganz für sich lebt, ohne, dass man sie da Draußen in dem harten Stadtdschungel zelebrieren oder vor Anderen in der Situation extra mühsam deuten muss. Ich kann Euch das wirklich nur empfehlen! Müssen ja keine Massenproduktions-Uhren sein, geht ja auch mit Armbändern, Kieselsteinen oder der Blumen-Baum-Blatt-Press-Sammlung zwischen den Büchern zuhause. Irgendeine kurzfristige, oftmals gerne unterdrückte Beschäftigung für die Routine des Lebens benötigt man auf jeden Fall. Wobei natürlich die Kombination einer Casio Vintage-Uhr und das Gärtnern in einem Biogarten und Rumwühlen in der Erde auch eine feine Sache wäre... aber das ist zu schwierig umzusetzen. Man kann nicht Alles haben, aber man kann sich über das Wenige auch einfach freuen. \ô/
05:45 Uhr / 24.08.2017 / 20170824034506.txt


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